Ökostrom: Der Anbieter ist entscheidend  | Polarstern

Ökostrom: Der Anbieter ist entscheidend

Masse an Ökostromprodukten rückt den Energieversorger in den Fokus; Besonderheit soziale Unternehmen

München, 24.01.2017

Heute werden fast 60 Prozent aller Stromtarife als Ökostrom betitelt. Das sind je nach Region bis zu rund 300 Angebote. 70 Prozent von ihnen tragen ein Gütesiegel. Allerdings ist das nur in 12 Prozent der Fälle ein von Experten empfohlenes Öko-Gütesiegel wie zum Beispiel Grüner Strom Label oder ok power.* Diese beiden Siegel stellen die strengsten Kriterien an Ökostromprodukte. Doch das alleine sagt zu wenig darüber aus, wie glaubwürdig das Angebot ist. Ein einzelner grüner Tarif kann für ein Unternehmen schnell zum Feigenblatt werden. Deshalb raten Nachhaltigkeits-/CSR-Experten unbedingt den Energieversorger dahinter anzuschauen. CSR muss die ganze Geschäftsstrategie prägen und darf nicht als einzelne Maßnahme oder Marketingaktion gesehen werden. Ökostromtests wie zuletzt vom Magazin ÖkoTest oder von der Umweltschutzorganisation Robin Wood berücksichtigen daher inzwischen Kriterien, die neben dem Produkt vor allem den Energieversorger betreffen.

Ab 2017 müssen Unternehmen mehr Transparenz zeigen

In diesem Jahr müssen kapitalmarktorientierte Unternehmen nach einer EU-Richtlinie (Richtlinie 2014/95/EU) einen Nachhaltigkeits- oder CSR-Bericht veröffentlichen. CSR-Expertin Bettina Stoll* von der Hochschule Fulda sieht in der Richtlinie eine Chance für mehr „echte“ Transparenz: „Eine offene Kommunikation zu den ‚nicht-finanziellen’, also den sozialen und ökologischen Aktivitäten und Auswirkungen des unternehmerischen Handelns ist damit keine freiwillige Sache mehr, sondern Pflicht.“ Unternehmen können sich künftig nicht mehr so leicht hinter einzelnen Engagements verstecken, indem sie nur diese kommunizierten. Sie müssten vielmehr zeigen, wie sie ein verantwortungsvolles Handeln im gesamten Unternehmen umsetzten.

Allerdings trifft diese neue CSR-Richtlinie nur auf Unternehmen mit mindestens 500 Mitarbeitern zu. Damit müssen viele Stromanbieter nach wie vor keine eigenen CSR-Bericht erstellen, weil sie als Tochterunternehmen mit ihren Strommarken in den CSR-Bericht des Mutterkonzerns integriert werden. So stehen beispielsweise hinter den Stromanbietern Yello, eprimo und E wie Einfach die Konzerne EnBW, RWE und E.ON.

Vorbild soziale Unternehmen

„Soziale Unternehmen sind die Vorbilder für ein verantwortungsvolles Wirtschaften“, beschreibt Karin Kreutzer, Professorin für Social Business an der EBS Business School in Oestrich Winkel, ihre Rolle in der Wirtschaft. Sie definierten sich über ihre gesellschaftliche Mission und haben nicht die Gewinnmaximierung als Ziel wie es bei klassischen Wirtschaftsunternehmen der Fall ist. Das präge ihr ganzes Handeln und mache ihr Engagement und Angebot besonders glaubwürdig. „Es ist ein Engagement, das von Herzen kommt.“ Karin Kreutzer spricht von beseelten Unternehmern, die dafür brennen zu zeigen, dass ein verantwortungsvolles Wirtschaften möglich ist und dazu bereit sind, neue Wege zu gehen und sich vom „Establishment“ nicht abbringen lassen. Das gemeinsame ökologische oder soziale Ziel schweißt Mitarbeiter und Kunden stärker zusammen, als es extrinsische Incentivierungsmaßnahmen leisten könnten. „Das macht soziale Unternehmen so verlässlich und widerstandsfähig, auch in turbulenten Zeiten.“  

In Deutschland haben soziale Unternehmen keine eigene Rechtsform. Aber man erkennt sie unter anderem daran, dass sie ihre Gewinne reinvestierten, anstatt sie an Anteilseigner auszuschütten. Im Mittelpunkt ihrer Kommunikation und ihres Außenauftritts steht das gesellschaftliche Ziel und der Beitrag, den sie hierzu leisten.

Polarstern – ein Social Business im Energiemarkt

Der Ökoenergieversorger Polarstern hat als erster Energieversorger eine Gemeinwohlbilanz veröffentlicht. Darin bewerten unabhängige Dritte neben ökonomischen vor allem ökologische und soziale Faktoren des Unternehmens. Das ist den drei Polarstern-Gründern, Florian Henle, Jakob Assmann und Simon Stadler, sehr wichtig. Sie haben Polarstern 2011 mit dem Ziel gegründet, einen größtmöglichen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Seither bieten sie ausschließlich Ökostrom und Ökogas aus jeweils 100 Prozent erneuerbaren Energien an. Gerade beim Ökogas ist das im Markt eine Seltenheit.* Auch ist das Unternehmen einer der Pioniere im Bereich der dezentralen Energieerzeugung in Mehrparteiengebäuden, Stichwort Mieterstrom. Zusätzlich investiert Polarstern für jeden Kunden in die weltweite Energiewende – unabhängig von dessen Energieverbrauch, vom Unternehmensumsatz oder von sonstigen externen Marktentwicklungen.

* Quellen und Hinweise: 

_ Angaben basieren auf Analysen der großen Vergleichsportale durch den Ökoenergieversorger Polarstern

_ Zertifiziert werden nur Produkte aus 100 Prozent erneuerbaren Energien. Daneben müssen die Anbieter je verbrauchter Kilowattstunde in Projekte zum Ausbau der Energiewende investieren. Zudem wird bei der Zertifizierung auf die Stromquelle/Stromherkunft geachtet.

_ Die Gespräche mit Prof. Bettina Stoll und Prof. Karin Kreutzer hat Polarstern Ende 2016 geführt.

_ Nur 12 Prozent aller Öko-/Biogasangebote im Markt basieren zu 100 Prozent auf erneuerbaren Energien und nur Polarstern nutzt dabei – wie von Experten empfohlen – organische Reststoffe.

Pressekontakt

Polarstern GmbH
Anna Zipse
Lindwurmstr. 88
80337 München
T: 089 309 042 911
presse@polarstern-energie.de
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