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Mit Ökogas heizen
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Warum Ökogas immer wichtiger wird – und auch dich betrifft.

Um die Energiewende steht's eigentlich ganz gut. Allerdings nur beim Strom. Der Anteil der erneuerbaren Energien lag laut Bundesnetzagentur 2025 bei 58,8 %. Dagegen schmiert die Energiewende im Wärmemarkt ab. 2024 lag hier der Anteil der Erneuerbaren laut Umweltbundesamt bei knapp 18 %.

Hoher Wärmeverbrauch.

Das ist insofern ein Problem, weil wir anteilig bei der Wärme viel mehr Energie verbrauchen als beim Strom. Pi mal Daumen gehen in den Privathaushalten rund 80 % des Energieverbrauchs fürs Heizen drauf, nur 20 % verbrauchen wir beim Strom. Für Heizen geben wir mehr Geld aus und emittieren mehr CO2.

Neue Heizungen müssen gesetzliche Vorgaben erfüllen.

Durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) dürfte hier allerdings mehr Bewegung ins Spiel kommen. Seit 2024 müssen neue Heizungen nach und nach 65 % erneuerbare Energien nutzen – zunächst in Neubauten, später auch im Bestand, verbunden mit der kommunalen Wärmeplanung.

Gasheizungen brauchen Ökogas.

Eine Gasheizung kann diese Vorgaben nur erfüllen, wenn sie mit Biogas oder grünem Wasserstoff betrieben wird. Kurz gesagt: Ohne Ökogas oder einen kompletten Technologiewechsel wie etwa den Einbau einer Wärmepumpe geht es künftig nicht mehr. Die Frage, wer die besten Ökogasanbieter sind, wird daher immer wichtiger. Doch macht es einem der Markt hierbei nicht gerade leicht. Zwar gibt es rund 1.000 Gaslieferanten im Markt, aber nur eine Handvoll davon sind echte Ökogasanbieter.

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Das macht einen guten Ökogasanbieter aus.

Ein Ökogasanbieter sollte von allen Dingen mindestens eine Sache können: echtes Ökogas anbieten. Tatsächlich ist Ökogas aber absolute Mangelware. Stattdessen dominieren Klimatarife und Mischprodukte den Markt. Also Vorsicht: Nicht überall, wo Ökogas oder Biogas draufsteht, ist auch 100 % davon drin.

Diese Ökogas-Tarife kannst du knicken.

    Klimagastarife.

    Zum Beispiel verkaufen viele Gasanbieter Ökogas in Form eines Klimatarifs. Dahinter steckt nichts anderes als fossiles Erdgas. Gasanbieter dürfen diese Tarife mit dem Öko-Präfix schmücken, weil der CO2-Schaden, der bei der Förderung, der Verbrennung und dem Transport anfällt, mit Klimaschutzprojekten kompensiert wird. Mit diesen Tarifen erreicht man mit seinem Gasanbieterwechsel jedoch wenig bis gar nichts. Der Sinn hinter dem Wechsel zu Ökogas liegt darin, dass mehr davon produziert wird. Was man bestellt, soll erzeugt und in die Netze eingespeist werden, dadurch steigen Angebot und Nachfrage. Vor allem dann, wenn der Ökogasanbieter den Ausbau der erneuerbaren Energien von sich aus fördert.

    Klimatarife sind Usus.

    Es ist ein bisschen so, als ob du ein vegetarisches Gericht bestellst und stattdessen etwas mit Fleisch bekommst, weil sich das Restaurant für den Tierschutz engagiert. Macht keinen Sinn, oder? Ein bisschen so läuft es aber bei den Klimatarifen ab: Du kriegst nicht, was du bestellst. Und leider sind diese Klimatarife absoluter Usus. Es ist ein bisschen so, als ob du ein vegetarisches Gericht bestellst und stattdessen etwas mit Fleisch bekommst, weil sich das Restaurant für den Tierschutz engagiert. Macht keinen Sinn, oder? Ein bisschen so läuft es aber bei den Klimatarifen ab: Du kriegst nicht, was du bestellst. Und leider sind diese Klimatarife absoluter Usus. In einem Marktcheck von Polarstern im Jahr 2023 waren 26 % der angebotenen ‚Ökogastarife‘ reine Klimatarife – also fossiles Gas mit Kompensation.

