Warmwasser sparen: 8 Tipps mit denen du Wasser und somit Energie sparen kannst

Es ist so einfach: Mit diesen 8 Tipps für den Alltag sparst du Warmwasser und damit Energie. Los geht's schon bei der morgendlichen Dusche!

So kann man Warmwasser sparen:

Unsere Elektrogeräte werden immer energieeffizienter, doch gleichzeitig steigt unser Warmwasserverbrauch an. Im Vergleich zu 2010 ist der Verbrauch sogar um knapp 12 % gestiegen. Wer also bewusst Wasser verbraucht, der spart Geld und setzt Ressourcen effizienter ein. 

 

Warmwasser macht ca. 14 % des Energieverbrauchs in Haushalten aus.

Der Durchschnittsdeutsche verbraucht 123 Liter Wasser pro Tag (Quelle: BDEW). Der größte Anteil davon entfällt auf die Körperpflege (Baden, Duschen, etc.). Hinzu kommt der steigende sogenannte virtuelle Verbrauch. Das ist der Wasserfußabdruck, den wir oft unbewusst hinterlassen. Fast alle Produkte verbrauchen während ihrer Herstellung enorm viel Wasser: Eine Jeans ist mit 8.000 Litern, eine Tasse Kaffee (mit 7g pro Tasse) mit etwa 140 Litern Wasser dabei. Ganz schön viel. Beim Warmwasser kann man also wirklich sparen. Aber wie genau funktioniert das? Wir haben die 8 besten Tipps, wie du im Haushalt sinnvoll Wasser sparen kannst. 

 

Wie viel Energie kann ich sparen?

Je nach Art des Hauses verhält sich auch der Warmwasserbedarf unterschiedlich: Im Altbau liegt der Anteil von Warmwasser am Energieverbrauch bei knapp 10 %, bei modernen Passivhäusern bei bis zu 50 %. Deshalb ist das Sparen von Warmwasser vor allem bei modernen, gut gedämmten Gebäuden deutlich zu spüren. Dies liegt an der Höhe des Gesamtenergieverbrauchs und dem hohen Anteil des Heizens in Altbauten. Wer also in einem energieeffizienten Passivhaus wohnt und damit wenig Energie fürs Heizen benötigt, sollte auch seinen Warmwasserverbrauch im Blick haben.

 

1. Tipp: Sei ein Warmduscher.

Wer es mit der Hitze nicht übertreibt, spart Geld. 5 Grad weniger Wassertemperatur sparen schon 10 % der Energie, die für die Warmwasseraufbereitung benötigt werden würde. Ein Dreipersonenhaushalt kann durchschnittlich 645 kWh (Quelle: Universität Bamberg) Wärmeenergie pro Jahr sparen, wenn er warmes Wasser bewusster verbraucht. Der Wert entspricht ungefähr dem Stromverbrauch, der pro Jahr für Handy, Computer, Fernseher und sonstige Geräte dieser Art anfällt. Du möchtest genau wissen, wieviel Energie du beim Duschen verbrauchst? Wir haben schonmal einen tollen smarten Wasserzähler für dich getestet, mit dem du dein Duschverhalten bestimmt gerne ändern wirst.

 

2. Tipp: Dreh den Hahn zu.

Warum beim Zähneputzen nebenbei warmes Wasser laufen muss, bleibt das Geheimnis von Mitbewohnern. Sag ihnen trotzdem, dass sie den Hahn abdrehen sollen, während sie putzen – auch wenn es sie nervt. Mit speziellen Armaturen kommt automatisch weniger Wasser aus dem Hahn, der Wasser- und Stromverbrauch kann so ganz unbemerkt reduziert werden.

 

3. Tipp: Wasch dir kalt die Hände.

Seife killt 99,9% aller Keime und Bakterien, egal bei welcher Wassertemperatur. Damit kannst du deinen Warmwasserverbrauch zumindest ein bisschen senken. Kleinvieh macht ja bekanntlich auch Mist.

 

4. Tipp: Dusche kurz.

Eine heiße Badewanne braucht ca. 150 Liter warmes Wasser. Zum Vergleich: Eine warme Dusche, die 5 Minuten dauert, kommt mit 60 Litern Wasser aus. Eine Minute kürzer duschen verbraucht also bereits fast ein Viertel weniger Energie für die Warmwasseraufbereitung. Aber Achtung: 10 Minuten Duschen mit hohem Wasserdruck kann den Verbrauch eines Bades sogar übertreffen. Ausnahmen darf es aber trotzdem geben - weil's so schön ist.  

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5. Tipp: Entkalke.

Tropfende Wasserhähne sind Folter und verschwenden hunderte Liter Wasser im Jahr. Dieses Video verrät, wie du deinen Wasserhahn entkalkst. Du kannst ganz einfach selber Entkalker herstellen. Mische einfach Essigessenz und Wasser in Verhältnis Eins zu Zwei, fertig.

 

6. Tipp: Wisch kalt.

Im Haushalt warmes Wasser sparen ist sinnvoll und geht einfach. Zum Boden Wischen reicht kaltes Wasser. Mittlerweile weiß man, dass es sogar besser ist als heißes, denn Warmwasser hinterlässt oft Streifen, weil es sich nicht mit der chemischen Zusammensetzung der Putzmittel verträgt.

 

7. Tipp: Dusch mit Sparduschkopf.

Auch hier lohnt sich die Anschaffung einer energiesparenden Armatur, mit der du automatisch weniger Energie und warmes Wasser verbrauchst. Mit einem Sparduschkopf (gibt’s schon ab 20 Euro) duscht du nur mit deinem halben Wasserverbrauch. Und wenn du nicht weißt, welchen Sparduschkopf du nehmen sollst, nimm den mit dem „WELL“-Label, das ist das europäische Gütesiegel für Wassereffizienz.

 

8. Tipp: Wasch mit kaltem Wasser.

Wäsche wird meistens schon bei niedrigeren Temperaturen um die 30 Grad sauber. Indem du die Temperatur bei deiner Waschmaschine runterdrehst, sparst du warmes Wasser und im Vergleich zu 40 Grad zwei Drittel des Stromverbrauchs. Moderne Waschmaschinen bieten meist einen Eco- oder Automatikmodus um Energie zu sparen. Der Vorteil: Sensoren messen den Verschmutzungsgrad und regulieren Temperatur und Waschmittelzugabe automatisch. So sparst du beim Waschen jedes Mal warmes Wasser und Strom.

 

Bonustipp: Hol dir bessere Wärme.

Nicht vergessen: Selbst wenn du Wasser sparst, nutzt du wertvolle Ressourcen zur Erwärmung des Wassers. Achte darauf, dass es erneuerbare Ressourcen sind. Erhitzt du dein Warmwasser mit Gas, reduzierst du mit Wirklich Ökogas von Polarstern deine CO2-Emissionen. Denn Wirklich Ökogas stammt zu 100 % aus organischen Reststoffen.

Was für nachhaltige Alternativen zur Warmwassererzeugung gibt es noch? Wer ein eigenes Haus hat, kann beispielsweise in Solarthermie investieren. Eine Solarthermieanlage wärmt das Wasser mit Hilfe der Sonnenenergie auf dem Dach. Eine weitere Möglichkeit, warmes Wasser zu bekommen, stellt zum Beispiel die Brauchwasserwärmepumpe dar. Sie benötigt Strom, um dein Warmwasser zu erzeugen. Hierfür also am besten echten Ökostrom beziehen, wie unser Wirklich Ökostrom.

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