Badezimmer Wellnessoase

Entspannung ist immer mehr ein Luxus. Dabei wird das Bad zur Wellness-Oase mit Regendusche und Handtuchwärmer oder gleich Whirlpool und Sauna. Und auch jede Menge kleiner Geräte wie Rasierer, elektrische Zahnbürste, Fön und Co. sammeln sich an. Das wirkt sich natürlich auch auf den Stromverbrauch im Badezimmer aus. Wir haben 10 Spar-Tipps für dich. Für mehr Entspannung, ohne mehr Stromverbrauch.

von Tabatha

 

Dein Energieverbrauch im Bad.

Ein Großteil des Energieverbrauchs entfällt klassischerweise auf deinen Warmwasserbedarf. Damit warmes Wasser aus der Leitung kommt, muss es vorher erhitzt werden. Eigentlich logisch. Nur vergessen wir das schnell. Dabei macht Warmwasser rund 15 % unseres Energieverbrauchs im Haushalt aus.

>>> So sparst du Warmwasser.

Doch auch der Stromverbrauch in unseren Bädern nimmt zu. Vor allem wenn du große Stromverbraucher im Bad hast oder kleinere Geräte lange und intensiv nutzt.

Mit dieser Formel kannst du den Stromverbrauch einzelner Geräte ziemlich gut berechnen:

Leistung des Gerätes in Watt x jährliche Nutzungsdauer in Stunden / 1.000 = Stromverbrauch in Kilowattstunden pro Jahr*

Um dann auf die Stromkosten pro Jahr zu kommen, musst du das Ergebnis noch mit dem Strompreis pro Kilowattstunde multiplizieren. Aktuell liegt er bundesweit bei etwa 31 Cent pro Kilowattstunde. Was verschiedene Geräte im Badezimmer so verbrauchen, haben wir uns mal genauer angesehen.

Elektrischer Handtuchwärmer.

Ein elektrischer Handtuchwärmer ist wirklich praktisch – und sorgt für kuschelweiche, warme Handtücher. Allerdings verbraucht er auch ordentlich Strom. Eine Leistung zwischen 400 und 1.000 Watt ist üblich. Im Dauerbetrieb sorgt er so für richtig hohe Stromkosten. Geht man von der typischen Heizsaison (Oktober bis März) und einem Gerät mit 500 Watt aus, das am Tag 4 Stunden heizt, kommt man schon auf 365 kWh. Bei einem Strompreis von 31 Cent bedeutet das Kosten von 113 €.

Fön und Haar-Stylingtools.

Ein typischer Fön hat eine Leistung von um die 2.000 Watt. Damit kommst du im Jahr auf etwa 61 kWh, wenn du ihn jeden Tag 5 Minuten nutzt. Bei einem Strompreis von ca. 31 Cent sind das ca. 19 € im Jahr.

Der Ferrari unter den Haar-Stylingtools, der Dyson Airwrap, liegt bei 1.300 Watt. Damit kommt er bei einer täglichen Nutzung von 10 Minuten auf 79 kWh jährlich und somit auf 24 Euro im Jahr. Viele Glätteisen und Lockenstäbe haben aber eine geringere Wattzahl. Rechne einfach mal selbst nach.

Elektrische Zahnbürste.

Bei einer elektrischen Zahnbürste kannst du von etwa 1-3 Watt Leistung ausgehen. Da es recht große Unterschiede gibt, wie häufig du sie laden musst, ist der Stromverbrauch nicht ganz so leicht zu berechnen. Allgemein gehen Schätzungen aber von 2 bis 5 € pro Jahr für eine elektrische Zahnbürste aus. Schuld ist vermutlich der Standby-Modus.

Elektrischer Rasierer.

Ein elektrischer Rasierer kann bis zu 9 Watt haben. Viele Geräte liegen aber bei um die 5 Watt. Wer sich damit 10 Minuten am Tag rasiert, verbraucht im Jahr 0,3 kWh. Das kostet nur etwa 9 Cent.

Waschmaschine & Wäschetrockner.

Vor allem in Wohnungen befinden sich oft auch Waschmaschine und Trockner im Badezimmer. Sie gehören im Haushalt zu den größten einzelnen Stromverbrauchern.

Typischerweise haben Waschmaschinen etwa 1.800 bis 3.000 Watt – abhängig von Alter und Effizienz. Rechnet man mit 2.000 Watt und 90 Minuten Nutzungszeit in der Woche, kommt man jährlich auf 156 kWh und damit auf knapp 48 Euro. Wäschst du doppelt so viel, sind natürlich auch die Kosten doppelt so hoch. Hier gibt es also viel Spielraum.

Beim Wäschetrockner gehen wir von etwa 3.000 Watt aus (auch hier hängt es natürlich stark vom Modell ab). Damit landest du bei 2 Stunden in der Woche jährlich bei einem Stromverbrauch von 312 kWh. Das sind Kosten in Höhe von etwa 97 Euro. Ganz schön viel.

