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Gemeinwohl-Ökonomie: Polarstern ist der erste Energieversorger mit Gemeinwohl-Bilanz

Die Gemeinwohl-Ökonomie ist eine europäische Bewegung für eine faire, soziale und nachhaltige Wirtschaftskultur. Erfolg wird am Nutzen für das Gemeinwohl gemessen. Polarstern hat sich evaluieren – und zertifizieren lassen.

Vor Jahren habe ich mal einen ganz heißen Tipp bekommen – einen Börsentipp. „Das Unternehmen ist total unterbewertet, allein das Anlagevermögen übersteigt den derzeitigen Börsenwert, wenn ich gerade Geld hätte würde ich selber investieren…“. Ein halbes Jahr später war das Unternehmen pleite. Wenn ich heute auf meinen damaligen Aktienkauf zurückblicke, dann komme ich mir reichlich blöd vor. Erstens war es mir damals total egal, womit das Unternehmen sein Geld verdiente (Immobilien) und zweitens hatte ich mich überhaupt nicht richtig informiert über die wirtschaftliche Situation der Firma. Ein Blick in die Bilanz hätte da vielleicht schon geholfen. Oder besser gesagt, der Blick eines geschulten Auges (nicht meins) hätte da bestimmt geholfen. Sind wir nämlich mal ehrlich, Firmenbilanzen interessieren meistens nur Leute die mit diesem Wissen wiederum Geld verdienen.

"Einen extra Urlaubstag im Jahr kann jeder Mitarbeiter freinehmen, um ehrenamtlich tätig zu werden." (Aus dem Gemeinwohl-Bericht)

Unser Bilanzziel: Sinn

Bei Polarstern haben wir nun eine Bilanz vorgelegt, mit der wir diese These widerlegen wollen. Wir haben nicht im klassisch ökonomischen Sinne bilanziert, sondern bezüglich des Sinns unseres ökonomischen Handelns. Das heißt wir wollen nicht Investoren anlocken, sondern unseren Kunden und Interessierten offenlegen, wie es ökologisch und sozial um die Arbeit von Polarstern steht. Wirtschaftlicher Profit war für uns noch nie das größte Ziel unter dem Summenstrich, das hat Jakob schon einmal in einem Beitrag über die Social Economy erläutert. Kurz zusammengefasst: Das oberste Ziel von Polarstern und Sinn unserer Arbeit ist, mit wirtschaftlichem Handeln die gesellschaftliche Herausforderung einer zukunftsfähigen Energieversorgung weltweit anzugehen.

"Unser Ziel war und ist es, sinnstiftende Arbeitsplätze mit hohem inhaltlichem Anspruch anzubieten. Vor diesem Hintergrund lehnen wir eine Philosophie á la „Das Leben beginnt nach der Arbeit“ vollständig ab. Arbeitszeit soll sinnvoll ausgefüllte Lebenszeit sein und mehr als reiner Gelderwerb." (Aus dem Gemeinwohl-Bericht)

Polarstern: der erste Gemeinwohl-Ökonomie zertifizierte Energieversorger

Jeder, der sich  zum Jahreswechsel schon mal Vorsätze zurechtgelegt hat, weiß, dass Vorhaben und Umsetzung zwei Paar Schuhe sind. Deshalb haben wir unsere gesamte unternehmerische Tätigkeit nun in einem Bilanzierungsverfahren der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) auf den Prüfstand gestellt. Unsere Produkte lassen wir schon von Magazinen wie ÖKO-Test überprüfen und schneiden dabei regelmäßig „sehr gut“ (2013, 2014, 2015) ab. Da Produkte aber nur der nach außen sichtbare Teil von unternehmerischem Handeln sind, wollten wir einen Schritt weiter gehen. Als erster bundesweit aktiver Energieversorger haben wir deshalb eine GWÖ-Bilanz erstellt.

