Unbewusster Umweltschutz | Polarstern

Unbewusster Umweltschutz

Wie beliebte Umweltschutzmaßnahmen mehr bewirken

München, 03.06.2014

Unbewusst ist die Mehrheit von uns ein Vorbild in Sachen Umwelt- und Klimaschutz. Wir trennen den Müll, sparen Energie und fahren Fahrrad. Vieles ist Routine geworden. Aber weil wir es ohne großes Nachdenken und zum Teil nicht aus eigenem Antrieb heraus machen, sondern weil es zum Beispiel gesetzlich geregelt ist, bewirken Umweltschutzmaßnahmen nicht immer das, was sie könnten. René John vom Institut für Sozialinnovation und Mitautor der aktuellen Studie ‚Umweltbewusstsein in Deutschland 2012’ des Umweltbundesamtes erklärt warum: „Viele wissen gar nichts von den positiven Umwelteffekten ihres eigenen Verhaltens .“ Das Problem dabei sei, dass nur wer Bescheid wisse und die Umweltschutzmaßnahme umsetze, darüber spreche, sein Umfeld überzeuge und so die Wirkung dieser Handlung verstärke, indem andere nachzögen. „Was wir machen ist Umweltschutz mit angezogener Handbremse“, resümiert der Experte. Er fordert, den Austausch über konkrete Maßnahmen zu fördern. Gruppendiskussionen hätten beispielsweise gezeigt, wie stark persönliche Aufklärung und positive Beispiele wirkten. Verbraucherschutzzentralen könnten hier ein Initiator solcher Diskussionsrunden sein.

 

Umweltschützer per Zufall 

Aktuelle Studien wie zum Beispiel die EU-Bürgerumfrage zu Klimaschutzmaßnahmen unterstreichen den weit verbreiteten „unbewussten“ Umweltschutz: Obwohl fast drei von vier Deutschen den Klimawandel als eines der weltweit größten Probleme bezeichnen, sagen nur 65 Prozent, dass sie in den vergangenen sechs Monaten etwas für den Klimaschutz getan haben. Konfrontiert man sie mit einer Liste in Frage kommender konkreter Maßnahmen steigt der Prozentsatz auf 96 Prozent. Als gängigste Maßnahmen wurden Abfallvermeidung und Recycling (79 Prozent) genannt und das Bemühen, weniger Einwegprodukte wie zum Beispiel Plastiktüten zu verwenden (68 Prozent). Auch der Kauf regionaler und saisonaler Lebensmittel sowie energiesparender Geräte (jeweils 44 Prozent) wurden häufig genannt.

 

Die beliebtesten Umweltschutzmaßnahmen

„Beliebt sind Maßnahmen, deren positiven Effekte der Einzelne selbst spürt oder sieht und durch die er Anerkennung erhält“, weiß René John. Die folgenden drei Beispiele zeigen, beliebte Umweltschutzmaßnahmen, die eine große Wirkung haben.

1) Mülltrennung und Recycling

Rund 450 Kilogramm Haushaltsmüll verursacht eine Person in Deutschland pro Jahr. Und der Müllberg wächst laut Prognosen der Europäischen Umweltagentur weiter. Das Öko-Institut fordert in einer aktuellen Studie, Maßnahmen zu ergreifen, um die Recyclingquote zu steigern und damit verbundene, erhebliche Klima- und Ressourcenschutzpotenziale besser auszuschöpfen. Vor allem Biomüll, Glas und Papier zu recyceln, lohnt sich. Sie erzeugen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes zusammen fast fünfmal mehr Müll als Plastikverpackungen.

2) Energieverbrauch

Auf private Haushalte entfällt ein Viertel des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland. Jeder Haushalt, der Ökostrom bezieht und Energie spart, der schont fossile Ressourcen, senkt den CO2-Ausstoß und schützt Klima und Umwelt. Ein Dreipersonenhaushalt, der glaubwürdigen* Ökostrom bezieht, reduziert rechnerisch seine CO2-Emissionen um rund 1.500 Kilogramm. Immer wichtiger wird auch das Energiesparen im Büro und im Bereich TV und Audio. Hier ist der Stromverbrauch bei den Privathaushalten zuletzt auf ein Viertel des Gesamt-Stromverbrauchs angestiegen. Schuld sind die zunehmende Geräteausstattung und die Gerätevielfalt. Auch die Nutzungsdauer vieler Geräte hat deutlich zugenommen. Wer bei nicht genutzten Geräten konsequent den Stecker zieht, der kann laut Verbraucherzentrale rund zehn Prozent seines gesamten Stromverbrauchs sparen, Tendenz steigend. 

