Nicht-elektronische Musik | Polarstern
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Nicht-elektronische Musik

Es gibt Tage, an denen würde ich ohne Musik sterben. Vom Fleck weg. An solchen Tagen  bleiben die Kopfhörer fest auf meinen Ohren und der Stecker meines Laptop in der Steckdose. Manchmal muss das eben sein. Mein Umfeld betrachtet, ist dieses mein Bedürfnis auch vollkommen normal. Sorge bereitet mir in diesem Zusammenhang etwas anderes: das Stromhandelssystem in Deutschland. In diesem Zusammenhang? Ja genau. Denn das Zusammenwirken von Energiehändlern und Bundesnetzagentur verursachte während der extremen Kälte Anfang Februar kurzfristig akute Stromknappheit in Deutschland.1 Wir standen kurz vor einem Stromausfall, einem Blackout!! Dunkel wäre es in Deutschland geworden, stockdunkel, sehr kalt – und vor allem: sehr still. Keine Musik mehr. Oh Gott.

Vorbereitung auf einen Stromausfall

Da sich das System nicht von heute auf morgen ändern wird, bereite ich mich lieber schon einmal darauf vor, dass es wirklich zu einem längeren Stromausfall kommen könnte. Natürlich könnte ich dann selbst zum Instrument greifen. Nein, lieber nicht. Aber Zugang zu Schallplatten hätte ich. Denn nachdem ohnehin die Produktion einst legendärer Plattenspieler aufgrund zu geringer Nachfrage (for the record: ich frage hiermit nach!!) eingestellt wurde, bin ich begeistert von Livias Idee: Sie dreht das Rad der Zeit zurück – ins goldene Zeitalter des Grammophon!

Das drehte seine Schelllackplatten mechanisch und nicht elektrisch, angetrieben von einem eingebauten Federwerk. Das wurde wie bei einer mechanischen Armbanduhr per Hand, per Kurbel aufgezogen. Livia reduziert das Grammophon noch weiter. Sie dreht die Platte gleich selbst. Ganz erstaunlich, dass das funktioniert. Ich bin erleichtert. Grammophon 2.0, ich will dich.

Das ist die kurzfristige Lösung. Langfristig brauchen wir um Stromausfälle zu vermeiden ein besser durchdachtes Stromhandelssystem!

Und den Energiehändlern rufe ich zu: Erst wenn der letzte Strom verzockt, die letzte Kilowattstunde verbraucht und das letzte Licht ausgegangen ist, dann werdet ihr die Kapelle hören, die zu eurem Untergang spielt. Und ich tanze.

Bild (oben): 32bitmachine

 

Die Bundesnetzagentur hilft, zahlen müssen die Verbraucher

1Fußnote für Strom-Nerds:
Aufgrund enormer Nachfrage – es war kalt, alle wollten heizen – stieg der Strompreis am 6. und 7. Februar an der Strombörse kurzfristig deutlich an. Die Kilowattstunde kostete etwa das Siebenfache von ihrem sonst üblichen Preis. So beschlossen die obersten Stromhändler, die sogenannten Bilanzkreisverantwortlichen, an diesen Tagen absichtlich weniger Strom, als ihre Kunden benötigen würden, an der Börse zu kaufen und lieber auf (deutlich billigeren) Regelstrom zurückzugreifen. Das ist sozusagen der "Reservestrom" Deutschlands, der für den Notfall (plötzliche Kraftwerksausfälle) zurückgehalten wird. Regelstrom ist nicht für den normalen Verbrauch gedacht und sein Preis gesetzlich fixiert. Auf einem unter normalen Umständen relativ hohem Niveau. Aber an diesen kalten Tagen im Februar wurde der Regelstrom plötzlich zum Schnäppchen! Die Energiehändler ließen sich lieber von der Bundesnetzagentur, die für die Verteilung des Regelstrom verantwortlich ist, kostenpflichtig aus der selbst verschuldeten Patsche helfen, als die teuren Strombörsenpreise zu bezahlen. Ihr Profit blieb so auch an diesen zwei Tagen hoch – das Risiko eines Stromausfalls trugen die deutschen Stromkunden. Denn aufgrund der hohen Nachfrage kam es zu "erheblichen, über mehrere Stunden andauernde Unterdeckungen", so die Bundesnetzagentur. Absolut unverantwortlich! – wenn auch im momentanen Stromhandelssystem leider möglich.

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