von Undine

CO2 Preis: Wahre Qualität wird günstiger.


Endlich tut sich was in Deutschland! Das Klimakabinett hat entschieden: Wer CO2 verursacht, muss zahlen. Das hat – zumindest längerfristig betrachtet – zur Folge, dass klimaschädliche Produkte teurer und klimafreundliche im Vergleich dazu günstiger werden.

Längerfristig deshalb, weil zwar auch in den Sektoren Wärme und Verkehr ab 2021 zehn Euro pro Tonne CO2 anfallen; bis 2025 soll der Preis schrittweise auf 35 Euro pro Tonne steigen. Doch das ist nicht genug, um den Klimawandel zu stoppen. Darin sind sich die Wissenschaftler einig. Die Politik schläft und verschiebt Entscheidungen auf morgen. Gerade deswegen muss jeder Einzelne von uns jetzt schon aktiv werden, um den Anfang für eine klimafreundlichere Welt wahr zu machen. Wie gut, dass es heute schon Unternehmen gibt, die klimabewusst handeln. So hast auch du die Möglichkeit, in deinem Konsum noch klimabewusster zu werden.

 

 

 

CO2-Bepreisung: Welche Produkte werden teurer? 


 

Wie sich die CO2-Bepreisung auf den Endverbraucher im Detail auswirkt, ist noch unklar. Fest steht aber: Wer CO2 verursacht, muss dafür zahlen und zwar mit den kommenden Jahren immer mehr. Produkte, wie zum Beispiel Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas werden für den Endverbraucher teurer. Generell gilt: Die Unternehmen müssen sich das ‚Verschmutzungsrecht‘ erkaufen, wenn sie CO2 ausstoßen. So entstehen höhere Abgaben, die sie typischerweise auf die von ihnen verkauften Produkte umlegen, sprich der Produktpreis steigt. 

 

Warum die CO2-Bepreisung so wichtig ist. 


 

Am Ende zählt für die meisten der Preis. Leider. Das ist im Modeladen so, genauso wie im Supermarkt, im Möbelhandel oder bei Strom. Wenn der Unterschied zwischen den Optionen für uns nicht spür- oder sichtbar ist, entscheiden wir eben nach dem Preis. Genau aus diesem Grund müssen wir die Lenkungsfunktion einer CO2-Bepreisung aktiv nutzen. Und darum ist es gut, wenn Produkte, die auf ihrem Produktionsweg viel CO2 verursachen, ab jetzt teurer werden. So entsteht ein spürbarer Preisunterschied. Dieser hilft uns, im globalen Dschungel von Produkt- und Preisvergleich endlich den klimafreundlichen Durchblick zu finden.

 

Klima-Qualität zahlt sich aus.


 

Müssen wir künftig für sämtliche Produkte mehr zahlen, die viel CO2 verursachen, macht dies Produkte und Angebote mit hoher „Klima-Qualität“ attraktiver. Bessere Qualität wird dann nämlich vergleichsweise günstiger.

„Bei Polarstern bekommst du Wirklich Ökostrom mit der Extraprise Veränderung." 

 

Und nicht nur das, die CO2-Bepreisung kann der Beginn eines neuen Wirtschaftens sein. Der Beginn eines Wirtschaftens, das nicht mehr auf immer mehr und immer schneller baut, sondern auf immer bewusster und ressourcenschonender. Einfach, weil es egal ist, wo CO2 verursacht wird. Es kostet in jedem Fall mehr – und wird alleine schon aus wirtschaftlichen Gründen heraus möglichst vermieden.

>> Reduziere deinen CO2-Ausstoß und berechne jetzt deinen Preis für Wirklich Ökostrom.

Weniger CO2, für ein besseres Klima.

 

Gemeinwohlorientierte Unternehmen mit hohem Klimabewusstsein.


 

Zum Glück gibt es in fast allen Branchen Sozialunternehmen, auch Social Businesses genannt, die sich bereits durch ein hohes Verantwortungsbewusstsein auch unserer Natur und unserem Klima gegenüber auszeichnen. Social Businesses sind Unternehmen, die ihren Wirtschaftszweck in der Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen sehen und so auch in Sachen Klimafreundlichkeit oftmals schon weiter sind. Damit du Social Businesses in deiner Nähe schnell finden kannst, haben wir eine Landkarte entwickelt, in welcher wir Unternehmen listen, die nachweislich nachhaltig wirtschaften. Sprich, die entweder Mitglied der Gemeinwohl-Ökonomie (kurz GWÖ) sind, sich nach B-Corp zertifizieren lassen, die Mitglied des Social Entrepreneurship Netzwerks Deutschland (SEND e.V.) oder Mitglied eines Impact Hubs sind.

>> Landkarte Social Business Unternehmen 

 

CO2-Fakten: So viel CO2 verursachen Mode, Essen & Co.


