Praktische Folgen der Direktförderung für Mieterstromprojekte

Faire, bürgernahe Versorgung und lokale Partner – Beispiel Mieterstromprojekte der Bürger-Energie Unterhaching

München, 31.01.2018

Der faire Interessensausgleich und die bürgernahe Stromversorgung machen Mieterstromprojekte für Florian Henle, Geschäftsführer des Ökoenergieversorgers und Mieterstrom-Dienstleisters Polarstern, zu einer entscheidenden Säule der Energiewende.

Während Immobilienbesitzer und Anlagenbetreiber Mehreinnahmen erzielen, senken Mieter ihre Stromkosten. Wie genau die Aufteilung des Kuchens ist, dazu gibt es keinen Standard. Im Gesetz zur Mieterstrom-Direktförderung ist festgehalten, dass der Strompreis mindestens zehn Prozent unter dem lokalen Grundversorgungstarif liegen muss. „Oft ist sogar deutlich mehr drin“, weiß Florian Henle aus Erfahrung. „Die Zehn-Prozentregelung hätte es gar nicht gebraucht, denn am Ende sind nur faire Mieterstromlösungen langfristig erfolgreich. Wer Mieterstrom als einseitiges Renditegeschäft sieht, verliert.“ Sind die Strompreise zu hoch, will kein Mieter mitmachen und sind die Investitionskosten für den Eigentümer zu hoch, hat der keine Lust. Diese Tatsache macht Mieterstrom zu einer besonders fairen Art der Energieversorgung. „Sie ist ein elementarer Bestandteil zukunftsweisender Städte und Gemeinden, um getragen von überzeugten Bürgern und Bauherren, die lokale Energiewende zu gestalten.“

Neben den Interessen von Immobilienbesitzern und Mietern, müssen bei der Mieterstromplanung auch energie- und baurechtliche Anforderungen, technische Erfordernisse sowie Förderkriterien berücksichtigt werden. Es ist ein komplexes Gefüge unterschiedlicher Interessen, Anforderungen und lokaler Gegebenheiten, bei dessen Abwägung Mieterstrom-Dienstleister unterstützen.

Zwei neue Mieterstromprojekte der Bürger-Energie Unterhaching

Die Genossenschaft Bürger-Energie Unterhaching (BEU) realisiert derzeit zwei Mieterstromprojekte, eines in Unterhaching und ein anderes in der Nachbargemeinde Neubiberg. Beides sind Neubauten, die im Laufe dieses Jahres fertiggestellt werden sollen.

Das erste Projekt, zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 35 Wohnungen in Neubiberg, wird von der Baugesellschaft München Land (BML) errichtet. Es erhält eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 28 Kilowatt. Anlagenbesitzer und -betreiber ist die Bürger-Energie Unterhaching. Mieterstrompartner ist der Ökoenergieversorger Polarstern.

Im zweiten Projekt, das von der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft Unterhaching (GWU) errichtet wird, werden in drei Mehrfamilienhäusern ab Herbst 2018 70 Wohneinheiten und ein Kindergarten mit Mieterstrom vom eigenen Dach versorgt. Dazu wird von der Bürger-Energie Unterhaching eine Photovoltaikleistung mit insgesamt rund 98 Kilowatt Leistung installiert. 

Die Direktförderung als Zünglein an der Waage *

In beiden Mieterstromprojekten wird ein Autarkiegrad von rund 30 Prozent erreicht, so dass die Mieter ihre Stromkosten verglichen zum Grundversorgertarif um 16 Prozent senken können. Die Bürgerenergiegenossenschaft erhält als Eigentümer und Betreiber der PV-Anlagen für beide Projekte die Mieterstrom-Direktförderung. „Die Mieterstrom-Direktförderung war für uns ein entscheidender Faktor zur Umsetzung des Projekts. Schließlich ist die Implementierung einer PV-Anlage zur Mieterstromversorgung mit deutlichem Mehraufwand verbunden, verglichen zur alleinigen Netzeinspeisung des erzeugten Stroms“, sagt Wilfried Taetow, Vorstand Technik bei der Bürger-Energie-Unterhaching eG. Um trotz dieses Aufwands in der Planungs- und Bauphase Mieterstrom am Ende wirtschaftlich attraktiv umzusetzen, sei vor allem auch die individuelle Gestaltung der Mieterstromversorgung und die enge Zusammenarbeit mit Fachleuten wichtig. „Die nachhaltige Energieversorgung betrifft alle, vom Bauherren, dem Architekten bis hin zum Elektroplaner. Das kann nur funktionieren, wenn alle an einem Strang ziehen und die nachhaltige, bürgernahe Energieversorgung vorantreiben.“ 

Bürgerenergiegenossenschaften sind wichtige Treiber der lokalen Energiewende

Mieterstromprojekte mit Bürgerenergiegenossenschaften sind auf vielen Ebenen ein Paradebeispiel für eine faire und nachhaltige Energiewende. Sie versammeln engagierte Bürger als Genossen, um gemeinsam in lokale Energiewendeprojekte zu investieren und sie unterstützen Bürger und Bewohner bei ihrer erneuerbaren und preislich attraktiven Energieversorgung. Die Bürger-Energie-Unterhaching fördert in verschiedenen Projekten eine lokale, nachhaltige Energieversorgung. „Genau wie bei unseren neuen Mieterstromprojekten stand bei drei früheren Projekten bereits der Eigenverbrauch der in unseren PV-Anlagen erzeugten Energie im Fokus“, sagt Wilfried Taetow von der Bürger-Energie-Unterhaching. Mit den auf drei Schuldächern installierten PV-Anlagen werden 50 bis 99 Prozent der lokal erzeugten Energie direkt vor Ort genutzt. 

* Aktuelle PV-Mieterstrom-Meldezahlen (Juli bis Dezember 2017) wurden jüngst von der Bundesnetzagentur veröffentlicht

Referenzen zum Mieterstromangebot von Polarstern

Mehr über die Bürger-Energie Unterhaching

Pressekontakt

Polarstern GmbH
Anna Zipse
Lindwurmstr. 88
80337 München
T: 089 309 042 911
presse@polarstern-energie.de
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