    Ökogastarife mit geringem Biogasanteil.

    Ein weiterer "Running Gag" im Gasmarkt – nur leider nicht lustig – ist der mickrige Biogehalt in vielen Ökogastarifen. Gasanbieter dürfen ihre Tarife Ökogas nennen, egal ob der Biogasanteil nun bei 10 % oder 100 % liegt. Für Kunden ist dies aber oft nicht ersichtlich. Schau deshalb auf der Website des Anbieters nach, wie und wo das Ökogas erzeugt wurde.

    Ökogas vom fossilen Anbieter.

    Wer einen Ökogasanbieter sucht, muss sichergehen, dass dieser Ökogas aus erneuerbaren Energien anbietet. Und: Der Ökogasanbieter sollte nicht nur Ökogas im Angebot haben, er sollte fossiles Erdgas, Klima- oder Mischtarife gar nicht erst anbieten. Denn sonst ist der Ökogastarif schön und gut, mit dem Anbieter unterstützt man aber über kurz oder lang doch wieder fossile Energien. Bei vielen Großkonzernen ist das der Fall.

Auch bei 100 % Ökogas gibt es Unterschiede.

Auch bei der Nutzung der regenerativen Quelle gibt es Unterschiede. Biogas aus Gülle ist keine gute Alternative, denn sie wird meistens von der Massentierhaltung bereitgestellt (solches Gas schließen wir zum Beispiel bei Polarstern aus). Prüf am besten direkt auf der Website des Ökogasanbieters, ob er die genaue Herkunft und Produktionsweise seines Ökogases beschreibt.

Bei Polarstern gibt’s 5 Ökogastarife – alle mit 100 % Biogas.

  • Wirklich Ökogas Klassik: 100 % aus Rest- und Abfallstoffen.
  • Wirklich Ökogas Flex: Deutschlands erster flexibler Ökogastarif.
  • Wirklich Ökogas Komfort: 12 Monate Preisgarantie.
  • Wirklich Ökogas Vegan: 100 % aus pflanzlichen Quellen.
  • Wirklich Ökogas GEG: Erfüllt die Kriterien des GEGs und den Kriterienkatalog des dena Biogasregisters Deutschland.
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Wichtige Frage: Gehört der Ökogasanbieter zu einem Konzern?

Im besten Fall ist der Gasanbieter deiner Wahl unabhängig. Das heißt, dass er zu keinem Mutterkonzern gehört, der seinerseits sein Geschäft mit fossilem Erdgas (oder Kohlestrom) verdient. Wenn du also sichergehen willst, dass du mit deiner Ökogasrechnung nicht doch einen Konzern bei seiner Erdgasförderung unterstützt, sollte deine Entscheidung auf einen unabhängigen Ökogasanbieter fallen.

Der Ökogasanbieter sollte grün wirtschaften.

Vieles, was im Energiemarkt falsch läuft, die Emissionen, die Zerstörung der Natur, ist eine Folge rücksichtslosen Wirtschaftens. Wo Geld das oberstes Unternehmensziel ist, ziehen Gesellschaft und Natur den Kürzeren. In der Klimakrise kommen wir deshalb nicht an einer Veränderung der Wirtschaft vorbei. Doch es gibt einen Lichtblick: Immer mehr Unternehmen hinterfragen und beleuchten die Konsequenzen ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit und versuchen, einen Weg zu finden, bei dem die Gesellschaft und die Umwelt von der Wirtschaft profitieren, anstatt an ihr kaputtzugehen. Polarstern fördert ebenso den Wirtschaftswandel.

Polarstern ist zertifiziert von B Corp und der Gemeinwohl-Ökonomie.

Polarstern ist sowohl von B Corp als auch von der Gemeinwohl-Ökonomie zertifiziert. Beide Zertifizierungen bieten Unternehmen einen Weg, sich nachhaltiger und sozialer zu entwickeln. Dabei bewerten externe Auditor:innen den Nutzen des Unternehmens für die Natur und die Gesellschaft anhand von Kategorien wie Transparenz, Mitbestimmung oder Nachhaltigkeit.

