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Sie heizt hocheffizient, ist klimafreundlich und es gibt eine Förderung beim Kauf: Immer mehr Menschen steigen auf eine Wärmepumpe zum Heizen um. Im Neubau dominieren Wärmepumpen seit einigen Jahren ohnehin schon, hier sind sie mit großem Abstand die meistverbaute Heizungsart in Deutschland, wie die Grafik unten zeigt. Die Vorteile liegen ja auch auf der Hand. Aber auch in älteren Bestandsgebäuden kommt die Wärmepumpe immer öfter zum Einsatz und vielleicht fragst du dich, ob es sich auch für dich lohnt. Dass eine Wärmepumpe auch im Altbau effizient und gut heizt, hat erst kürzlich eine Langzeitstudie des Fraunhofer ISE gezeigt.

Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) geht davon aus, dass bis 2030 jährlich 500.000 Wärmepumpen installiert werden könnten. Laut BWP sind 2024 und 2025 über sieben Milliarden Euro in neue Werke und Anlagen geflossen. Die gute Nachricht für Endkunden: Ziel ist es, durch Serienfertigung und technische Verbesserungen die Kosten von Wärmepumpen bis 2030 um 40 % zu senken.

Anschaffungskosten für Wärmepumpen: Preise von 20.000 bis 80.000 Euro.

Du stehst kurz vor der Anschaffung einer Wärmepumpe und fragst dich, mit welchen Kosten du rechnen musst und ob es sich lohnt? Wir sagen’s dir. Die Anschaffungskosten bei einer Wärmepumpe hängen maßgeblich vom Typ ab, den du einbauen möchtest.

Die Anschaffungskosten inklusive Montage betragen meist 15.000 bis 50.000 Euro – in Einzelfällen kann es noch mehr sein. Damit sind Wärmepumpen, für die es eine Förderung gibt, in der Anschaffung teurer als eine neue Gas- oder Pelletheizung. Beim Heizen mit Gas droht dir aber im laufenden Betrieb langfristig eine drastische Kostenspirale. Die Tabelle zeigt dir, welche Arten von Wärmepumpen es gibt und was die Besonderheiten sind.

Tabelle: Anschaffungskosten für verschiedene Wärmepumpen inkl. Einbau.

WärmepumpeErklärungKosten inkl. EinbauGesamtkosten mit Förderung
Luft-Luft-WärmepumpeNutzt Abwärme der Lüftungsanlage20.000 - 30.000 €14.000 - 21.000 €*
Luft-Wasser-WärmepumpeEntzieht der Umgebungsluft Wärme25.000 - 35.000 €17.500 - 24.500 €*
Erd-Wasser-WärmepumpeWärme aus Erdreich zum Heizen40.000 - 70.000 €28.000 - 49.000 €*
Wasser-Wasser-WärmepumpeEntzieht Grundwasser Wärme für Heizen & Warmwasser50.000 - 80.000 €35.000 - 56.000 €*

Quelle: energieheld.de, Stand: Januar 2026.

*Eingerechnet ist ein KfW-Zuschuss für den Heizungstausch (KfW-Kredit 458 mit 30 % Grundförderung, mit Einkommens- Speed- und Effizienzbonus ist Förderung bis 70 % möglich).

Bei den Kaufpreisen und Gesamtkosten gibt es deutliche Unterschiede, wie die Tabelle zeigt. Das hängt mit dem Einbau und den begleitenden Maßnahmen zusammen, die etwa bei Erd-Wasser-Wärmepumpen, bei denen mit Erdsonden gearbeitet und gebohrt werden muss, deutlich umfassender und größer sind. Dafür arbeiten Erd-Wasser-Wärmepumpen nochmal effizienter als die häufig installierten Luft-Luft-Wärmepumpen.

Mit Förderung deutlich niedrigere Anschaffungskosten.

Dank der staatlichen KfW-Förderung beim Einbau einer umweltfreundlichen Wärmepumpe, wenn du damit eine Öl- oder Gasheizung ersetzt, kannst du die Anschaffungskosten deutlich senken. Aktuell (Stand: Januar 2026) gibt es nach wie vor attraktive Zuschüsse vom Staat für den Einbau einer Wärmepumpe, auch wenn das Gesetz zur Förderung 2026 angepasst werden könnte. Hauseigentümer:innen können mit der Kombination aus mehreren Boni maximal 70 % der förderfähigen Gesamtkosten in Höhe von 30.000 Euro als KfW-Zuschuss bekommen. Besonders attraktiv ist der Klima­geschwindig­keits­bonus in Höhe von 20 %, der einkommensunabhängig die Anschaffungskosten deutlich senkt.

