Stromsparen - Tipps für jeden Typ & jedes Hobby | Polarstern

Typologie der Stromsparer

Polarstern erklärt, welche Sparmaßnahmen für wen geeignet sind

München, 09.06.2016

Es mangelt nicht an Tipps zum Strom sparen. Dass sie trotzdem nicht konsequent ergriffen werden, liegt nicht nur daran, dass es bei der Flut an Tipps schwerfällt, die passenden auszuwählen. Es liegt auch an den Ratschlägen selbst. „Tipps wie die Wäsche mit 30 statt mit 40 Grad zu waschen sind sehr wirkungsvoll, aber auch wenig sexy“, sagt Florian Henle, Mitgründer des Ökoenergieversorgers Polarstern. Um leichter Strom zu sparen, rät er bei den Geräten anzusetzen, mit denen man sich gerne beschäftigt. „Es muss mir Spaß machen, mein Verhalten zu verändern, sonst mache ich das nicht auf Dauer.“ Und so probiert er als Hobbykoch beispielsweise lieber die verschiedenen Einstellungen seiner Multifunktionsküchenmaschine oder seiner Kaffeemaschine aus, als sich mit der Effizienz von Waschmaschinenprogrammen zu beschäftigen. „Mein Hobby ist das Kochen, nicht das Strom sparen“, bringt es Florian Henle auf den Punkt. „Der Verbraucher muss über das Interesse am Elektrogerät zum Strom sparen gebracht werden.“

Unterschiede im Stromverbrauch der Haushalte

Natürlich gibt es nach wie vor die großen Stromfresser im Haushalt, weiß Professor Manuel Frondel vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung. Aber der Stromverbrauch unterscheide sich von Haushalt zu Haushalt trotzdem stärker als gedacht. Einfluss darauf haben Faktoren wie zum Beispiel Größe, Alter und Energieeffizienz der Geräte sowie die Nutzungshäufigkeit. So verbraucht beispielsweise ein großer Plasma-Fernseher mehr Strom als ein LCD- oder LED-Gerät. Noch entscheidender ist die Bildschirmgröße: Ein TV-Gerät mit einem doppelt so großen Bildschirm verbraucht laut Faustformel mindestens doppelt so viel Strom. Bei einigen Geräten macht sich auch die Nutzungsdauer im Stromverbrauch deutlich bemerkbar. Über das Jahr gesehen macht es beispielsweise einen Unterschied von bis zu 150 Euro, ob der Kaffeevollautomat eine Stunde oder zwei Stunden am Tag läuft. Dabei weiß Florian Henle aus Erfahrung: „Geräte, die man gerne nutzt, sind tendenziell häufiger und länger im Einsatz und ihre Funktionalitäten sind oft umfangreicher.“ Umso wichtiger ist es, gerade hier den Energieverbrauch in Kilowatt pro Stunde (kWh) auch auf den Tag oder das Jahr zu beziehen.* Genauso wenig reicht es, allein die Energieeffizienzklassen zu vergleichen. Schließlich verbrauchen große Geräte bei gleicher Effizienzklasse oft mehr Strom als kleine Geräte.

Der Gadget-Guru

Seine Spielwiese ist die Technik. Er liebt es, neue Geräte auszuprobieren. Und so sammeln sich bei ihm diverse alte und neue Elektrogeräte, vom Desktop-Computer, über den Laptop, Tablet, E-Reader bis hin zu diversen Monitoren, Druckern, externen Festplatten, Routern und Servern. Zwar sind viele Geräte auch in anderen Haushalten verbreitet, aber er hat oft mehrere Geräte einer Kategorie und nutzt sie häufiger parallel und intensiver. Gerade bei alten Modellen macht es sich bezahlt, den Standby-Modus zu vermeiden. Dabei helfen ihm abschaltbare Steckdosenleisten. Laut Analysen des Öko-Instituts bringen sie eine dreimal höhere Stromersparnis, als bei manueller Abschaltung der Geräte.* Die typischerweise größten Stromfresser sind beim Gadget-Guru: Desktop-PC, Notebook/Laptop und Monitor. Aber auch bei vielgenutzten beziehungsweise ständig in Betrieb befindlichen Geräten wie etwa dem Router muss er aufpassen. Rechnet man ihren Stromverbrauch auf das Jahr hoch, zeigt sich ein deutlich höherer Verbrauch als die reine Wattangabe zunächst vermuten lässt.**

Energiespartipp: Mit Smart-Home-Lösungen zum Energiesparen kann er ordentlich Strom sparen. Intelligente Messgeräte etwa von Smappee oder smarte Zwischenstecker beispielsweise von Parce helfen, den Stromverbrauch von Elektrogeräten zu überwachen und entsprechend zu reagieren. Zum Teil können auch Situationen definiert werden, bei denen sich die Geräte automatisch abschalten.

