„Unsere Innovationsstärke fußt auf der Unternehmensführung als Social Business“, ist Geschäftsführer Florian Henle überzeugt.

von Anna

Polarstern wurde 2019 erneut zum „Innovator des Jahres“ gewählt. Befragt wurden über 23.000 Experten von brand eins Wissen und dem Statistik-Portal statista. Als Social Business nimmt Polarstern in der Innovatorenliste eine Exotenrolle ein. Geschäftsführer Florian Henle rechnet mittelfristig mit deutlich mehr sozialen Innovatoren in der Liste. „Viele sind bisher einfach nicht bekannt genug, doch das ändert sich zunehmend.“ Er ist fest von der Innovationsstärke der Sozialunternehmen überzeugt. Indem ihr Unternehmenszweck in der Sozialverantwortung liege, sei ihr Geschäftsmodell längerfristig und auf die Lösung einer gesellschaftlichen Herausforderung ausgerichtet. Das unterstütze auf ganz natürliche Weise kreative Impulse und fördere den Mut zu Neuem. „Die Fokussierung auf das Unternehmensziel und nicht alleine auf die finanzielle Rendite lässt innovativen Entwicklungen mehr Raum.“ Das unterstreichen diverse Studien wie zuletzt der KfW-Gründungsmonitor. Er betont, dass Sozialunternehmer häufiger ideengetrieben und aus Überzeugung handeln und seltener arbeitsmarktgetrieben. „Durch die Verknüpfung von Gemeinwohl und Erwerbswirtschaft gelten sie als ‚sozial innovativ‘. Ihre Innovationskraft beschränkt sich aber nicht darauf – sie bieten tatsächlich häufiger Marktneuheiten und technologische Neuentwicklungen an“, heißt es in der KfW-Analyse. Auch der Deutsche Social Entrepreneurship Monitor 2018 betont den innovativen Drang von Sozialunternehmen.*1

Zunahme sozialer Innovationsführer

Gerade in den Zukunftsfeldern sind Sozialunternehmen wichtige Wegweiser. Es gehe ihnen nicht nur darum, was sie anbieten, sondern auch wie sie es tun, betont Florian Henle. „Der Umgang mit Mitarbeitern, Kunden, Partnern und Lieferanten ist von gegenseitiger Achtung und partnerschaftlichem Verhalten geprägt.“ Die Gemeinwohl-Ökonomie, die Polarstern lebt, bemisst dies offiziell an den Werten der Solidarität und Gerechtigkeit, der ökologischen Nachhaltigkeit, der Menschenwürde sowie der Transparenz und Mitentscheidung. Wie das genau aussieht, das dokumentiert das Unternehmen regelmäßig in einer Gemeinwohl-Bilanz, die von unabhängigen Auditoren geprüft und bewertet wird.*2

Innovation als unternehmerischer Antrieb

Der Ökoenergieversorger Polarstern wurde mit dem Ziel gegründet: mit Energie die Welt zu verändern. Zunächst wollten die drei Gründer, Florian Henle, Simon Stadler und Jakob Assmann, mit dem ersten wettbewerbsfähigen Ökogasprodukt komplett aus organischen Reststoffen die dringend nötige Energiewende im Wärmemarkt anstoßen. Doch weil kein bestehender Energieversorger den Mut hatte, das Produkt auf den Markt zu bringen, beschlossen sie, es 2011 selbst zu tun und gründeten einen Energieversorger. In den letzten acht Jahren sind viele weitere Produkte gefolgt. Ob im Bereich der dezentralen Energieversorgung mit Wirklich Mieterstrom oder in der Elektromobilität mit ersten lastvariablen Tarifen; Polarstern setzt stets auf die Kombination von Technologie und Ökologie. Seinem Anspruch eines wertegetriebenen Wirtschaftens bleibt Polarstern dabei immer treu.

Flache Hierarchien, individuelle Arbeitszeitmodelle, enge und langfristige Beziehungen mit Kunden und Lieferanten sind genauso wie wertegetriebene Kooperationen die Säule innovativer Entwicklungsprozesse bei Polarstern. „Bei uns gibt es kein Innovationsteam. Produktentwicklungen und neue Angebote kommen aus dem Team heraus und werden in Kooperation mit Partnern entwickelt. Jeder kann und soll sich einbringen. Die Stärken aller zusammenzuwerfen ist eine große Kraftquelle für Neues“, sagt Florian Henle.

 

* 1 KfW Gründungsmonitor 2018, Auszug „Social Entrepreneurs in Deutschland, https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzernthemen/Research/PDF-Dokumente-Fokus-Volkswirtschaft/Fokus-2019/Fokus-Nr.-238-Januar-2019-Sozialunternehmer.pdf 
Deutscher Social Entrepreneurship Monitor, www.send-ev.de/uploads/dsem-2018_web.pdf

* 2 Weitere Infos zu Polarsterns Social Business Ansatz sowie in der Gemeinwohl-Broschüre

Anna Zipse

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