Mehr zur Heizungsförderung

Einfluss auf Kosten: Achte auf Genehmigungspflichten bei Wärmepumpen.

Grundsätzlich nicht genehmigungspflichtig sind Luft-Wärmepumpen. Anders sieht es aus, wenn für eine Wärmepumpe tiefere Erdbohrungen im Garten durchgeführt werden müssen, also bei Erdwärmesonden und Grundwasserwärmepumpen. Das hat großen Einfluss auf die Gesamtkosten des Einbaus. Gut zu wissen für dich: Die wasserrechtlichen Genehmigungen sind in der Regel bei der unteren Wasserbehörde deines Land- bzw. Stadtkreises einzuholen.

So hoch ist der Stromverbrauch und das beeinflusst ihn.

Mit einer Wärmepumpe steigt dein Stromverbrauch ordentlich an. Aber keine Sorge, zum einen hast du ja keine Kosten mehr für Gas oder Öl, und zum anderen kannst du die Stromkosten deiner Wärmepumpe mit PV-Anlage, einem Wärmestrom-Vorteilstarif, einem separaten Stromzähler und einer Kaskadenschaltung senken. Dazu später mehr bei den Betriebskosten.

Der Stromverbrauch einer Wärmepumpe hängt besonders vom energetischen Zustand deines Gebäudes und diesen Faktoren ab:

  1. Gebäudezustand und Dämmung: Gut gedämmte Häuser (Fassade, Dach, Fenster) verlieren weniger Wärme, wodurch die Wärmepumpe weniger arbeiten muss und weniger Strom benötigt.
  2. Art der Wärmepumpe: Verschiedene Typen (Luft-Wasser, Erd-Wasser, Wasser-Wasser) haben unterschiedliche Jahresarbeitszahlen und Strombedarfe.
  3. Heizsystem: Flächenheizungen (Fußboden, Wand) arbeiten effizienter mit niedrigeren Vorlauftemperaturen als Heizkörper, was den Stromverbrauch senkt.
  4. Vorlauftemperatur: Je niedriger die Temperatur des Heizwassers ist, desto effizienter läuft die Pumpe und desto weniger Strom verbraucht sie.

Faustformel für Stromverbrauch.

Merke dir einfach folgende Faustregel: Du kannst mit einem Stromverbrauch der Wärmepumpe von 20 bis 50 kWh pro Quadratmeter und Jahr rechnen.

Jahresarbeitszahl: Indikator für Effizienz.

Eine Jahresarbeitszahl von 4 bedeutet, dass eine Wärmepumpe für die Bereitstellung von 4 kWh Wärme 1 kWh Strom benötigt (Verhältnis 1:4). Die restlichen 3 kWh werden aus der Umgebungswärme gewonnen. Je höher die JAZ, desto effizienter ist eine Wärmepumpe.

Mit Vorteilstarif Kosten senken

Betriebskosten von Wärmepumpen: Mit diesen Stellschrauben senkst du sie.

Die Betriebskosten hängen primär vom Stromverbrauch deiner Wärmepumpe ab. Welche Faktoren den beeinflussen, hast du schon gelesen. Daneben gibt es aber noch einige Einflussfaktoren, die die Betriebskosten bestimmen:

1) Energetischer Zustand des Gebäudes.

Ist eine Wärmepumpe in einem schlecht gedämmten und unsanierten Altbau im Einsatz, werden die Betriebs- bzw. Stromkosten in die Höhe schießen. Im Vorfeld sollten Haus- und Wohnungseigentümer:innen daher unbedingt einen Check machen, ob das Gebäude fürs Heizen mit einer Pumpe gut geeignet ist und ob eventuell Sanierungsmaßnahmen an Fenstern, Wänden und Dach nötig sind. Dabei hilft dir bspw. der Gebäudecheck Wärmepumpe. Mit dem Check prüfst du Räume und Heizkörper und bekommst Tipps, wie man sein Gebäude fit für die Wärmepumpe macht. Im Neubau funktionieren Wärmepumpen normal problemlos.

