Smarte Technik verdoppelt die Energiespareffekte | Polarstern

Smarte Technik verdoppelt die Energiespareffekte

Einschätzungen des Ökoenergieversorgers Polarstern zur intelligenten Steuerung des Heizenergieverbrauchs

München, 23.02.2016

„Je mehr die Raumwärme automatisch gesteuert wird, also je weniger Handgriffe von den Bewohnern gefordert sind, umso effektiver ist sie“, sagt Florian Henle, Mitgründer des Ökoenergieversorgers Polarstern. Der Energiespareffekt kann sich bei gewissen Maßnahmen verdoppeln oder sogar vervierfachen.* Menschen vergessen Fenster aufzumachen oder sie zu schließen – die Elektronik nicht. Das Gleiche gilt für das Absenken der Heiztemperatur, abends oder wenn man längere Zeit das Haus oder die Wohnung verlässt. Auch die Außentemperatur und die Witterung führen selten zu einem veränderten Heizverhalten. Dabei heizt die Sonne unsere Räume kostenlos auf. Genau darauf nehmen sogenannte Smart-Home-Systeme Rücksicht und helfen damit Haushalten, deutlich energieeffizienter zu heizen.

„Smart Home bietet ein überzeugendes Kosten-Nutzen-Verhältnis“

Thorsten Schneiders, Professor am Cologne Institute for Renewable Energy (CIRE) der Technischen Hochschule Köln ist davon überzeugt, dass Smart-Home-Systeme vor allem bei Bestandsgebäuden – also bei rund zwei Drittel aller Wohngebäude in Deutschland – einen sehr hohen Energiesparnutzen haben. „Sie sind können eine Alternative oder Ergänzung zur Isolierung sein, weil sie schnell und ohne Baumaßnahmen installiert werden können.“ Dass sie trotzdem laut einer aktuellen Studie erst einen Marktanteil von rund sechs Prozent** haben, führt er stark auf die schlechte Informationslage der Haushalte bezüglich Möglichkeiten und Nutzen von Smart Home zurück. „Es fehlt eine zentrale Anlaufstelle und Orientierung. Verbraucher können die Angebote nur schwer verstehen und vergleichen“, weiß Thorsten Schneiders, der aktuell eine Smart-Home-Forschungsstudie über die Energieeinspareffekte von Smart-Home-Systemen durchführt.

Heizungsregulierung für Smart-Home-Einsteiger

Nicht jedes Smart-Home-Angebot ist für jeden Haushalt gleichermaßen geeignet. Zwar ist der Wunsch, mit Smart Home Energie zu sparen, weit verbreitet, aber die Ansatzpunkte hierzu sind individuell sehr verschieden. Besonders gut geeignet findet Thorsten Schneiders Systeme, bei denen der Nutzer selbst gewisse Grundeinstellungen vornimmt und an seine persönliche Situation anpasst. Zum Beispiel können die Nutzer an ihren Smart-Home-Systemen einstellen, wann genau die Heiztemperatur automatisch, also ohne weitere Eingriffe, abgesenkt werden soll. „Das ist ein deutlicher Komfortgewinn gegenüber der wiederkehrenden, manuellen Einstellung jedes einzelnen Heizkörpers“, sagt der Smart-Home-Experte. „So kann ich auf einfachem Weg bereits deutliche Einsparungen erzielen.“ Und noch einen weiteren Vorteil sieht er in den Angeboten, die vom Benutzer programmierbare Eingriffsmöglichkeiten zulassen: Sie stärken das Energiebewusstsein. „Wenn ich selbst über einen Tastendruck in meiner Heiz-App die Temperatur senke, sobald ich das Haus verlasse, verstehe ich besser, warum meine Heizkosten niedriger sind, als wenn alles ohne mein Zutun abläuft.

Florian Henle fügt hinzu, dass gerade solche „teilautomatischen“ Systeme nicht nur Hausbesitzern, sondern auch Mietern große Energiesparmöglichkeiten bieten. Denn sie setzen selten an den Heizsystemen direkt an und erfordern auch nur selten bauliche Veränderungen. Auch sind sie oft günstiger als komplett intelligente Systeme, bei denen praktisch kein Handgriff mehr erforderlich ist.