Sauna.

Okay, eine eigene Sauna ist vielleicht eher ein Sonderfall. Aber gerade in Einfamilienhäusern sind sie beliebt. Wie viel Leistung dein Saunaofen haben muss, hängt vor allem von der Größe deiner Sauna ab. Es reicht von 4,5 kW bei einer kleinen Sauna mit bis zu 6 qm. Sind es bis zu 12 qm, kommen schon mal 9 kW und mehr zusammen. Für eine Stunde Saunavergnügen fallen schnell 1,40 Euro bis 2,80 Euro an. Auf’s Jahr gerechnet kommen da schnell über 100 Euro zusammen.

Übrigens: Stromsparen und das Klima schützen geht auch mit dem Wechsel zu echtem Ökostrom.

Unseren Tarifrechner ausprobieren.

 

Unsere 10 Stromspartipps fürs Bad.

1. Lass die Haare im Sommer an der Luft trocknen.

Kennst du das? Du willst im Sommer deine Haare föhnen und es ist so warm, dass du nicht weißt, ob die Strähne vor Nässe oder Schweiß in deinem Gesicht klebt. Lass den Föhn einfach mal weg. Draußen an der frischen Luft oder am Balkon trocknen deine Haare meistens echt schnell und du ersparst ihnen auch die direkte heiße Luft.

2. Nutze seltener Hitzestylings für deine Haare.

Tu deiner Stromrechnung und deinem Frisör einen Gefallen und glätte/locke deine Haare nicht täglich. Wenn du momentan noch im Lockdown bist, musst du sowieso nicht die Top-Frisur vorweisen und auch generell kannst du so etwas Strom sparen.

Wenn du die Geräte nutzt, denk daran, sie erst kurz vorher anzustecken und danach gleich wieder auszustecken und eben nicht ewig in der Steckdose hängen zu lassen.

3. Nimm LEDs statt Halogenlampen für deine Beleuchtung im Bad.

Am energiesparendsten bei der Beleuchtung sind LED-Lampen. Sie liegen sogar vor sogenannten Energiesparlampen. Seltsam, aber wirklich wahr. Versichere dich deshalb, dass du auch im Bad auf LEDs setzt.

>>> Mehr darüber, was du bei deiner Beleuchtung beachten solltest, liest du hier.

4. Bye, bye, Standby: Schalte Rasierer und elektrische Zahnbürste aus.

Du hast schon oben in den Berechnungen gesehen, dass Rasierer und elektrische Zahnbürste nicht die riesigen Stromverbraucher sind. ABER: Kleinvieh macht auch Mist. Lass deine Geräte deshalb nicht andauernd eingesteckt, sondern räum den Kabelsalat nach dem Aufladen wieder in die Schublade.

Und vielleicht ist ja auch eine Nassrasur das Richtige für dich? Da verbrauchst du gar keinen Strom mehr.

5. Nutze Solarenergie zum Duschen, wenn du einen Garten hast.

Mal ein ganz spezieller Tipp: Die Solardusche. Du kannst sie im Garten aufstellen und sie gewinnt Wärme aus den natürlichen Sonnenstrahlen – komplett kostenlos. Mit dem erwärmten Wasser kannst du dann draußen (eventuell mit Sichtschutz) duschen und so Warmwasser sparen. Okay, vielleicht eher was für den Sommer oder echt Hartgesottene.

>>> Mehr Tipps, um Warmwasser zu sparen.

6. Trockne deine Wäsche an der Leine.

Ganz ehrlich: Im Sommer trocknet die Wäsche an der Wäscheleine schon innerhalb weniger Stunden. Dafür brauchst du keinen Trockner anschmeißen und sparst so ordentlich Strom und CO2. Denn wie du gesehen hast, verbrauchen Wäschetrockner so einiges an Strom.

>>> Wir haben natürlich auch allgemeine Stromspartipps für dein Zuhause.

7. Wähle bei der Waschmaschine eine hohe Drehzahl.

Eigentlich total simpel: Kommt deine Wäsche noch triefend nass aus der Waschmaschine in den Trockner, hat dieser mehr Arbeit. Das vermeidest du, indem du eine höhere Schleuderdrehzahl einstellst und die Wäsche so schon etwas vortrocknest. Dazu rät auch das Umweltbundesamt. Natürlich macht das nur dann Sinn, wenn du eine Waschmaschine UND einen Trockner nutzt.

8. Wasche deine Wäsche bewusster.

Indem du die Temperatur für deine Wäsche senkst und/oder den Eco-Modus an deiner Waschmaschine nutzt, sparst du Energie. Für normale Wäsche reichen übrigens schon 30 Grad. Warte mit dem Waschen, bis du wirklich viel Wäsche hast, damit sich der Waschgang auch lohnt. Und viele Kleidungsstücke wie Jeans kannst du locker 5- bis 10-mal tragen, bevor du sie in die Maschine schmeißt.