Der Meisterkoch

Beim Kochen ist er in seinem Element. Er hat nicht nur die Klassiker wie Kühlschrank, Gefriertruhe, Ofen, Herd und Spülmaschine, sondern viele andere Elektrogeräte, wie beispielsweise Kaffeevollautomat, Standmixer, Multifunktionsküchenmaschine und Weinkühlschrank. Laut Auskunft des Bundesverbands Technik des Einzelhandels stieg der Absatz von Standmixern von Januar bis Oktober 2015 um 46 Prozent; der von Küchenmaschinen mit Kochfunktion hat sich mehr als verdoppelt (plus 145 Prozent). Diese Zusatzausstattung macht sich im Stromverbrauch bemerkbar: Große Elektrogeräte haben prinzipiell einen höheren Stromverbrauch als kleinere. Aber auch Kleinvieh wie Fritteuse und Toaster macht in der Summe viel Mist. Dennoch zeigt das Beispiel Eierkocher, dass nicht alle Elektrogeräte mehr Strom verbrauchen. Wer einen Eierkocher nutzt, der spart sogar Strom im Vergleich zur Zubereitung im Kochtopf.

Energiespartipp: Das Stromsparen in der Küche fällt besonders schwer, weil keiner auf die größten Stromfresser wie Kühlschrank, Gefriertruhe oder Herd verzichten oder sie anders nutzen möchte. Zum Glück gibt es Einstellungen und Programme, die spürbar energieeffizienter sind als der Standardmodus. Ein Blick in die Bedienungsanleitung kann erhellend sein. Und für die "kleinen Extras" wie den Kaffeevollautomaten einfach eine Zeitschaltuhr installieren. Dann läuft die Maschinen nicht den ganzen Tag und ist beispielsweise immer rechtzeitig in Betrieb, wenn man morgens an den Frühstückstisch kommt. Ähnlich funktionieren intelligente Steckdosen. Dabei legt der Nutzer fest, in welchen Zeitintervallen die Steckdose aktiv sein soll.

Der Gamer

Er sitzt gerne daheim vor dem Fernseher, dem Computer oder der Spielekonsole. Die Dauer seines Multimedia-Konsums bestimmt entsprechend stark seinen Stromverbrauch. Sound- und Multimediasystem, TV-Gerät, Beamer, DVD-Player, Spielekonsole, Receiver, Set-top-Boxen und Co. sind durch die Öko-Designrichtlinie*** im Standby-Modus immer energieeffizienter. Im Betrieb hängt ihr Stromverbrauch jedoch stark sowohl von der Qualität wie beispielsweise der Bildschirmauflösung, als auch von der Nutzung ab. Wird eine Spielekonsole zum DVD schauen genutzt, verbraucht das deutlich mehr Strom als die Nutzung eines DVD-Players. Große Unterschiede beim Stromverbrauch gibt es auch bei den Geräten selbst: Ein Spiele-PCs soll laut Faustformel sechsmal mehr Strom verbrauchen als ein typischer PC; und sogar zehnmal mehr als eine Spielekonsole.

Energiespartipp: Spielen erlaubt, aber bitte mit dem passenden Gerät. Wer die Geräte für diejenigen Aktivitäten nutzt, für die sie gedacht sind, der hat auch finanziell mehr davon. Und bei Pausen lieber den Spielstand speichern als das Gerät im Aktivzustand ruhen zu lassen. Außerdem gilt: Das Spiel mit den energiesparenden Einstellungen führt zu einem klaren Stromsparsieg.

