Was die Energiewende in den eigenen vier Wänden bringt  | Polarstern

Was die Energiewende in den eigenen vier Wänden bringt

Eigenstromerzeugung, Stromsparen und Ökostromwechsel im Check

München, 26.02.2015

Energiebewusst zu wohnen steht bei den Deutschen hoch im Kurs. Die Zahl der Haushalte, die Ökostrom beziehen, wächst langsam aber stetig. Für rund 40 Prozent der Haushalte ist heutzutage ein gutes Ökoenergieangebot beim Wechsel entscheidend. Etwa drei Viertel der Deutschen schalten konsequent nicht genutzte Geräte aus, um Strom zu sparen. Und der Absatz von Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) für Einfamilienhäuser ist zuletzt – trotz aller Diskussionen – erneut um rund fünf Prozent gestiegen. Aber was bringen die einzelnen Maßnahmen in Sachen Energiewende wirklich?

Mit Stromsparmaßnahmen kann ein typischer 3- bis 4-Personen-Haushalt seinen Verbrauch im Schnitt um maximal rund 35 Prozent reduzieren. Die Eigenstromerzeugung mit einer PV-Anlage senkt den Energiebedarf aus dem öffentlichen Netz in der Regel um 30 Prozent. In beiden Fällen werden mit dem Stromverbrauch daheim weiterhin ein bis zwei Tonnen CO2 verursacht. Durch den Wechsel zu Ökostrom kann auch das komplett vermieden werden. Und wer vom Grundversorger wechselt, der senkt zusätzlich seine Stromkosten. „Ein 3- bis 4-Personen-Haushalt, der Ökostrom bezieht, eine PV-Anlage auf dem Dach hat und die gängigen Stromsparmaßnahmen befolgt, verursacht durch seinen Stromverbrauch praktisch keine CO2-Emissionen mehr und spart fast die Hälfte seiner bisherigen Stromkosten; das sind im Schnitt rund 500 bis 700 Euro pro Jahr“, sagt Florian Henle, Mitgründer des unabhängigen Ökoenergieversorgers Polarstern.* Angesichts des steigenden Stromverbrauchs privater Haushalte lohne es sich für jeden, die persönliche Energiewende anzupacken.

Strom selbst erzeugen

Haushalte wollen mit der eigenen PV-Anlage auf ihrem Dach vor allem unabhängig werden. „Die Diskussionen um die EEG-Novelle haben die Beweggründe von Hauseigentümern bezüglich einer PV-Anlage verändert“, erzählt Florian Berghausen, Geschäftsführer des Photovoltaik-Unternehmens DZ-4. „Eine PV-Anlage ist für sie kein Renditeobjekt mehr. Vielmehr treibt sie das Ziel der Eigenversorgung, der Energie-Autarkie.“ Finanziell lohnt sich eine PV-Anlage trotzdem, da sich die Kosten innerhalb der Betriebszeit amortisieren. Eine typische PV-Anlage auf dem Dach des Eigenheims ist rund 35 Quadratmeter groß und deckt 30 Prozent des jährlichen Energieverbrauchs. Das sind bei einem typischen Einfamilienhaus mit drei bis vier Personen aktuell pro Jahr bis zu 500 Euro. Wird zusätzlich ein Speicher in der Größe eines Kühlschranks installiert, können bis zu 65 Prozent des Stromverbrauchs gedeckt werden. Das klingt attraktiv. Drei Viertel aller deutschen Wohnungs- und Hauseigentümer wollen laut Umfragen Strom und Wärme gerne selbst erzeugen. Angebote wie die von DZ-4, bei denen die PV-Anlage zunächst gepachtet wird, sind besonders reizvoll. Sie erfordern keine hohen Anfangsinvestitionen. Installation und Betriebsüberwachung, Wartung und Versicherung übernimmt das PV-Unternehmen und unterstützt zusätzlich bei administrativen Aufgaben beispielsweise im Rahmen der Einspeisung von überschüssigem Strom in das lokale Netz.

Stromsparen

Ein Einfamilienhaushalt mit drei bis vier Personen kann laut Stromspiegel im Schnitt bis zu 35 Prozent Strom sparen, wenn energieeffiziente Geräte eingesetzt werden und sich die Bewohner energiebewusst verhalten. Das sind pro Jahr 850 Kilogramm CO2 und rund 450 Euro. Dennoch geben laut einer Studie des Umweltbundesamtes immer weniger Deutsche an, Strom zu sparen. Das liegt zum einen daran, dass sie die Stromspareffekte unterschätzen. Nach einer Umfrage der dena glaubt die Hälfte der Deutschen, dass sie mit Stromsparen maximal zehn Prozent der Stromkosten einsparen können – in Wahrheit sind es mehr als dreimal so viel. Zum anderen falle das Stromsparen immer schwerer, weil es aufgrund der ganzen Energieeffizienz-Richtlinien für Elektrogeräte und der zunehmenden Gerätevielfalt immer weniger bringe, sein Verhalten mit Blick auf ein einzelnes Gerät zu verändern, erklärt Florian Henle. Vielmehr bedürfe es grundlegender Verhaltensänderungen, zum Beispiel ein konsequentes Ausschalten nicht genutzter Geräte. „Aus diesem Grund ist auch der Wechsel zu Ökostrom so beliebt. Einmal wechseln reicht, um durch den eigenen Stromverbrauch kaum noch CO2 auszustoßen und gleichzeitig zu sparen“, sagt Florian Henle. Wirklich Ökostrom von Polarstern beispielsweise ist ein mehrfach ausgezeichnetes Ökostromprodukt – das Magazin ÖkoTest und die Umweltschutzorganisation Robin Wood zählen Polarstern zu den glaubwürdigsten Ökostromanbietern in Deutschland.

* Hinweise und Quellen:

_ Folgende Studien und Energiemarkt-Experten wurden für die Meldung analysiert bzw. interviewt: Vertriebskanalstudie Energie 2014 und 2013 von Kreutzer Consulting und Nordlight Research; Florian Berghausen, Geschäftsführer des Photovoltaik-Unternehmens DZ-4; CO2 Online; Stromspiegel/Die Stromsparinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit; dena; Statistisches Bundesamt

_ Bei der Berechnung der Stromersparnis wurden Investitionen in energieeffiziente Geräte und in die PV-Anlage nicht berücksichtigt; sie amortisieren sich in der Regel über mehrere Jahre

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