Mieterstrommodell: Photovoltaikanlage eines Mieterstromprojekts.

Dank dem Mieterstrommodell ist es lukrativ geworden, Strom im Mehrfamilienhaus zu produzieren. Für Mieter:innen und Vermieter:innen. Finde heraus, wie das Mieterstrommodell aufgebaut ist und warum es sich wirklich lohnt.

von Manuel

Ich bin nicht gerade mit einem grünen Daumen gesegnet, aber einmal war ich erfolgreich: Obwohl ich die Tomatenpflanze nie gegossen habe, blieb sie hartnäckig, und am Ende konnte ich sogar eine kleine Tomate pflücken. Für einen Salat hat es zwar nicht gereicht, aber der Stolz etwas selbst produziert zu haben, war vollkommen ausreichend. Das gleiche Gefühl empfindet man, wenn man Mieterstrom bezieht. Der ist nämlich auch selbstgemacht. Wirklich.

Wie funktioniert das Mieterstrommodell?

Um Mieterstrom beziehen zu können, muss man einen Stromanbieter finden, der Mieterstrommodelle anbietet: zum Beispiel den Ökoenergieversorger und Mieterstromdienstleister Polarstern mit Mieterstrom Contracting. Mit seiner Hilfe wird dann im Keller ein Blockheizkraftwerk (kurz BHKW) und/oder auf dem Dach eine Photovoltaik-Anlage (kurz PV-Anlage) installiert. Das BHKW nutzt die Kraft-Wärme-Kopplung, um Wärme zu erzeugen und liefert als zusätzliches Nebenprodukt Strom.

Alternative zum Contracting: das Enabling.

Polarstern kauft dem:r Eigentümer:in den produzierten Strom ab und verkauft ihn dann an die Mieter:innen weiter. Alternativ könnte man den Strom auch ins öffentliche Netz einspeisen, dabei sind aber die Renditen geringer. Die Mieter:innen verbrauchen den lokal erzeugten Strom direkt vor Ort, ihr Vertrag läuft aber beim Stromanbieter ganz einfach über einen Mieterstrom-Vertrag. Das hat den Vorteil: Sollte der vor Ort erzeugte Strom nicht reichen, werden sie automatisch mit Wirklich Ökostrom versorgt. In ihrem Mieterstrom-Tarif ist das alles berücksichtigt, so dass die Kosten planbar sind.

Mieterstrommodell: Lokale Stromerzeugung mit Solaranlage & BHKW
Mieterstrommodell: Lokale Stromerzeugung mit Solaranlage & BHKW

Beim Mieterstrommodell wird Strom mit einem BHKW und/oder einer Photovoltaik-Anlage produziert.

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Wie kann ich mein Mieterstrom-Projekt finanzieren?

Es gibt Förderprogramme für Effizienzhäuser, bei denen etwa die KfW Kredite für Effizienzhäuser vergibt. So wird der Bau und die Sanierung energieeffizienter Gebäude mit zinsgünstigen Krediten sowie zusätzlichen Tilgungszuschüssen gefördert. Dabei gilt: Je niedriger der Primärenergieverbrauch ist, desto höher die Förderung. Erfüllt das Gebäude die Anforderungen der KfW 40-Plus Förderung, kann man zum Beispiel einen Tilgungszuschuss von bis zu 15.000 Euro pro Wohneinheit erhalten. Zusätzlich gibt es mit der seit 2021 geltenden Bundesförderung effizienter Gebäude (BEG) zwei neue und für Mieterstromprojekte sehr attraktive Effizienzhausklassen, das Effizienzhaus EE und das Effizienzhaus NH. Bei beiden gibt es zusätzliche, attraktive Fördermöglichkeiten, wenn verstärkt erneuerbare Energien vor Ort erzeugt und genutzt werden bzw. wenn besonders nachhaltige Kriterien ins Bau und in der Energieversorgung beachtet werden. Mehr zu den Förderungen findest du u.a. in unserem Artikel über die KfW 40-Plus.

... oder lass dich hier persönlich beraten.

Für welche Gebäude kommt Mieterstrom in Frage?

Das Mieterstrommodell kommt für Mehrfamilienhäuser ab etwa 15 Wohneinheiten in Frage. Besonders bei Neubauten, aber auch Bestandsgebäuden und Sanierungen ist das Mieterstrommodell sinnvoll. Wird das Dach ohnehin saniert oder die Heizung ausgetauscht, ist es besonders praktisch und wirtschaftlich spannend.

Wie hoch sind die Zusatzrendite gegenüber der Netzeinspeisung?

Als erstes kauft Polarstern die Energie zu besseren Konditionen ab, als bei der herkömmlichen Netzeinspeisung. Die zusätzlichen Renditen liegen gegenüber der Netzeinspeisung für Ökostrom aus der Photovoltaikanlage bei rund 15 % inklusive der Förderung nach dem Gesetz zur Förderung von Mieterstrom und bei circa 20 % für Strom aus dem Blockheizkraftwerk. Dann wird der Strom von Polarstern an die Mieter weiterverkauft. Als Anlagenbetreiber:in erhält man also eine schöne Rendite. Außerdem steigt nebenbei auch noch der Wert der Immobilie.

Wie funktioniert das Messkonzept?

Mieterstrom kombiniert lokal erzeugten Strom und Strom aus dem öffentlichen Netz. Die genauen Anteile im jeweiligen Projekt hängen von der Zahl an Mieterstrom-Kund:innen ab, den genutzten Energieerzeugungsanlagen und dem Energiebedarf. Um den Strombezug und seine Zusammensetzung pro Mieter:in auszurechnen, werden komplexe Messkonzepte und Abrechnungsmodelle eigesetzt. Dazu gehören beispielsweise:

  • das Summenzählerkonzept.
  • eigene Stromverbrauchszähler bei den Nutzern.
  • Zähler an der Erzeugungsanlage und am Speicher für die Energiemengen innerhalb des Hausnetzes.
  • ein „Zwei-Richtungs-Zähler“, als Verbindung zum öffentlichen Netz.
Mögliche Abrechnungs- und Messkonzepte für Mieterstrom
Mögliche Abrechnungs- und Messkonzepte für Mieterstrom

Welche Vorteile hat das Mieterstrommodell für Mieter?

Die Mieter:innen sparen beim Mieterstrommodell mit Polarstern um die 10 % Energiekosten, denn die Mieterstromtarife sind in der Regel günstiger als herkömmliche Stromtarife aus dem Netz. Außerdem beteiligen sie sich mit ihrem:r Vermieter:in gemeinsam aktiv an der Energiewende.

Die Vorteile von Mieterstrom für Immobilieneigentümer und Mieter
Die Vorteile von Mieterstrom für Immobilieneigentümer und Mieter

Jeder weiß es: selbstgemacht ist besser. Das gilt nicht nur für meine Tomate, sondern auch für Mieterstrom. Du hast Interesse, ein eigenes Mieterstromprojekt auf die Beine zu stellen? Besuche unsere Mieterstrom-Seite, ruf uns montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr unter der +49 (0) 89 309 042 911 an oder schicke uns eine E-mail an: [email protected].

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