 

Jede Branche, jedes Unternehmen verursacht direkt oder/und indirekt CO2. Oftmals ist es überraschend viel. Aber es gibt sie, inspirierende Beispiele für Unternehmen, die anders wirtschaften. Unternehmen, die nicht nur klimabewusst, sondern rundum nachhaltig handeln.   

 

  • Ernährung

Rund 45 % der Treibhausgas-Emissionen entstehen durch unsere Ernährung, und zwar zur Hälfte allein durch die Erzeugung und den Transport unserer Lebensmittel. Besonders Fleischgerichte setzen dem Klima zu: 1 kg Rindfleisch verursacht rund 13 kg CO2. Aber auch bei anderen tierischen Produkten fallen mehr Emissionen an als oft vermutet: Bei der Herstellung von 1 kg Butter sind es bis zu 24 kg CO2-Äquivalente. Wow – äh Muh!

Vorreiter: Die Jungs von Kartoffelkombinat haben’s anders gemacht. Weg von der profitorientierten Landwirtschaft hin zur solidarischen Landwirtschaft. Zusammen haben sie eine Genossenschaft aufgebaut, die ihre Mitglieder mit selbst angebautem Bio-Gemüse versorgt, das direkt aus der Region kommt und nicht mit Tonnen von CO2-Austoß um die halbe Welt geschifft wurde. 

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

 

  • Mode:

Laut „UN Alliance for Sustainable Fashion“, einer Allianz der Vereinten Nationen ist die Modebranche der zweitgrößte Wasserverbraucher und für 8 bis 10 % der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich ist – das ist mehr als alle internationalen Flüge und die Seefahrt zusammen verursachen. Aber nicht nur in der Produktion verursacht Kleidung unglaublich viele Emissionen, sondern auch in ihrer gesamten Lebensphase danach, sprich Transport, Waschen, etc. Allein in einem Baumwollshirt stecken 11 kg CO2. 

>>> So viel Energie steckt in einem T-Shirt. 

VorreiterVaude ist ein Outdoor-Ausrüster, der sich ganz genau auf die Finger schauen lässt und damit vieles anders macht, als andere Bekleidungsfirmen. Bei der Herstellung seiner Produkte achtet das Unternehmen nicht nur auf faire Arbeitsbedingungen, sondern arbeitet auch nach den strengen Umweltstandards von ‚bluesign‘, wobei die gesamte textile Wertschöpfungskette kontrolliert wird. Den CO2-Ausstoß deines Kleiderschranks kannst du aber natürlich noch weiter verringern. Und zwar ganz einfach, indem du wirklich nur das kaufst, was du brauchst. Weg von „Fast Fashion“. Und zudem kannst du auch immer mal wieder auf lokalen Flohmärkten oder im Second-Hand-Laden vorbeischauen. Oft sind da wahre Schätze zu finden. 

 Quellen: UN Alliance for Sustainable Fashion, Systain Studie: Carbon Footprint

 

  • Plastik: 

Ein Report der Autoren von „Plastic & Climate: The Hidden Costs of a Plastic Planet“ weist erstmals nach, dass es einen Zusammenhang zwischen Erderhitzung und Plastik gibt. Von der Produktion bis zur Entsorgung gelangt klimaschädliches CO2 in die Atmosphäre. Alleine 2019 entstehen dadurch 850 Millionen Tonnen Treibhausgas, vergleichbar mit dem Ausstoß von 136 Kohlekraftwerken im gleichen Zeitraum. Wer also bei Spielzeug, Haushaltswaren und Kosmetik auf Plastik und Kunststoffe verzichtet, tut auch dem Klima etwas Gutes.

Beispiel: Wie es im Alltag auch ohne Plastik geht, zeigt dir Soulbottle. Das Unternehmen verkauft Trinkflaschen, die fair – und klimaneutral produziert und schadstoff- und plastikfrei sind. Das ist eine super Sache. Denn die übermäßige Produktion von Plastikflaschen verursacht nicht nur CO2, sondern sorgt auch dafür, dass jede Menge Müll in unseren Meeren schwimmt. Mit Soulbottle hilfst du, das zu verhindern. 

Quelle: Studie: Plastic & Climate The Hidden Costs of a Plastic Planet

 

  • Energie:

Die energiebedingten Emissionen machen etwa 85 % der Treibhausgas-Emissionen in Deutschland aus. Hauptverursacher mit etwa der Hälfte der energiebedingten Treibhausgas-Emissionen ist die Energiewirtschaft.

Beispiel: Um die energiebedingten Emissionen zu senken, ist es umso wichtiger, Energie von echten Öko-Energieversorgern wie Polarstern zu beziehen. Polarstern hat keinerlei Verbindung zu Atom- und Kohlekraftwerken und ist komplett unabhängig. Zusätzlich ist Polarstern als erster Energieversorger auch Mitglied der Gemeinwohl-Ökonomie und erstellt jährlich eine von externen Dritten geprüfte Gemeinwohl-Bilanz.