Wirtschaft muss dem Gemeinwohl dienen

Die Gemeinwohl-Ökonomie ist eine junge Bewegung, welche den Zweck des Wirtschaftens und die Beurteilung von Unternehmenserfolg an Gemeinwohl orientierten Werten festmacht. Große Worte für etwas, das doch so selbstverständlich scheint: Unternehmerisches Handeln soll nicht den Interessen Einzelner sondern dem Wohl Aller dienen. In Österreich entstanden, hat sich die Gemeinwohl-Ökonomie mittlerweile in zahlreiche Länder ausgedehnt und wird von knapp 2.000 Unternehmen unterstützt.

"Polarstern ist mit dem Anspruch angetreten, der Energie ihren Wert zurückzugeben. Wir grenzen uns bewusst von der teilweise verbreiteten Ansicht, Ökostrom sei unendlich verfügbar, ab. Auch Ökostrom verbraucht in seiner Erzeugung Ressourcen." (Aus dem Gemeinwohl-Bericht)

Veränderung geht nicht allein

Für die erste Gemeinwohl-Ökonomie-Bilanz Polarsterns haben wir ein sogenanntes Peer-Group-Verfahren gewählt. Das heißt, dass wir uns über mehrere Monate hinweg mit wahren Branchenpionieren in einer Gruppe gegenseitig kritisch durchleuchtet haben:

Impact Hub München – Arbeitsraum, Community und Ideenschmiede, an dem das Unternehmertum der Zukunft entwickelt wird. 

Kartoffelkombinat – eine genossenschaftliche, solidarische Landwirtschaft, welche ohne Profitstreben Menschen regional mit bestmöglichen Lebensmitteln versorgt

Talents4Good – die erste Personalvermittlung spezialisiert auf Jobs mit gesellschaftlicher Wirkung.

Polarstern wird für alle nachvollziehbar

Das Resultat zahlreicher Sitzungen und noch viel zahlreicher Bio-Limonaden und –Biere ist die erste Gemeinwohl-Bilanz Polarsterns. Gegliedert nach den fünf zentralen Werten der Gemeinwohl-Ökonomie (Menschenwürde, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Solidarität und  Demokratie) wird unser Umgang mit allen unseren Berührungsgruppen (Lieferanten, Geldgeber, Mitarbeiter, Kunden, Gesellschaft und Umwelt) detailliert betrachtet und bewertet:

Wichtig war uns dabei, dass wir nicht nur Rechenschaft ablegen, sondern gleichzeitig Entwicklungspotential aufzeigen. Sowohl das Bilanzierungsverfahren als auch die anderen bilanzierenden Unternehmen haben uns vielfach Ideen aufgezeigt, wie man Gemeinwohlorientierung noch konsequenter unternehmerisch umsetzen kann. Wer gerne im Detail nachlesen möchte, wie wir hinsichtlich der „Gerechten Verteilung des Einkommens“ oder „Gesellschaftlicher Transparenz und Mitbestimmung“ abschneiden, kann dies sehr gerne in unserer ausführlichen Bilanz tun:

Gemeinwohl-Ökonomie-Bilanz von Polarstern

Besonders stolz macht uns, dass wir bereits verschiedene Unternehmen der GWÖ mit Wirklich Ökostrom und Wirklich Ökogas versorgen. Die Tatsache, dass diese Unternehmen uns als Energieversorger gewählt haben zeigt, dass wir ihren hohen Anforderungen an ein ökologisches Produkt und eine nachhaltige Unternehmensphilosophie standhalten:

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In der Schule habe ich mal gelernt, dass in Bilanzen sich die Aktiva und Passiva immer die Waage halten müssen. Ich habe den Eindruck, dass es bei einer Gemeinwohl-Bilanz auch darum geht, die Dinge im Gleichgewicht zu halten – unseren Umgang mit der Umwelt, unseren Lieferanten, Kunden, Investoren, Kollegen und der Gesellschaft. Jetzt haben wir bei Polarstern festgehalten, wie es aktuell um unser Gleichgewicht steht und wie wir es zukünftig verbessern wollen. Auch wenn ich Management-Sprüche im Allgemeinen nicht leiden kann, es stimmt wohl, „dass nur was gemessen wird, auch gesteuert werden kann“.

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