Einsteiger in die smarte Heizungssteuerung können sich schrittweise mit der Technik anfreunden und ihren Nutzen erfahren. Allgemein sind Starter-Pakete, die Fenster- und Heizungsregelung kombinieren, zum Einstieg laut Experten am wirkungsvollsten. Oft sind solche Angebote durch ihre funkbasierte Steuerung einfach per Plug&Play einzurichten und können schrittweise erweitert werden.

Drei wirkungsvolle Smart-Home-Systeme

1) Fenster- und Rollladensteuerung: Wer mit einer Zeitschaltuhr das Rauf- und Runterfahren von Rollläden und Jalousien regelt und dies den Jahreszeiten anpasst, der spart bis mindestens fünf Prozent seiner Heizkosten. Noch mehr bringt eine smarte Rollladensteuerung beziehungsweise eine dynamische Dämmung. Hier erkennen Wetter-Sensoren automatisch, wenn es dunkel und kälter wird und schließen die Rollläden oder Jalousien.

2) Steuerung der Heiztemperatur: Programmierbare Thermostate sind schon seit über zehn Jahren im Handel. Sie bringen rund zehn Prozent Heizkostenersparnis. Die neueren Funk-Thermostate erzielen rund 23 Prozent Energieersparnis. Sie arbeiten mit Temperatursensoren im Raum sowie Kontaktsensoren am Fenster. Erste intelligente Systeme zur Heizungssteuerung sind zudem mit dem Internet verbunden und berücksichtigen Wetterprognosen und Erfahrungswerte, etwa wie schnell sich der Raum aufwärmt. Das bringt laut Hersteller einen um 31 Prozent niedrigeren Heizenergieverbrauch.

3) Steuerung der Lüftung: Wer drei- bis viermal am Tag stoßweise lüftet anstatt die Fenster längere Zeit gekippt zu lassen, der spart rund zehn bis 15 Prozent Heizkosten. Automatische Belüftungssysteme, auch bezeichnet als kontrollierte Wohnraumlüftung, kommen auf eine Ersparnis von 30 bis 50 Prozent, je nach Technik und ob mit oder ohne Wärmerückgewinnung. Allerdings sind sie vor allem bei Neubauten oder Sanierungen interessant, weil sie mit größeren Bauarbeiten verbunden sind.

Smart Home ersetzt nicht die Heizungsmodernisierung

Obwohl mit Systemen, die das automatisch tun, oft als Smart-Home-Systeme bezeichnet, ähnlich viel Heizenergie eingespart werden kann wie mit einer Heizungsmodernisierung, ist das für Florian Henle kein Entweder-oder. „Um langfristig die Heizkosten zu senken, führt kein Weg daran vorbei, seinen primären Energieverbrauch zu reduzieren.“ Ob ich 30 Prozent meiner 1.200 Euro hohen Heizkostenrechnung durch eine moderne Heizungssteuerung spare oder 30 Prozent von 900 Euro mit neuer Heizung), mache immerhin einen Unterschied von 90 Euro.*** Auch die Emissionen würden mit einer modernen Heizung entsprechend stärker gesenkt.

Hinweise:

_ * Vervierfachung bezieht sich auf Vergleich von manueller Temperatureinstellung mit ‚normalem’ Thermostat – bis zu 5 Prozent Ersparnis, sofern konsequent genutzt – und programmierbare Thermostate (Ersparnis von rund 10 Prozent) sowie Funkthermostate bis zu 23 Prozent laut Herstellerangaben.

_ ** Wohntraum-Studie des Baufinanzierungs-Vermittlers Interhyp

_ *** Vergleich basiert auf einer 100 Quadratmeter großen Wohnung einmal ohne neuer Heizung und einmal mit moderner Heizung. Eine neue Heizungsanlage spart im Schnitt rund 25 Prozent der Heizkosten.

Pressekontakt

Polarstern GmbH
Anna Zipse
Lindwurmstr. 88
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T: 089 309 042 911
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