Was jeder über Licht wissen sollte | Polarstern
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Was jeder über Licht wissen sollte

Lang, lang ist’s her, da gab’s mal einen Blog zur Energiesparlampe. Erinnert Ihr Euch? Das Thema Licht hat die Gemüter bewegt – zur Recht, ist doch im Zuge der erzwungenen Umstellung auf Energiesparlampen vieles unklar und vieles ungut gelaufen. Daher habe ich mich neulich mit einem Freund, seines Zeichens Lichtgestalter, zusammengesetzt und für Euch versucht – verzeiht mir diesen müden Scherz – Licht ins Dunkel zu bringen. Denn um was geht es wirklich, wenn wir von „gutem“ oder „schlechtem“ Licht sprechen? Auf was sollten wir bei unserer Beleuchtung achten?

Kerzenlicht Beleuchtung

Achtung, Lichtverschmutzung!

Wer sich mit Licht beschäftigt, der kommt auch an Lichtverschmutzung nicht vorbei. Darunter fällt einerseits die komplette Überbelichtung ganzer Städte, andererseits die Verwendung von schlechtem Licht. Beides ist ein akutes Problem. Denn bei der Verschwendung von Licht  ist es ähnlich wie bei Autos: Sie werden zwar sparsamer, aber gleichzeitig immer mehr. Beim Licht bedeutet das: Der Energieverbrauch der Lampen nimmt dank der neuen Technologien zwar ab, aber der Verbrauch steigt dennoch, da plötzlich mehr, ja zu viel Licht eingesetzt wird. Dabei ist Licht nur da wirklich schön, wo noch Platz für Schatten ist und Konturen erkennbar sind. Was den zweiten Punkt der Lichtverschmutzung, die Verwendung von schlechtem Licht angeht, geht diese auf’s Konto all der misslungenen Alternativen zur klassischen Glühbirne, die ein grässliches Farbspektrum haben – allen voran die Energiesparlampe.

Kerzenlicht Beleuchtung

Gutes Licht, schlechtes Licht

Bevor wir auf die näher eingehen, erst mal ganz grundsätzlich: Was ist gutes Licht? Und was schlechtes Licht? Gutes Licht betreffend muss man verschiedene Situationen unterscheiden: Licht am Arbeitsplatz sollte hell und klar sein, nicht einschläfern (lieber nicht...) und daher am besten etwas kühler sein (4000-6000K). Weil auch Schatten beim Arbeiten eher stören, darf die Lichtquelle gerne etwas diffuser sein. Dann werden die Übergänge weicher. In den meisten andern Fällen jenseits des Schreibtisches sollte die Lichtfarbe aber lieber wärmer sein (2500-4000K) und das Licht nicht so breiig. Gutes Licht hat Konturen. Gutes Licht kann man durchschreiten. Gutes Licht wirft Schatten. Raumplanerisch darf die Lichtquelle also ruhig in der Ecke sein. Das Auge passt sich an die Beleuchtung an, muss sich weiten oder verengen, wenn man den Raum durchschreitet. Gutes Licht ist punktuelles, gerichtetes Licht (Strahler), das die wesentlichen Dinge akzentuiert und die unwesentlichen im Schatten verschwinden lässt. Ein Beispiel: Die ideale Tischbeleuchtung leuchtet die Tischfläche aus, doch die Gesichter bekommen kein direktes Licht ab. Der Rest des Raumes hüllt sich in Dunkelheit. Schlechtes Licht dagegen ist zu hell oder zu dunkel, blendet, hat eine schlechte Lichtfarbe und eine schlechte Farbwiedergabe (mehr dazu unter den Kauftipps...).