2) Vorteilstarif für die Wärmepumpe.

Mit einem Spezialtarif für die Wärmepumpe sparst du nochmal Geld, kombinierst du ihn auch noch mit einer PV-Anlage in deinem Zuhause, kann man die Betriebskosten der Wärmepumpe auf ein Minimum senken. Wie viel aber sparst du mit einem Wärmepumpe-Vorteilstarif? Als Faustformel kann man sagen, dass solche Tarife im Schnitt mindestens 20 % unter dem Preisniveau von Haushaltsstromtarifen liegen. Das Sparpotenzial ist also durchaus groß.

Unterschied Arbeitspreise bei Wärmepumpen- und Haushaltsstrom:

  • Haushaltsstrom (Durchschnittswert bei Bestandskunden): ca. 37 Cent/kWh (BDEW-Auswertung Januar 2026), Neukundenangebote können deutlich darunter liegen.
  • Wärmepumpenstrom: im Schnitt 20 bis teilweise 30 % günstiger als Haushaltsstrom, Verivox nannte als Arbeitspreis für Wärmepumpenstrom zuletzt 27 Cent/kWh im Bundesdurchschnitt.

Stand: 22. Januar 2026.

Preisentwicklung bei Wärmepumpenstrom seit 2020.

JahrDurchschnittlicher Wärmepumpen-Strompreis pro kWh
202023 Cent
202125 Cent
202236 Cent
202329 Cent
202427 Cent
202525 bis 28 Cent

Quelle: Verivox.

2025 lag der durchschnittliche Strompreis für Wärmepumpenstrom bei etwa 25 bis 28 Cent pro Kilowattstunde – das waren rund 30 % weniger als der durchschnittliche Preis für Haushaltsstrom, der im Jahresschnitt 2025 laut BDEW bei etwa 39 Cent pro Kilowattstunde lag.

Welche Aussage zum Heizen trifft auf dich zu?

3) Zählersituation und Netzanschluss.

Ganz entscheidend für deine laufenden Kosten ist die Anschlusssituation, also ob die Wärmepumpe über einen separaten Stromzähler im Haushalt läuft oder nicht, und ob sie als steuerbare Verbrauchseinrichtung beim Netzbetreiber angemeldet ist. Nur dann profitierst du von attraktiven Netzentgelt-Nachlässen, die sich richtig lohnen für dich (mehr dazu liest du hier).

    Vergütung für Wärmepumpen als steuerbare Verbrauchseinrichtung.

    Prozentuale Reduzierung des Arbeitspreises (Modul 2):

    Hierbei reduziert sich das Netzentgelt im Arbeitspreis deines Stromtarifs dauerhaft um 60 %. Für dieses Vergütungsmodell brauchst du einen separaten Stromzähler für die Wärmepumpe. Das Vergütungsmodul musst du selbst auswählen.

    Da sich dieses Vergütungsmodul 2 mit der Umlagebefreiung für Wärmestrom kombinieren lässt (also der KWK- und Offshore-Umlage, Umlagebefreiung nach EnFG), eignet es sich besonders für Wärmepumpen.

Um die Betriebs- und Stromkosten niedrig zu halten, sollte die Wärmepumpe also unbedingt über einen separaten Zähler und mit einem Vorteilstarif wie Wirklich Wärmepumpenstrom betrieben werden. Das ist günstiger, als wenn du sie mit einem Haushaltsstromtarif versorgst. Eine Auswertung des Fachportals TGA Fachplaner aus dem Januar 2026 zeigt, dass du so bis zu 490 Euro im Jahr im Vergleich zu einer Gasheizung an Heizkosten sparen kannst. Bedingung für das Sparpotenzial von 490 Euro im Jahr (Netzanschluss-Szenario: 2 Zähler 2024): Die Wärmepumpe wird mit einem separaten Zähler betrieben und ist als steuerbare Verbrauchseinrichtung gemeldet, kann also temporär gedrosselt werden.

Wärmepumpe vs. Erdgas: Am meisten Kostenvorteile mit zwei Zählern.