3) Ernährung

Eine wissenschaftliche Untersuchung Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg kommt zu dem Ergebnis, dass das Ernährungsverhalten der Deutschen heute nicht nur gesünder, sondern auch umweltfreundlicher als noch vor 20 Jahren. Aber es könnte noch besser aussehen für uns und die Umwelt, würden wir nicht soviel wegwerfen. Das Wegwerfverhalten ist im gleichen Zeitraum gestiegen. Das Verbraucherministerium spricht davon, dass 61 Prozent der weggeworfenen Lebensmittel aus Privathaushalten stammen. Etwa zwei Drittel dieser Wertvernichtung sei vermeidbar, heißt es. Und damit eine ganze Menge Energie und Ressourcen, die bei Anbau, Ernte, Verarbeitung und Transport anfallen. 

 

Stolz sein auf seine Entscheidung für Ökostrom

Florian Henle, Mitgründer von Polarstern, sieht bei Ökostrom den Vorteil, dass sich die Kunden bewusst für den Wechsel entschieden. Wer nicht wechselt, der bleibt beim Grundversorger. „Das Interesse ist bei einem Wechsel prinzipiell schon einmal da.“ Um die Kunden dazu zu bringen, auch über diesen Wechsel zu sprechen, müsse man ihnen Informationen und Anlässe bieten. Polarstern etwa organisiert Events, berichtet im Blog, auf Facebook und Co. von seiner Arbeit, zeigt die Polarstern-Gründer von ihrer persönlichen Seite und erzählt ausführlich mit Bildern und Videos über sein Engagement in Kambodscha, wo das Unternehmen für jeden Kunden pro Jahr eine Familie beim Bau ihrer eigenen Mikro-Biogasanlage unterstützt. „Es ist ein sichtbarer Effekt der eigenen Entscheidung für Wirklich Ökostrom. Etwas, das die Kunden mit eigenen Augen sehen und weitertragen können“, erklärt Florian Henle und ist überzeugt: „Das ist sicherlich ein wesentlicher Grund für die besondere Treue unserer Kunden.“

 

Hintergrund: In Erinnerung an die Eröffnung der Konferenz der Vereinten Nationen zum Schutz der Umwelt am 5. Juni 1972 in Stockholm haben die Vereinten Nationen und vier Jahre später auch die Bundesrepublik Deutschland den 5. Juni zum jährlichen "Tag der Umwelt" erklärt.

* Die Kriterien des Magazins Öko-Test und der Umweltorganisation Robin Wood beinhalten u.a. keine Verflechtung mit Atom- und Kohlekraftwerken, keine Tarife mit Kohle- oder Atomstromanteilen, Strom aus Neuanlagen und Investitionen in den Ausbau erneuerbarer Energien; Polarstern wurde von beiden Stellen als einer von zwölf bzw. sechs der glaubwürdigsten Anbieter in Deutschland bewertet

Quellen: 

• Spezielle Eurobarometer-Umfrage Nr. 409: Klimawandel, durchgeführt in 28 Mitgliedstaaten zwischen dem 23. November und dem 2. Dezember 2013

• Erhebung über Haushaltsabfälle 2012, Statistisches Bundesamt, erschienen im März 2014

• Beitrag der Kreislaufwirtschaft zur Energiewende, Öko-Institut 2014

• Stromverbrauch nach Verbrauchergruppen, BDEW 2013 und Statistisches Bundesamt, Stand 04/2013

• Heutige Ernährung umweltfreundlicher als vor 20 Jahren, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 2013

• Wegwerf-Studie, Studie der Universität Stuttgart im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, 2012

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Anna Zipse
Lindwurmstr. 88
80337 München
T: 089 309 042 911
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