Mieterstrom Förderungen: Überblick & Vorstellung | Polarstern
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Solaranlagen liefern Sonnenenergie für Mieterstrom

Förderungen rund um Mieterstrom: ein Überblick

Finanzielle Vorteile durch Mieterstrom

Während Förderungen wie die Direktförderung durch das EEG die dezentrale Stromversorgung lukrativer machen, gibt es andere Förderungen etwa von der KfW, für die Mieterstrom quasi Voraussetzung ist. Einerseits wird also die Mieterstromversorgung selbst gefördert und andererseits ist sie gewissermaßen eine Förderhilfe. Daneben bieten sich Immobilien- und Anlagenbesitzern durch Mieterstrom künftig verschiedene Geschäftsmodelle, welche die ganzen Investitionen vermutlich sogar noch einmal deutlich attraktiver machen werden.

 

Direktförderung von Mieterstrom

Im Sommer 2017 wurde das Gesetz zur Förderung von Mieterstrom beschlossen. Mit der beihilferechtlichen Genehmigung durch die EU ist es seit dem 20. November 2017 endlich durch. Das heißt, die Förderung wird endlich ausgezahlt – rückwirkend. Die Direktförderung ist eine Ergänzung des EEGs mit dem Ziel, die lokale Stromversorgung von Mehrparteiengebäuden stärker finanziell zu unterstützen. Denn anders als bei Eigenheimbesitzern fällt hier die volle EEG-Umlage an. Und genau das soll durch die Direktförderung etwas ausgeglichen werden.

 

Berechnung der Direktförderung

Wie hoch die Mieterstrom-Förderung im Einzelnen ausfällt, hängt mit der EEG-Einspeisevergütung zusammen und damit letztlich von der zugebauten PV-Leistung in Deutschland. Das heißt, je mehr PV-Leistung installiert wird, desto geringer ist die Einspeisevergütung. Die Höhe der Direktförderung, die ein Projekt 20 Jahre lang erhält, wird einmalig zur Anmeldung festgelegt. Die Bundesnetzagentur veröffentlicht jedes Quartal die aktuelle Höhe der Einspeisevergütung.

Zur Berechnung der Direktförderung müssen von der EEG-Einspeisevergütung 8,5 Cent pro Kilowattstunde abgezogen werden. So ergibt sich derzeit (Stand November 2017) eine Förderung zwischen 3,7 und 2,65 Cent je Kilowattstunde, abhängig von der Größe der PV-Anlage. Das heißt grob gesagt: Je größer die Anlage ist, umso geringer die Förderung. Erzeugt eine Mieterstrom-PV-Anlage mit 10 kWp Leistung jährlich rund 10.000 kWh Strom, ergibt sich damit eine jährliche Fördersumme von rund 185 Euro im Jahr; basierend auf einer Direktverbrauchsquote von 50 Prozent.

 

Keine extra Anmeldung erforderlich

PV-Mieterstromprojekte haben einen Förderanspruch. Dieser muss nicht extra angemeldet werden. Vielmehr wird im Zuge der ohnehin erforderlichen Absprachen mit dem zuständigen Verteilnetzbetreiber, diesem die Vermarktungsform des erzeugten Stroms und damit automatisch der Förderanspruch mitgeteilt, sofern die Kriterien des Mieterstromgesetzes erfüllt sind. Ausgezahlt wird die Förderung am Ende vom Verteilnetzbetreiber. Mieterstromdienstleister wie Polarstern unterstützen ihre Projektpartner bei der Planung, Anmeldung und Realisierung von Mieterstromprojekten, so dass für die Anlagenbetreiber kein Mehraufwand durch die Direktförderung entsteht.

 

Reicht die Direktförderung für alle geeigneten Projekte aus?

Die Förderung nach dem Mieterstromgesetz ist auf jährlich 500 Megawatt neu installierter PV-Leistung begrenzt. Angesichts von beispielsweise 24 Anmeldungen von PV-Mieterstromanlagen im Zeitraum Juli bis Oktober 2017 mit einer Leistung von gesamt 464,9 kWp reicht die Fördersumme noch lange aus, zumal die Direktförderung auch wie beschrieben nicht die einzige Fördermöglichkeit von Mieterstrom ist.

Mieterstrom: alle Fördermöglichkeiten

KWK-Förderung

Wird zur Mieterstromversorgung Strom aus einem Blockheizkraftwerk (BHKW) genutzt, kann die KWK-Förderung beantragt werden. Strom aus Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) erhalten eine Förderung in Höhe von 4,0 Cent je kWh, sofern der lokal erzeugte Strom auch lokal genutzt wird. Damit liegt die Förderung sogar höher als bei der Direktförderung für PV-Anlagen.