Zählersituation WärmepumpeKosten pro JahrKostenvorteil pro Jahr ggü. Gasheizung
1 Zähler 20231.650 Euro-90 Euro
2 Zähler 20231.114 Euro447 Euro
1 Zähler 20241.466 Euro95 Euro
2 Zähler 20241.071 Euro490 Euro
Erdgas1.560 Euro

Quelle: Analyse von TGA Fachplaner, Stand: 20. Januar 2026.

Vergleichsbasis ist ein Referenzgebäude mit einem Nutzwärmebedarf von 18.600 kWh/a. Der Nutzwärmebedarf wird entweder mit einer Gasheizung mit einem guten Jahresnutzungsgrad von 0,93 (bezogen auf den Brennwert) und dann einem Gasbezug von 20.000 kWh/a oder von einer Wärmepumpe mit einer Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,0 bzw. 3,3 und mit einem Strombezug von 6200 kWh/a bzw. 5636 kWh/a bereitgestellt. Die JAZ von 3,0 wird für die 2023-Fälle und (seit Januar 2026) eine JAZ von 3,3 für ab 2024 neu installiere Wärmepumpen angenommen.

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4) Wärmepumpe vom CO2-Preis befreit.

Der CO2-Preis beeinflusst die Betriebskosten deiner Wärmepumpe nur indirekt. Denn natürlich fällt beim Heizen mit einer elektrisch betriebenen Wärmepumpe keine CO2-Abgabe an. Wohl aber für Gas- und Ölheizungen. 2026 liegt der CO2-Preis bei 55 bis 65 Euro pro Tonne, noch 2024 waren es 45 Euro. Wenn du also bspw. von einer Gasheizung auf eine Wärmepumpe umsteigst, wirkt sich der Effekt der sinkenden Betriebskosten spürbar auf deinen Geldbeutel aus (insbesondere ab 2028 und in den Folgejahren). Für Erdgas und Heizöl wird sich die bereits stark gestiegene CO2-Steuer in den kommenden Jahren weiter erhöhen, so viel ist sicher. Wer dann mit einer klimafreundlichen Wärmepumpe heizt, profitiert von wesentlich günstigeren Betriebskosten aufgrund der CO2-Preis-Befreiung.

Alles Wichtige zum CO2-Preis

Wartungskosten: So schneidet die Wärmepumpe im Vergleich ab.

Die Wartungskosten für eine Wärmepumpe in einem Einfamilienhaus liegen laut Heizspiegel-Analyse zwischen 110 und 220 Euro. Im Schnitt betragen die Wartungskosten 140 Euro. Laut der Umfrage kostet die Wartung einer Gasheizung in einem Einfamilienhaus zwischen 80 und 220 Euro, die Kosten sind somit nahezu identisch mit denen der Wärmepumpe. Deutlich besser schneidet die Pumpe aber im Vergleich zu Öl- und Pelletheizungen ab (siehe Tabelle).

Im Vergleich zu anderen Heizarten soll der Wartungsaufwand von Wärmepumpen laut Heizspiegel deutlich geringer sein, weil weder Brennerräume gereinigt noch Abgaswerte kontrolliert werden müssen. Lediglich die mechanischen Bauteile müssen regelmäßig geprüft werden. Das wirkt sich positiv auf die Gesamtbetriebskosten aus.

Wartungskosten von Wärmepumpe, Gas-, Öl- und Pelletheizung.

HeizungstypKosten im Schnitt
Gasheizung130 Euro
Wärmepumpe140 Euro
Ölheizung160 Euro
Pelletheizung215 Euro

Stand: September 2025. Hinweis: Die genannten Wartungskosten beziehen sich auf eine Heizung im Einfamilienhaus mit 130 m2, Baujahr 1995, 4 Bewohner:innen. Die Kosten wurden durch eine Umfrage unter den Handwerker-Botschafter von co2online ermittelt und können von den aktuellen Marktpreisen abweisen.

Portrait von Ludwig.

Ludwig. | Team Wirklich

E‑Mail:  ludwig.o@polarstern-energie.de

Ludwig ist ausgebildeter Journalist und hat viele Jahre bei einem großen Medienhaus in München gearbeitet. Bei Polarstern ist er Redakteur im Marketing-Team und schreibt Artikel für das Polarstern-Magazin und Neuigkeiten für unsere Newsletter. Außerdem kümmert er sich um Events wie die Earth Hour und den Isar Cleanup.