„Es muss nicht immer gleich 100 Prozent nachhaltig sein“ | Polarstern

„Es muss nicht immer gleich 100 Prozent nachhaltig sein“

In wenigen Schritten bewusster konsumieren – erklärt von Christoph Harrach, Gründer des Nachhaltigkeitsportal KarmaKonsum, im Gespräch mit Polarstern

München, 26.09.2013

Zunächst einmal sei es wichtig, dass man sich nicht überfordert, weiß Christoph Harrach, einer der Meinungsführer des bewussten Konsums in Deutschland und Gründer des Nachhaltigkeitsportals KarmaKonsum. „Es muss nicht immer gleich 100 Prozent nachhaltig sein“, erklärt er weiter und rät Einsteigern, sich zu Beginn auf besonders wirkungsvolle Maßnahmen zu konzentrieren:

1) Ökoenergie: Auf Ökostrom zum Beispiel von Polarstern umzustellen sei wirklich überhaupt nicht aufwändig, sagt Christoph Harrach, der selbst seit vielen Jahren Ökostrom bezieht. „Das ist ein Formular und damit hat man 30 Prozent seiner CO2-Emissionen klimaneutral gestaltet.“

2) Ernährung: Der Verzicht auf Fleisch und idealerweise auch auf Milchprodukte hat, ebenso wie die Berücksichtigung von regionaler und saisonaler Ware, eine große Wirkung.

3) Wohnen: Wenn man umzieht, sollte man den Wohnraum nicht vergrößern, sondern verkleinern. Schließlich komme es laut Harrach am Ende beim Konsum stark auf die Fläche an, auf der man lebe.

4) Mobilität: Die Faustregel lautet hier: Fliegen vermeiden, Fernreisen innerhalb Deutschlands auf jeden Fall mit dem Zug machen und so oft wie möglich öffentliche Verkehrsmittel und das Fahrrad nutzen.

Für Fortgeschrittenere nennt Christoph Harrach noch die Reduktion der Arbeitszeit. Dadurch verringere man das eigene Einkommen und unterliege weniger Versuchungen zu konsumieren. Und umgekehrt habe man mehr Zeit, sich sozial-ökologisch zu engagieren.

„Das Schwierigste am bewussten Konsum ist der Verzicht“, weiß Christoph Harrach. Weniger und einfacher zu konsumieren, tue jedoch sehr gut. Letztlich sei weniger oftmals mehr. Denn durch die Entscheidung bewusst zu konsumieren, würden die Auswahlmöglichkeiten eingeschränkt und genau das vereinfache in gewisser Weise das alltägliche Leben.

 

Bewusster Konsum – ein Massenphänomen?

Bewusst konsumieren kann man heute in fast allen Lebenssituationen und Konsumfeldern. Das Angebot steigt rasant. Nachhaltig orientierte Angebote gibt es heute im Supermarkt um die Ecke, in Modeläden, beim Strom und Gas und sogar bei Banken und neuerdings bei den Handys. Auf der einen Seite erleichtert das den bewussten Konsum. Er sei heute viel einfacher als früher, sagt Christoph Harrach. Schließlich gäbe es inzwischen auch viele Orientierungsmöglichkeiten, angefangen beim Internet bis hin zu Gütesiegeln und der medialen Berichterstattung. Dass die Verbraucher dadurch aufgeklärter sind als früher, das zeigt sich unter anderem im verstärkten Umweltbewusstsein, das eine Studie des Bundesumweltministeriums* festgestellt hat. Auf der anderen Seite erschwert die zunehmende Angebotsvielfalt den Einstieg. Empfehlungen wie die oben genannten Tipps zum bewussten Konsum helfen den Verbrauchern, sich nicht zu verzetteln.

 

Trends im bewussten Konsum

Gefragt nach den derzeitigen Trends des bewussten Konsums, nennt Christoph Harrach den Veganismus und den DYI-Trend. Er reicht vom Urban Farming bis hin zum Stricken, weckt die Kreativität und entschleunigt. Vor allem aber gehe es den Menschen stärker um einen Bewusstseins- und Kulturwandel: Weitermachen wie bisher, nur mit grünen Angeboten, das reicht ihnen nicht. „Ich erkenne hier eine große Sehnsucht bei den Menschen.“

 

Das gesamte Interview mit Christoph Harrach von KarmaKonsum finden Sie in unserem Blog unter https://www.polarstern-energie.de/magazin/5-minuten-mit-christoph-harrach-von-karmakonsum

Quelle: * Umweltbewusstsein in Deutschland 2012, herausgegeben vom Bundesumweltministerium Januar 2013

Anmerkung: Erläuterung des Begriffsverständnisses nachhaltiger bzw. bewusster Konsum findet man u.a. hier www.nachhaltigkeit.info/artikel/nachhaltiger_konsum_1135.htm

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