Wie du gute Ökogasanbieter im Netz findest.

Beim Suchen nach Ökogas landest du vermutlich auf Vergleichsportalen. Die sind praktisch, weil sie Preise und Vertragsbedingungen nebeneinanderlegen. Aber sie sortieren in erster Linie nach Kosten – und weniger nach Klimawirkung. Ein Tarif mit großzügigem Bonus und niedrigen Einstiegspreisen landet dann schnell ganz oben, selbst wenn er nur ein Klimagasprodukt ist oder einen winzigen Biogasanteil hat.

Nutz verschiedene Quellen.

Hilfreich ist deshalb eine Kombination aus Vergleichsportal, genauer Herstellerrecherche und unabhängigen Empfehlungen. Utopia etwa führt regelmäßig Biogas- und Ökogasanbieter auf, die strenge Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Auch Gütesiegel wie das Grünes Gas-Label schaffen Orientierung, weil sie nicht nur einen Biogasanteil fordern, sondern auch Anforderungen an die Herkunft der Rohstoffe, an die ökologische Verträglichkeit und an Zusatzinvestitionen in die Energiewende stellen.

Stell die richtigen Fragen.

Bist du auf der Website eines Anbieters unterwegs, helfen dir ein paar einfache Fragen: Kann ich nachvollziehen, woraus das Gas besteht und wo es erzeugt wird? Gibt es klare Aussagen zu Biogasanteil, Rohstoffquellen und Anlagenstandort? Bietet der Anbieter auch Erdgas, Klimagastarife oder Atomstrom an – oder konzentriert er sich auf echte Ökoprodukte? Und: Investiert er nachweislich in neue erneuerbare Projekte? Je klarer und konkreter die Antworten sind, desto eher hast du es mit einem der besten Ökogasanbieter zu tun – im Sinne von: wirklich wirksam für die Wärmewende.

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So einfach geht der Wechsel zu einem echten Ökogasanbieter.

Hast du einen Ökogasanbieter gefunden, geht der Wechsel zu echtem Ökogas ganz einfach:

  1. Tarif berechnen.
  2. Onlineformular ausfüllen.
  3. Den Rest erledigt der neue Ökogasanbieter.

Tarifrechner ausprobieren.

Was dein Wechsel zu einem Ökogasanbieter bringt – für dich und fürs Klima.

Ökogas spart CO2 wie kaum eine andere Maßnahme.

Die eigentliche spannende Frage beim Wechsel zu Ökogas lautet: Was bringt's? Klimaseitig ist die Antwort ziemlich klar: Wirklich viel. Wechselst du zu echtem Ökogas, kannst du so einfach CO2 sparen wie mit kaum einer anderen Klimaschutzmaßnahme. Zusammen mit Ökostrom kannst du deinen CO2-Fußabdruck sogar bis zu einem Viertel reduzieren.

Grafik zum Vergleich des CO₂‑Fußabdrucks: Ohne Ökoenergie liegt er in Deutschland bei 10,35 Tonnen, mit Ökoenergie schrumpft er auf 7,4 Tonnen.

Erdgas verursacht CO2, Ökogas verhindert es.

Bleibst du bei Erdgas, schleuderst du weiterhin CO2 in die Atmosphäre. Erdgas verursacht laut Umweltbundesamt im Schnitt grob 0,2 Kilogramm CO2 pro Kilowattstunde Wärme. Bei einem typischen Haushalt mit 20.000 kWh Gasverbrauch pro Jahr sind das rund vier Tonnen CO2, die jährlich in die Atmosphäre gehen – nur fürs Heizen. Wird dieses Erdgas nach und nach durch wirklich erneuerbare Quellen wie Biogas ersetzt, sinkt der zusätzliche CO2-Ausstoß Richtung Null. Der genaue Wert hängt von der Art des Biogases und von indirekten Effekten ab, aber der Unterschied zu fossilem Erdgas ist gewaltig.

Klimaschutz: Die Masse macht's.

