Das Ökogas-Barometer | Polarstern

Das Ökogas-Barometer

Grüner Gasmarkt in Deutschland: Nur zehn Prozent der Angebote stammen komplett aus erneuerbaren Energien; Analyse von Polarstern

München, 02.10.2012

Der Druck auf den Ökogasmarkt wächst. Immer mehr Haushalte wollen auch beim Heizen Klima und Umwelt schonen. Das unterstreicht die Anzahl der Ökogasangebote. Sie ist innerhalb von zwei Jahren um das 3,5fache gestiegen.* Es ist ein wichtiger Schritt in die Energiezukunft, denn das Schwesterprodukt zum bekannten Ökostrom leistet einen zentralen Beitrag zur Energiewende. Beim privaten Energieverbrauch entfallen rund 75 Prozent auf den Wärmemarkt und nur 13 Prozent auf die Elektrizität.** 

Der unabhängige Ökoenergieversorger Polarstern hat den Ökogasmarkt analysiert mit Fokus auf die grüne Eigenschaft der Tarife.*** Das Ergebnis: Nur knapp zehn Prozent der Angebote basieren komplett auf nachwachsenden Rohstoffen. Rund ein Drittel der angebotenen Ökogastarife sind so genannte Beimischprodukte mit einem Anteil von fünf bis 20 Prozent Biogas. Der Rest kommt hier aus fossilen Energiequellen. Insgesamt sind fast die Hälfte der Angebote Klimatarife. Das heißt, sie fördern nicht den Ausbau der erneuerbaren Energien, sondern kompensieren lediglich den CO2-Ausstoß von Erdgas beispielsweise durch die Unterstützung von Regenwaldschutz-Projekten. 

Um die notwendige Energiewende auch am Gasmarkt voranzutreiben, raten Experten, bei der Wahl eines Gastarifes darauf zu achten, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien gefördert wird. Laut Fachleuten ist das der zentrale Beitrag, um fossile Energien durch erneuerbare Energien zu ersetzen. Am nachhaltigsten sind für Umweltschutzverbände wie zum Beispiel Greenpeace und Nabu Angebote aus Rohstoffen, die auf Abfällen und Reststoffen basieren. Das erste bundesweite 100 Prozent Ökogasangebot aus Reststoffen hat der Ökoenergieversorger Polarstern auf den Markt gebracht. Im Vergleich zum fossilen Grundversorgertarif ist es teilweise günstiger oder preislich ähnlich. Und gegenüber anderen 100 Prozent Ökogastarifen ist es bis zu über 40 Prozent günstiger.


Die wichtigsten Kriterien bei der Wahl von Ökogastarifen  

Wer mit seiner Entscheidung für Ökogas die Energiewende unterstützen will, der achtet laut Energie-Experten am besten auf folgende Aspekte: 

1) Ökogas-Anteil: Je höher der Anteil an Ökogas ist, umso stärker werden die erneuerbaren Energien gefördert. Ein 100 Prozent-Produkt ist das Effektivste, wenn man die Energiewende unterstützen will.

2) Neuanlagenförderung: Nur wenn ein Teil der Energiekosten auch in den Bau neuer Ökokraftwerke investiert wird, erfolgt tatsächlich ein Ausbau der erneuerbaren Energien. Ansonsten wird lediglich der Status Quo erhalten.

3) Rohstoffbasis: Experten wie Christian Hofstätter von Greenpeace oder Florian Schöne vom Naturschutzbund Deutschland befürworten Ökogas aus Reststoffen. Wie sie lehnen es die meisten Experten aus sozialen und ökologischen Gesichtspunkten Ökogas ab, aus extra angebauten, nachwachsenden Rohstoffen wie zum Beispiel Mais Biogas zu gewinnen. Sie fürchten, dass ihr Einsatz in der Biogasproduktion unter anderem zu Lasten der Lebensmittelversorgung geht. Auch die Konzentration auf möglichst energiereiche Rohstoffe ist ihnen ein Dorn im Auge. Die Kritik lautet: Reduzierung der Artenvielfalt und Monotonisierung des Landschaftsbildes sowie allgemein negative Auswirkungen durch eine intensivierte Nutzung des Bodens. 

Ökogas-Label würden den Verbrauchern Orientierung geben, aber noch existiert kein strenges Gütesiegel wie es im Strommarkt mit dem Grüner Strom Label oder dem OK power Siegel der Fall ist. Einzig der TÜV vergibt erste Zertifikate. Beim TÜV Nord ist es beispielsweise das Zertifikat „Geprüftes Bioerdgasprodukt“, mit dem auch das Polarstern Ökogas ausgezeichnet ist.

Gutes tun, ohne mehr zu zahlen  

Der Ökoenergieversorger Polarstern bietet Haushalten bundesweit ein Ökogasprodukt, das komplett auf Reststoffen basiert. Polarstern ist damit das erste Unternehmen, das ausschließlich deutschlandweit 100 Prozent Ökogas und 100 Prozent Ökostrom anbietet. „Wir machen keine halben Sachen“, erklärt Florian Henle, Mitgründer von Polarstern. „Gemeinsam mit unseren Kunden fördern wir 100 Prozent glaubwürdig und direkt die weltweite Energiewende.“ Dabei sind die Kosten für das Polarstern-Ökogas vergleichbar mit dem fossilen Grundversorgertarif. Das Gleiche bezahlen, aber mehr in die gemeinsame Energiezukunft investieren, das hat bisher erst eine Minderheit der deutschen Haushalte wahrgenommen. Ende 2011 waren noch immer über 90 Prozent der Haushalte beim Gas-Grundversorger. 

Und noch etwas Gutes tun Polarstern-Kunden mit ihrer Entscheidung für das zertifizierte Ökogas: Für jeden Kunden unterstützt das Unternehmen pro Jahr eine Familie in einem Entwicklungsland wie beispielsweise Kambodscha beim Bau ihrer eigenen Mikro-Biogasanlage. Es ist ein Beitrag für die weltweite Energiewende und verringert die hohe Kindersterblichkeit aufgrund von Feuerrauch in geschlossenen Räumen. Täglich sterben daran laut Schätzung der WHO über 2.000 Kinder.

* Angaben von toptarif.de

** dena/ Energiedaten BMWi, Energieverbrauch in Deutschland, 12/ 2011

*** Berechnung basierend auf bundesweiten Ökogastarifen, Basis Verivox und gas.idealo.de, ergänzt durch eigene Recherche

Pressekontakt

Polarstern GmbH
Anna Zipse
Lindwurmstr. 88
80337 München
T: 089 309 042 911
presse@polarstern-energie.de
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