Der Fitness-Wellness-Fan

Dieser Typ genießt sowohl die sportliche Betätigung, als auch das Rundum-Verwöhnprogramm danach. Während der Sport auf einem Cross- oder Heimtrainer verhältnismäßig wenig Strom verbraucht, sieht das beim Wellness danach mit Sauna, Regendusche und Massagedüsen oder Badewanne beziehungsweise Jacuzzi schon anders aus. Als grober Richtwert gilt, dass für jede Nutzung einer Sauna, die für zwei bis vier Personen konstruiert ist, rund drei Euro an Stromkosten anfallen – ungefähr so viel wie beim Heimtrainer das ganze Jahr zusammenkommen. Und was auch oft vergessen wird: Warmwasser verbraucht viel Energie. Pro Jahr entfallen auf den Warmwasserbedarf im typischen Haushalt rund 10 bis 12 Prozent der Energiekosten. Eine Regendusche oder regelmäßige Vollbäder treiben den Wert deutlich in die Höhe. Ein Vollbad braucht rund doppelt so viel Warmwasser wie eine Dusche.

Energiespartipp: Wellness mit Freunden. In öffentlichen SPAs, Thermen und Saunen kann man gemeinsam entspannen und sparen, ganz nach dem Motto: Geteilte Freude ist doppelte Freude. Und wer auf das persönliche Wellnessprogramm nicht verzichten will, der sollte es zelebrieren, zum Beispiel alle zwei bis drei Wochen mehrere Saunagänge machen. So wird es nicht zur Gewohnheit, bleibt etwas ganz Besonderes und spart Energiekosten.

Der Hobbygärtner

Er erledigt im Garten immer mehr elektrisch. Elektro- und Akkugeräte sind nicht nur leichter und leiser als ihre Benzin betriebenen „Kollegen“, sie stoßen auch weniger Schadstoffe aus, verbrauchen weniger Ressourcen und haben niedrigere Betriebskosten. Ein klassischer Benzinrasenmäher verursacht pro Jahr in einem typischen deutschen Privatgarten rund 25 Euro Benzinkosten – bei einem Elektrorasenmäher liegen die Kosten deutlich niedriger. Insgesamt braucht ein Privat-Gartenbesitzer, der die drei gängigsten Elektro-Gartenwerkzeuge – Elektro-Rasenmäher, Elektro-Rasentrimmer und Elektro-Heckenschere – besitzt, keine Angst vor der Stromrechnung haben. Die hier anfallenden Stromkosten belaufen sich im Schnitt auf unter zehn Euro pro Jahr.

Einzig bei Luxusgeräten wie zum Beispiel Pool, Springbrunnen, Gartenbeleuchtung oder Heizstrahler muss aufgepasst werden. Ihr Strombedarf ist auf der Stromrechnung spürbar. Der gelegentliche Betrieb eines Elektrogrills schlägt hingegen pro Stunde Grillen mit meist deutlich weniger als einem Euro zu Buche.

Energiespartipp: Öfter mal etwas leihen. Viele Elektro- oder Akkugeräte wie beispielsweise Heckenscheren, Häcksler oder Vertikutierer werden nur wenige Male im Jahr gebraucht. Anstatt sie zu kaufen, gibt es viele Stellen wie etwa den Baumarkt oder Gartenbauvereine, die sie verleihen. Das senkt zwar nicht die Stromkosten daheim, aber die eigene Ökobilanz. Und die misst am treffendsten den eigenen Beitrag für Umwelt und Klima.

*Hinweise: 

_ Das Gespräche mit Professor Manuel Frondel vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung haben wir im April 2016 geführt.

_ Die Typen und die ihnen zugeordneten Elektrogeräte haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Bei den Geräten wurde von typischen und meist verbreiteten Geräten in den Haushalten ausgegangen.

_ * Annahme bzgl. Ersparnis mit Steckdosenleisten: Die manuellen Steckdosen werden in 75 % der Fälle angeschaltet. Mit den automatischen Steckdosenleisten werden 95 % der Stand-by-Verluste vermieden.

_ ** Berechnung des Jahresstromverbrauchs von Geräten: 1) Wattangabe ggf. in Kilowatt umrechnen, 2) genutzte Stunden pro Tag notieren und mit den Tagen multiplizieren, an denen das Gerät genutzt wird – das ergibt die jährliche aktive Nutzungsdauer, 3) Multipliziert man die berechnete jährliche aktive Nutzungsdauer mit dem aktuellen Strompreis – derzeit rund 0,2989 Euro pro Kilowattstunde – erhält man die Energiekosten, die das Gerät pro Jahr verursacht

_ *** Die Ökodesignrichtlinie greift allerdings nur bei neueren Geräten, abhängig von der jeweiligen Gerätekategorie.

Pressekontakt

Polarstern GmbH
Anna Zipse
Lindwurmstr. 88
80337 München
T: 089 309 042 911
presse@polarstern-energie.de
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