Noch deutlicher wird es mit einer Beispielrechnung: Stell dir vor, 100.000 Haushalte mit jeweils 20.000 kWh Jahresverbrauch würden von Erdgas oder „Fake-Ökogas“ zu einem echten Ökogastarif wechseln. Allein aus der reinen Verbrennung betrachtet entspräche das rund 400.000 Tonnen CO₂, die jedes Jahr vermieden oder durch erneuerbare Gase ersetzt würden – so viel, wie ein mittleres Kohlekraftwerk in ein paar Wochen ausstoßen kann.

Gutes Ökogas unterstützt den Energiewende-Ausbau.

CO2 verhindern ist nur ein Teil der Wirkung. Bei manchen Tarifen (wie bei Polarstern) unterstützt du mit jeder Kilowattstunde den Ausbau der erneuerbaren Energien. Dein Tarif ist dann nicht nur CO₂-ärmer, sondern hilft aktiv mit, die fossile Infrastruktur Schritt für Schritt zu ersetzen. Zwar werden Wärmepumpen, Wärmenetze und andere Technologien langfristig eine immer größere Rolle spielen. Aber wo Gasheizungen noch laufen oder neu eingebaut werden, entscheidet die Wahl des Gases – fossiles Erdgas oder echtes Ökogas – darüber, ob wir beim Klimaschutz vorankommen oder stehen bleiben.

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Und was ist mit grünem Wasserstoff?

Im Zusammenhang mit Gasheizungen wird oft auch grüner Wasserstoff ins Spiel gebracht. Die Idee dahinter ist verlockend: Wasserstoff wird mit Ökostrom per Elektrolyse hergestellt, anschließend ins Gasnetz eingespeist oder in reinen Wasserstoffnetzen transportiert. So könnten bestehende Infrastrukturen perspektivisch teilweise weitergenutzt werden. Bedeutet: Häuser können mit bestehenden Gasheizungen ebenso die Vorgaben des GEG erfüllen.

Ökogas bleibt die realistische Option.

In der Praxis steht grüner Wasserstoff als Heizenergie aber noch am Anfang. Er ist derzeit knapp, teuer und wird in den kommenden Jahren vor allem dort gebraucht, wo es kaum Alternativen gibt – in der Industrie, bei bestimmten Prozessen und möglicherweise im Schwerlastverkehr. Für die klassische Wohngebäudeheizung lohnt sich Wasserstoff auf absehbare Zeit nur in Sonderfällen. Viele H₂-ready-Versprechen bei neuen Gasheizungen bedeuten in erster Linie: Die Geräte könnten eines Tages mit höheren Wasserstoffanteilen betrieben werden. Falls sie denn in ausreichender Menge verfügbar sind. Für dich als Kund:in heißt das: Wenn du jetzt handeln willst, ist echtes Ökogas aus nachhaltigem Biogas die realistische Option.

Das passiert bei deinem Wechsel zu Wirklich Ökogas von Polarstern.

Entscheidest du dich für Polarstern, setzt du den Teil deines CO2-Fußbadrucks, der fürs Heizen draufgeht, auf praktisch 0. Außerdem investieren wir mit jeder Kilowattstunde, die du nutzt, in den Ausbau der erneuerbaren Energien. Zusätzlich stößt dein Wechsel den Bau von Biogasanlagen in Kambodscha sowie den Bau von Solarparks in Madagaskar an. Warum? Weil wir Klimaschutz weltweit denken – und entsprechend global handeln müssen.

1. Deine Postleitzahl

Mach das Polarstern-Double.

Bei Polarstern gibt es natürlich auch Strom: Wirklich Ökostrom. In Sachen nachhaltiger Erzeugung steht der unserem Ökogas in nichts nach. Unser Ökostrom ist mit dem Grüner Strom-Label ausgezeichnet und wird unter anderem von Öko-Test und Robin Wood empfohlen. Er wird zu 100 % aus Wasser-, Wind- und Solarkraft erzeugt.

Mehr über Wirklich Ökostrom.

Portrait von Michael.

Michael. | Team Wirklich

E‑Mail:  michael@polarstern-energie.de

Michael ist ein alter Hase im Marketing-Team und schon seit 2012 dabei. Als Online-Redakteur stammen viele Texte auf unserer Seite und im Polarstern Magazin aus seiner unverwechselbaren Feder.