Beim Gasvergleich brauchst du nur zwei Daten, um deinen Tarif mit dem Gasrechner zu ermitteln. Du kannst dich an diesem orientieren, um den richtigen Gastarif beim Gasanbieterwechsel auszusuchen. Und so geht's.

von Polarstern Team

 

„Mathematik, immer diese Mathematik“ – der Schauspieler Tedros Teclebrhan hat schon recht, wenn er das sagt. Da hat nämlich keiner Lust drauf. Zum Glück musst du beim Gasrechner selber nichts zusammenrechnen – der Gasrechner ist nämlich nicht nur ein Preisrechner, sondern gleichzeitig ein Rechner für den Gasverbrauch:

 

 

Richtwerte Gasverbrauch beim Gasvergleich
Richtwerte für den Gasverbrauch beim Gasvergleich

 

 

Wie funktioniert der Gasrechner?

Wenn du auf der Suche nach einem neuen Gasanbieter bist, willst du einen Gaspreisvergleich machen, ist ja klar. Dafür musst du einfach nur deine Daten in den Gasrechner auf der Webseite vom neuen Gasanbieter eingeben: deinen geschätzten jährlichen Gasverbrauch in kWh und deine Postleitzahl. Deinen jährlichen Gasverbrauch findest du auf der letzten Gasrechnung. Die hast du gerade nicht zur Hand? Das ist nicht schlimm, der Gasrechner kann den Gasverbrauch auch schätzen – an Hand von Referenzwerten nach Wohnungsgröße bzw. Wohnfläche in m2

 

 

Gasverbrauch Rechner: im Jahresverlauf, nach Gebäude
Der Rechner kalkuliert deinen Gasverbrauch in monatlichen Abschlägen. Diese sind gemittelt über Durchschnittswert des Gasverbrauches im Jahresverlauf in verschiedenen Gebäuden.

 

Geschätzte Werte sind dabei immer Näherungswerte: Der Gasverbrauchrechner nutzt einen Mittelwert zwischen dem monatlich hohen Gasverbrauch in der winterlichen Heizperiode, dem niedrigeren Gasverbrauch in warmen Sommermonaten und den unterschiedlichen Gasverbrauchsprofilen von Altbau und Neubauwohnungen. Anhand dieser Daten wird dann dein monatlicher Tarif errechnet. Gastarife setzen sich aus der Grundgebühr und dem Arbeitspreis zusammen.

Übrigens existiert nicht nur einen Gasrechner, man kann neben Gastarife auch Stromtarife ermitteln. Mehr dazu findest du im Artikel Stromrechner.

 

Monatlicher Gastarif = Grundgebühr + (Arbeitspreis x Verbrauch)

 

Die Grundgebühr ist ein fester Betrag der Gastarife und variiert nicht mit deinem Verbrauch. Die Gebühr deckt die Kosten für die Verwaltung und die verbrauchsunabhängigen Netzgebühren. Der Arbeitspreis ist der Preis pro Kilowattstunde (kWh) Gas. Er wird mit deinem Verbrauch multipliziert und ist von deinem Wohnort abhängig. Mehr dazu unter Gastarife.

Liegt in deinem Gasvertrag bei deinem neuen Gasanbieter eine Preisgarantie vor, dann bedeutet das, dass es bis zu einem bestimmten Datum zu keinen Preisänderungen pro Kilowattstunde kommen wird. Sollte dein Gasanbieter trotzdem die Preise erhöhen, gilt das Sonderkündigungsrecht (mehr unter Gasanbieter wechseln).

 

 

Was passiert, wenn sich dein tatsächlicher Gasverbrauch von deinem angegebenen Gasverbrauch unterscheidet?

Nach einem Jahr rechnet dein Gasversorger die Differenz zwischen deinem mit dem Gasrechner geschätzten und deinem tatsächlichen Verbrauch aus. Je nachdem wie die Differenz ausfällt, hast du „zu viel“ oder „zu wenig“ gezahlt und bekommst entweder Geld zurück oder musst das fehlende Geld nachzahlen. Ein kurzes Beispiel: 

Du hast im Gastarifrechner angegeben, dass deine Familie im Jahr ungefähr 18.000 kWh Gas verbraucht. Insgesamt wurden es aber doch weniger, da der Winter warm war, und ihr kaum heizen musstet. Diese Differenz wird am Ende des Jahres ausgeglichen, zum Beispiel mit einer Anpassung deines Abschlags.

Natürlich kannst du auch gezielt deinen Gasverbrauch senken. Mehr dazu in unserem Artikel über Gasverbrauch.

 

 

Wie vertrauenswürdig sind die Gasrechner von großen Vergleichsportalen?

Den besten Gaspreisrechner findest du auf der Webseite deines neuen Gasanbieters. Alternativ gibt es auch Gasrechner bei großen Vergleichsportalen. Doch Stiftung Warentest rät davon ab, denn – außer man kennt alle Fallstricken der Billiganbietern – sind die Ergebnisse dieser Gasrechner eher irreführend. Zum Beispiel werden vom monatlichen Gastarif Boni, Rabattzahlungen und Willkommenspreise abgezogen, die den echten Preis verschleiern. Oft ist es auch so, dass man all diese Vergünstigungen nie erhält, weil sie nur unter bestimmten Vertragsbedingungen gelten. Auch für den Gasvergleich essentielle Informationen über das Gas – wie zum Beispiel die Herkunft und die Zusammensetzung –  sind kaum zu finden. Das ist besonders wichtig, wenn du Ökogas statt herkömmliches Gas (so genanntes Erdgas) beziehen willst. 

Stiftung Warentest findet: Gasrechner der Vergleichsportale sind irreführend

 

 

Ist Ökogas teuerer als Erdgas?

Nein. Beim Gasvergleich fällt auf: Ökogas fällt oft günstiger als die Grundversorgung aus! Zum Beispiel Wirklich Ökogas von Polarstern. Probier's einfach selbst aus...

 

Kurz zusammengefasst:

Mit dem Gasrechner findest du heraus, was du monatlich für deinen Gasverbrauch zahlen wirst. Wie viel es dann aber für das gesamte Jahr sein wird, hängt von deinem tatsächlichem Verbrauch ab. Solltest du deinen Jahresverbrauch geschätzt haben und nicht von deiner letzten Gasrechnung abgelesen haben, ist es nicht falsch, in den ersten Monaten deinen Verbrauch zu prüfen. Liegt es weit über dem Schätzwert kannst du deinen Gasanbieter darüber informieren und dein Gastarif wird angepasst. Somit verhinderst du eine Nachzahlung. 

Bei einem seriösen Anbieter zahlst du immer nur das, was du auch wirklich verbrauchst. Bei Billiganbietern ist das jedoch meistens nicht der Fall. Finde im Artikel Preisvergleich heraus, welche Tricks die Discountstromanbieter verwenden.

Übrigens kannst du bei Polarstern auch als Gewerbegas beziehen, mehr dazu unter Gewerbegas.

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