Energiesparen Kerzenlicht

Problemfall: Energiesparlampe

Wie auch schon im letzten Blogeintrag zur Energiesparlampe angedeutet, gibt es eine ganzen Haufen von Problemen in Bezug auf Energiesparlampen. Ein wichtiger Punkt ist dabei die direkte Auswirkung der Energiesparlampen auf die Psyche des Menschen. Während Glüh- und Halogenlampen eine homogene Farbverteilung haben, in der alle Farben ausgewogen und relativ naturnah vorkommen, ist das Lichtspektrum von Energiesparlampen unausgeglichen und naturfremd. Einige wenige Farbanteile sind stark vertreten, darunter Blau und Grünanteile, andere sind ganz vernachlässigt, vor allem warme Farbtöne. Und unser Körper merkt das! Das Licht von Energiesparlampen macht unruhig und nervös. Abends wird unter Einfluss von derartigem Licht der Melatoninhaushalt gestört (Melatonin ist das Schlafhormon das den Tag-Nacht-Rhytmus steuert.) Wer abends Energiesparen und trotzdem bald schlafen können möchte, sollte also lieber gedämpftes, warmes Licht anmachen. Das heißt: eine Kerze anzünden.

Beleuchtung Konzert

Worauf solle man beim Lampenkauf achten?

Generell gilt: Gutes Licht hat ein ausgeglichenes Farbspektrum. Alle Farben werden gleichmäßig dargestellt. Dabei spricht man vom sogenannten Color Rendering Index (CRI), dem Farbwiedergabeindex, der auf der Lampenpackung ausgezeichnet ist und möglichst hoch sein sollte. Je höher er ist, desto besser kann man Farben unterscheiden. Klassische Glühbirnen haben einen CRI von 100, Leuchtstoffröhren teils nur 70, gute LED-Lampen dagegen bereits einen über 85 (Tendenz steigend). Wenn ich mir sicher bin, dass das Leuchtmittel in meine Leuchte passt (!!), achte ich also auf einen möglichst hohen CRI – und die Lichtfarbe. Die Lichtfarbe wird in Grad Kelvin angegeben und stellt einen Verlauf von rot über gelb bis weiß dar. Bei einem Wert von unter 3000K spricht man von warmweiß. Typisch: die Glühlampe, mit ihrem gemütlichen Licht. Über 5000K spricht man von Tageslicht. Das ist anregendes Licht. Unser Lampen-Kauftipp: Fast immer tun uns 3000K besser und nur am Arbeitsplatz müssen auch eventuell mal 4000K sein.

Wir finden es zudem sinnvoll, Leuchtstoffröhren oder Energiesparlampen generell zu vermeiden und stattdessen lieber Halogenlampen zu kaufen. Auch sogenannte LED-Retrofit-Leuchtmittel werden langsam interessant. Das sind Leuchtmittel mit LED-Lichtquelle, die in klassische Fassungen eingesetzt werden können, wie beispielsweise einem E27 Schraubsockel der klassischen Glühbirne. Sie sind zwar noch recht teuer haben, aber eine sehr hohe und zuverlässige Lebensdauer sowie einen sehr geringen Stromverbrauch. Ihre Lichtqualität (Lichtfarbe und Farbwiedergabe) wird zudem auch immer besser und, ganz wichtig, die Ökobilanz der LED-Lampen ist richtig gut.

LED Beleuchtung

Die gute Lampe

Lasst uns kurz träumen. Was wäre die ideale Lampe? Zu allererst muss die Lampe ein gutes, angenehmes Licht machen. Dieses Licht ist nicht nur dimmbar, sondern auch ihr Farbton lässt sich stufenlos zwischen warmweiß und kaltweiß einstellen. Eine Funktion, die heutzutage durchaus schon möglich wäre! Natürlich ist auch ihre Farbwiedergabe sehr hoch. Dann erscheinen alle von ihr angestrahlten Farbtöne sehr hell und natürlich. Diese perfekte Lampe ist durch ihr gerichtetes Licht flexibel einsetzbar, blendet aber nie. Sogar ihr Ausstrahlungswinkel und seine Richtung kann verändert werden. Die Lampe verbraucht kaum Strom und die Übertragung Strom zu Lampe erfolgt – selbstverständlich – ohne Kabel. Und versorgt wird sie natürlich mit Polarstern-Strom aus München. Geschaltet wird die Beleuchtung dann berührungslos über Sensoren, zum Beispiel über Bewegungsmelder. Die Lampe ist ganz federleicht, sie schwebt. Sie nicht nur sehr dezent, sondern komplett immateriell. Im Grunde ist sie, ganz einfach, nur Licht.

Vielen, vielen Dank an Basti für das Gespräch! Den Input! Deinen Mut zur Meinung!

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