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Brandenburgs größtes Wohngebäude

Holz-Fertigbau mit Mieterstrom.

In Saarmund entsteht Brandenburgs größtes Wohngebäude aus Holz. Es vereint energieeffizientes und ressourcenschonendes Bauen und Wohnen.

Baustelle eines Mehrfamilienhauses

Die industrielle Vorfertigung, seriell hergestellte Bauelemente gepaart mit dem Energieeffizienz-Standard KfW 40 Plus und entsprechend niedrigen Energiekosten, machen Holz-Fertighäuser immer beliebter. Schnell errichtet und energieeffizient gebaut sind sie genau das, was in der Energie- und Wohnungskrise derzeit dringend gebraucht wird.

In den letzten Jahren verzeichnete vor allem der Geschosswohnungsbau ein deutliches Wachstum. Verglichen zu 2009 hat sich dieses Segment gemessen an den jährlichen Neubauzahlen 2021 mehr als verdreifacht. Mit Blick auf Ressourcen- und Klimaschutz ist die dabei zunehmende Holzbauweise klar von Vorteil. Das Wohngebäude in Saarmund verfügt über vier Geschosse. Es werden rund 1.600 Kubikmeter Konstruktionsholz verbaut und so circa 1.600 Tonnen Kohlendioxid gebunden. Mit der Mieterstromversorgung werden viele weitere Tonnen Treibhausgasemissionen pro Jahr gespart.

Baustelle
PV-Module

Die Stromversorgung des Gebäudes erfolgt mit einer Photovoltaikanlage inklusive Batteriespeicher. Der erzeugte Strom versorgt neben den Haushalten auch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Angesichts des geringen Heizbedarfs von nur 160 Kilowatt für das gesamte Gebäude braucht es keinen Spitzenlastkessel als Ergänzung für die Wärmeversorgung; einzig das Frischluftsystem ist noch mit einer Wärmerückgewinnung gekoppelt. Die laufenden Kosten für Heizung, Warmwasser und Kühlung werden aufgrund der hohen Energieeffizienz des Holzbaus mit 50 Cent pro Quadratmeter Wohnfläche prognostiziert (Stand Anfang 2023).

Neben Holz als klimafreundlichen Baustoff sind die industrielle Vorfertigung sowie die niedrigen Energieverbräuche und Betriebskosten der Gebäude inklusive einer sektorenübergreifenden Mieterstromversorgung überzeugende Argumente in der Immobilienwirtschaft, die für mehr Holz-Fertigbau mit Mieterstrom sprechen.

Bilder: Copyright BDF/KAMPA/ISOVER/Marc Wiegelmann

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