>>> Mehr zur Gemeinwohl-Bilanz

Quelle: Umweltbundesamt

 

  • Tourismus und Transport:

Reisen belastet Umwelt und Klima. Laut der Universität von Sydney ist der Tourismus für etwa 8 % der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Bezogen auf Deutschland ist wichtig zu wissen: Insgesamt sind die CO2-Emissionen in Deutschland seit 1990 zwar um 28 % gesunken, doch im Verkehr sind sie hingegen gestiegen. Wir reisen mehr und konsumieren mehr. Gerade durch den Transport unserer Konsumgüter entsteht ein erhöhtes Verkehrsaufkommen. Ergebnis: Die Emissionen sind heute 20 % höher als noch 1995. Auch unternehmen wir Deutsche nach wie vor gerne Reisen. Die beste Möglichkeit hier CO2-Emissionen zu senken ist: in den Zug steigen und zum Urlaub einfach mal ins Nachbarland fahren. Es muss nicht immer eine Fernreise sein, um Neues zu sehen. 

So geht’s auch anders: Die Kultur und Natur auf dem eigenen Kontinent zu entdecken, ist nicht nur viel stressfreier (ohne Jetleg und Jahreszeitenwechsel), sondern teilweise auch günstiger. Beispielsweise mit dem Interrail Ticket der DB Bahn. Damit kannst du schon für unter 200 Euro deine Entdeckungsreise starten. Ansonsten helfen Autofahrgemeinschaften auch schon enorm, die Klimabelastung beim Reisen zu senken. Und am Ende hat man auch noch etwas dabei gewonnen: Eine lange Autofahrt zu fünft ist günstiger und um einiges witziger, als alleine. 

Quellen: Nature Press, Umweltbundesamt, SWR

 

 

 

Das kleine Klimalexikon erklärt: der CO2-Emissionshandel.


 

 

CO2- Zertifikatehandel (Emissionshandel)

Im Strommarkt gibt es bereits ein Emissionshandelssystem, "Emissions Trading System" (kurz ETS). Es funktioniert europaweit. Nun sollen laut Klimapaket auch Wärme und Verkehr eines erhalten. Dieses ist jedoch erst einmal auf Deutschland begrenzt und unabhängig vom ETS. 

  • Beim Emissionshandelssystem bekommen oder kaufen Unternehmen Zertifikate vom Staat, damit sie CO2 ausstoßen dürfen. Die Unternehmen selbst können diese Zertifikate aber auch verkaufen und so damit handeln.
  • Beim Emissionshandel im Bereich Wärme und Verkehr soll in Zukunft die Anzahl der Zertifikate begrenzt werden. Für die Jahre 2021 bis 2025 gilt dies aber vorerst noch nicht. Gerade weil die Anzahl der Zertifikate anfangs noch nicht begrenzt sein wird, kann es vorkommen, dass der Staat mehr Zertifikate ausgibt, als er zu Verfügung hat. Also mehr Rechte zum CO2-Ausstoß verkauft, als eigentlich CO2 verursacht werden darf. Wenn dies eintritt, muss der Staat Emissionszuweisungen, sprich ein höheres Emissionsbudget aus anderen Ländern zukaufen. 
  •  Das System der Zuteilung von Emissionsrechten ist sehr kompliziert. Typischerweise erfolgt dies über Zuteilung oder Versteigerungen.
  • Die Mehreinnahmen aus dem Zertifikate- bzw. Emissionshandel sollen wieder im Bundeshaushalt landen.
  • Beim neuen nationalen Emissionshandel für Wärme und Verkehr haben die Zertifikate am Anfang Festpreise. 2021 beginnt der Festpreis bei 10 € und steigt bis 2025 auf 35 € pro Tonne CO2. Ab 2026 soll eine jährlich sinkende Menge zu versteigernder Zertifikate festgelegt werden. 2025 soll dann entschieden werden, ob ab 2027 der Preis je Tonne CO2 auf eine Spanne zwischen 35 und 60 € je Tonne CO2 festgelegt werden soll.

Ähnliche Beiträge

Weiterempfehlen vervielfacht deine Wirkung!

Und wir bedanken uns mit 20 Euro. Schnapp dir jemanden, der auch zu wirklich besserer Energie wechseln möchte – und ihr bekommt beide 20 Euro auf eure nächste Stromrechnung gutgeschrieben. Gemeinsam verändern wir mehr!

Polarstern weiterempfehlen

Ökostrom ist viel günstiger als du denkst!

Wirklich besserer Strom ist keine Rolex. Und sogar meist günstiger als die Grundversorgung.