Tipps zum Heizen mit erneuerbaren Energien | Polarstern

Tipps zum Heizen mit erneuerbaren Energien

Rolle von Brennstoffen beim energie- und klimabewussten Heizen spielen

München, 17.03.2016

„Wer mit erneuerbaren Energien heizen will, der kommt an Ökostrom und Ökogas nicht vorbei“, ist Florian Henle, Mitgründer des Ökoenergieversorgers Polarstern, überzeugt. Gas ist heute und bis auf weiteres der wichtigste Energieträger im Heizungsmarkt. Mit großem Abstand sind Gas-Brennwertsysteme die am weitesten verbreiteten Heizungen – auch bei Neubauten. Gleichzeitig gewinnt Strom als Energiequelle unter anderem durch den Einsatz von Wärmepumpen an Bedeutung, während Kohle und Öl verlieren. Alternative Heizungen, die mit Biomasse betrieben werden, haben an den eingesetzten Wärmeerzeugern nur einen Anteil von rund vier Prozent und dieser war zuletzt sogar rückläufig.

Um mit erneuerbaren Brennstoffen zu heizen, empfiehlt Udo Peters von der Verbraucherzentrale NRW Heizsysteme, die fossile und erneuerbare Energien kombinieren. Der erste Schritt, die eigenen Heizkosten zu reduzieren, seien allerdings Energieeffizienzmaßnahmen, die an der Gebäudehülle ansetzten, sprich Dämmen und Dichten. „Erst den Energiebedarf verringern und den verbleibenden Bedarf dann mit moderner Heiztechnik decken, das ist langfristig am wirkungsvollsten. Je nach Alter des ausgetauschten Kessels sind heute zwischen 10 und 20 Prozent Energieeinsparung möglich.“

Kombination klassischer und erneuerbarer Heiztechniken

Im Fall von kombinierten Heizungen, teilweise auch als Hybridheizungen betitelt, werden typischerweise Brennwertkessel mit alternativen Techniken wie Solarthermie oder Wärmepumpe ergänzt. Allerdings wurde dies 2015 nur noch bei weniger als jeder fünften Heizungsmodernisierung gemacht. Im Vergleich zu 2008 hat sich ihr Anteil damit mehr als halbiert. Dabei reduzieren diese kombinierten Systeme die beim Heizen verursachten Energiekosten und CO2-Emissionen deutlich. Solarthermie als ergänzende Wärmeerzeugung stellt in der Regel bis zu 20 Prozent des Heizenergiebedarfs und eine Luft-Wasser-Wärmepumpe bis zu 85 Prozent. Ein Manko dieser Heizungssysteme ist ihre Amortisationszeit. Sie liegt im Bereich der Lebensdauer einer Heizung, also bei rund 15 Jahren, da hier statt in einen in zwei Wärmeerzeuger investiert wird.

Welche Hybridheizung für wen geeignet ist, hängt vom Einzelfall ab. Einfluss auf die Entscheidung haben unter anderem Faktoren wie zum Beispiel Fußbodenheizung und Haushaltsstruktur. So macht eine Solarthermieanlage am meisten Sinn bei Familienhaushalten, weil dort mehr Warmwasser benötigt wird als in kleineren Haushalten und eine Wärmepumpe wiederum arbeitet besonders effizient bei Flächenheizungen.*

Mehr Strom im Wärmemarkt

Der Einsatz von Strom im Wärmebereich erfährt eine Renaissance. Lange Zeit waren Stromheizungen in Verruf und auch künftig sieht Udo Peters im Heizen mit Strom keine echte Alternative: „Den Heizenergiebedarf kann man realistisch betrachtet nicht durch Strom decken.“ Schließlich läge der Strombedarf zu Heizlastspitzen im Winter 13-mal höher als die aktuelle Stromerzeugung durch erneuerbare Energien derzeit überhaupt leisten kann. Auf den einzelnen Haushalt bezogen seien Stromheizungen zudem rund viermal teurer im Betrieb als beispielsweise eine Gas-Brennwertheizung. „Ökostrom ist heute nicht teurer als der Grundstromtarif des lokalen Versorgers. Beim Heizen mit Strom macht daher zumindest der Wechsel zu Ökostrom für Haushalte absolut Sinn – wirtschaftlich und ökologisch“, sagt Florian Henle. In einigen Fällen sparen Haushalte mit dem Wechsel sogar. In jedem Fall reduzieren sie ihren CO2-Fußabdruck so viel wie mit keiner anderen Einzelmaßnahme.

Steigende Bedeutung von Ökogas und Ökostrom

Gas und Strom spielen bei allen heute verbreiteten und aussichtsreichen Wärmeerzeugern eine wichtige Rolle. Um die Wärmewende zu unterstützen, kommt es neben der Gebäudedämmung und einer effizienten Heizungstechnologie daher auch auf die genutzte Energiequelle an. „Am Ende führt meist kein Weg an Gas und Strom vorbei. Der Wechsel zu Ökogas und/oder Ökostrom ist ein wichtiger Aspekt, um die CO2-Emissionen, die in Haushalten maßgeblich auf das Heizen und die Energiequelle zurückzuführen sind, zu senken“, sagt Florian Henle. Dabei sind die Preise für Ökostrom und Ökogas mit den klassischen Grundversorgertarifen vergleichbar; bezogen auf einen Dreipersonenhaushalt. 

Hinweise:

_ Das Gespräch mit Udo Peters von der Verbraucherzentrale NRW, wurde im März 2016 geführt. Die Energieberater der Verbraucherzentrale stehen jedem kostengünstig mit ihrem Rat zur Verfügung. Verbraucher erreichen die bundesweite, kostenlose Hotline zur Anmeldung für eine Energieberatung – egal ob Heizcheck, Gebäudecheck oder in der Beratungsstelle; Telefon: 0800 – 809 802 400. Ein Heizcheck für Alt- und Neuanlagen wird von der Energieberatung für nur 30 Euro angeboten. 

_ * Im Unterschied zu Heizkörpern wird bei Fußbodenheizungen der Raum über eine größere Fläche erwärmt, anstatt mit einem verhältnismäßig kleinen Heizkörper, der deutlich stärker erhitzt werden muss, um die Wärme im Raum zu verteilen.

 

Mehr zu neuen Heizungen findest du in unserem Magazin: Moderne Heizsysteme im Schnellcheck

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