Werden zur Mieterstromversorgung PV-Anlage und BHKW kombiniert, steigt nicht nur der Autarkiegrad, es können auch zwei Förderungen beantragt werden. In der Abrechnung muss jedoch nachgewiesen werden, wie viel Strom aus der PV-Anlage und wie viel aus dem BHKW lokal genutzt wurde.

 

KfW-Förderungen

Gerade bei umfangreicheren Sanierungen und bei Neubauten sind Förderungen der KfW und des Bundes spannend. Am bekanntesten und attraktivsten ist das Förderprogramm „Energieeffizient Bauen“. Hier werden je nach Effizienzstandard unterschiedlich hohe Förderungen gezahlt. Um die besonders hohe Förderung nach KfW-40-Plus zu erhalten, ist in Mehrparteiengebäuden Mieterstromversorgung quasi Pflicht. Nur so können die Kriterien erfüllt werden.

 

Neue Geschäftsmodelle mit Mieterstrom – Investition in die Zukunft

Für den Immobilienbesitzer bedeutet Mieterstrom die Chance, die Wohnnebenkosten zu senken, sich von der Strompreisentwicklung unabhängiger zu machen, den Immobilienwert zu steigern und Mehrerlöse zu erzielen. 

Alles in allem rechnet sich ein Mieterstromangebot für den Immobilienbesitzer am Ende weniger aufgrund von Förderungen, sondern durch die attraktive Mieterstromversorgung seiner Mieter und vor allem durch den Imageeffekt sowie perspektivisch durch neue Geschäftsmodelle, die sich künftig aus der dezentralen Stromversorgung im Wohn- und Mobilitätsbereich ergeben. Das unterstreicht: Mieterstrom ist eine nachhaltige Investition in die Zukunft und keine schnelle „Renditemaschine“.

Strom teilen und Netz stabilisieren

Neue Geschäftsmodelle liegen beispielsweise im gebäudeübergreifenden Teilen von Strom. Mittels Smart Meter und Smart Grid können Stromerzeugung und -verbrauch intelligent gesteuert und Strom mit anderen geteilt werden. Daneben gibt es Geschäftsmodelle im Bereich netzrelevanter Services wie zum Beispiel das Konzept des Vehicle2Grid. Dahinter steckt die Integration von Elektroautos in das Stromnetz, genauer gesagt deren Batteriespeicher. Indem die Speicher bidirektional be- und entladen werden, helfen sie, den Eigenstromverbrauch zu steigern und die öffentliche Netzinfrastruktur zu entlasten. Das heißt, die Speicher können Überschussstrom aus dem öffentlichen Netz aufnehmen und speisen umgekehrt bei Strombedarfsspitzen ins Netz ein. 

In Zukunft werden auch Wärmepumpen mit ihrem Pufferspeicher in Mieterstromprojekten und in Eigenheimen sowohl als „steuerbare Last“, als auch im Eigenverbrauch betrieben. Dabei wird der Strombedarf einer Wärmepumpe gezielt geregelt und so die öffentlichen Stromnetze entlastet. Auch der Pufferspeicher der Wärmepumpe hilft, die Netze zu entlasten, indem zeitlich versetzt Strom bezogen werden kann.

 

Erfolgsfaktoren für Mieterstrom

Um Mieterstromprojekte nachhaltig erfolgreich umzusetzen ist, ist ein ausgezeichnetes Projektmanagement und ein tiefes Energiemarktwissen entscheidend. Durch die Mieterstromversorgung der Mieter tritt der Anlagenbetreiber in die Rolle eines Energieversorgers mitsamt aller Rechte und Pflichten. Das ist für Immobilienbesitzer ein komplett neues Geschäftsfeld, in das sie sich einarbeiten und kontinuierlich dranbleiben müssen – z. B. durch Schaffung einer eigenen Stelle – oder sie arbeiten mit einem Mieterstrom-Dienstleister zusammen. Die Zusammenarbeit kann flexibel gestaltet werden bis hin zu einem Rundum-Sorglos-Paket.

 


Einen Überblick zu den Förderprogrammen bietet die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Sie beinhaltet Programme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union.

Weitere Informationen zu Förderungen gibt es auch beim BINE Informationsdienst. BINE Informationsdienst wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).

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