Wichtig ist außerdem die Effizienz deines Gerätes. Das EU-Energielabel wurde im März 2021 für Waschmaschine und kombinierte Trockner überarbeitet. Ab 2024 sollen auch Trockner folgen. Trotzdem ist der Neukauf nicht immer lohnenswert:

>>> Wann du aus Energieeffizienzgründen ein neues Gerät anschaffen solltest.

9. Behalte deinen Warmwasserverbrauch im Blick.

Wenn das Warmwasser bei dir mit Strom erhitzt wird, kann auch das ein Faktor für einen hohen Stromverbrauch im Bad sein. Nutze es daher mit Bedacht und verschwende warmes Wasser nicht. Wir denken da konkret an den laufenden Wasserhahn beim Zähneputzen. Na, ertappt?

>>> Weitere Tipps zum Warmwasser sparen findest du hier.

10. Hinterfrage Wellness-Geräte im Bad.

Im Bad kann man zusätzlichen zu den typischen Geräten noch einiges an Strom mit Gesichtssolarien, Whirlpool-Matten für Badewannen und Fuß-Sprudelbädern verbrauchen. Sind sie nur Spielerei oder nutzt du sie wirklich und bringen sie dir mehr Entspannung? Zögerst du mit der Antwort, dann überlege, ob du dir das Geld lieber sparst und dir damit mal ein richtiges Wellness-Wochenende gönnst.

Bonus: So sparst du Heizenergie im Bad.

Energie ist nicht nur Strom. Auch beim Heizen gibt es ein paar Dinge, um zu sparen, etwa die richtige Temperatur. Heizen solltest du außerdem nur, wenn du das Bad gerade wirklich nutzt; nicht den ganzen Tag lang. Ein smartes oder programmierbares Thermostat hilft dabei.

>>> Zu unseren Heiztipps geht es hier.

Noch ein Tipp: Gut lüften solltest du jeden Raum, doch im Bad gilt das ganz besonders. Gerade nach dem Duschen hängt ziemlich viel Feuchtigkeit in der Luft. Am besten machst du Fenster und Türen ganz auf und lüftest ordentlich durch. Gekippte Fenster bringen herzlich wenig.

Unseren Tarifrechner ausprobieren.

 

Versteckter Stromverbrauch im Bad.

In vielen Fällen wird zur Herstellung der Geräte und Produkte mehr Energie benötigt als in der Nutzungsphase. Auch sind viele Produkte in Plastik verpackt oder enthalten bedenkliche Inhaltsstoffe.

Google einfach mal “plastikfreies Badezimmer” und du findest eine Menge nachhaltiger Anregungen. Es gibt inzwischen nicht nur umweltfreundliche Waschmittel und Weichspüler, sondern auch plastikfreie Zahnbürsten aus Bambus und anderen Naturmaterialien, feste Seife für Körper und Haare und wiederverwendbare Wattepads.

Wiederverwendbare Wattepads
Wiederverwendbare Wattepads machen dein Bad nachhaltiger. Du kannst sie einfach waschen und viele Male verwenden.

Und überall, wo du um Plastikverpackungen nicht herumkommst, überlege dir eine Zweitverwendung. Die Plastikverpackung des Toilettenpapiers eignet sich zum Beispiel als Mülltüte, während Sprühflaschen für das Bewässern von Pflanzen wiederverwendet werden können. Eine Option sind auch nachhaltige Wasch- und Putzmittel in Form von Brausetabletten, die plastikfrei verpackt sind und erst in Wasser aufgelöst ihre Wirkung entfalten.

 

Der Basic-Tipp schlechthin: Ökostrom.

Strom sparen geht immer. Auf Null wirst du deinen Stromverbrauch allerdings nie senken können. Musst du auch nicht. Deine CO2-Emissionen für den Energieverbrauch kannst du nämlich superleicht quasi auf Null setzen. Wie das geht? Mit dem Wechsel zu echtem Ökostrom – etwa von Polarstern.

>>> Das geht in nur 5 Minuten – jederzeit Mit dem Onlineformular.

Sogar auf deine Stromkosten kann sich der Wechsel positiv auswirken. Die Grundversorgung ist nämlich oft teurer als Ökostrom-Tarife. Du willst wissen, was dich Ökostrom ganz konkret kostet? Dann probier‘ doch mal unseren Tarifrechner aus. Wenn dir gefällt, was du siehst, kannst du dort auch direkt wechseln:

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Und wir bedanken uns mit 20 Euro. Schnapp dir jemanden, der auch zu wirklich besserer Energie wechseln möchte – und ihr bekommt beide 20 Euro auf eure nächste Stromrechnung gutgeschrieben. Gemeinsam verändern wir mehr!

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