Finanzielle Vorteile beim Laden und mehr Klimaschutz durch integrierte Versorgungslösungen.

von Anna

Elektroautos werden bevorzugt zuhause geladen. Mit dem Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG) wurde das Ende März erleichtert.* Aber das reicht nicht. Neben der Infrastruktur kommt es für Elektroautobesitzer:innen vor allem auf ein preislich attraktives Ladeangebot an. Genau das unterstützt die Integration der Ladeinfrastruktur in die Mieterstromversorgung.

„In diesem Zusammenhang ist es auch sinnvoll, die Verpflichtung zur Installation von Ladeinfrastruktur mit einer PV-Pflicht – wie es sie in immer mehr Bundesländern (bald) gibt – zu verknüpfen“, betont Florian Henle, Geschäftsführer des Ökoenergieversorgers Polarstern. Die Nutzung erneuerbar erzeugter Energie zum Laden der Elektroautos sei schließlich Voraussetzung für eine wirklich klimafreundliche Mobilität.

Mieterstrom kombiniert Infrastruktur- und Ladetarif-Angebot.

Typischerweise liegt ein Mieterstromtarif 10 bis 15 Prozent unter dem Grundversorgungstarif und damit deutlich unter den Ladetarifen an öffentlichen Ladestationen. Dieser Preisvorteil beim Laden des Elektroautos mit Mieterstrom steigert die Attraktivität einer Immobilie und unterstützt eine effiziente Energieversorgung der Bewohner:innen. Sie erhalten in der Kombination von Ladestationen und dezentraler Energieerzeugung ebenjene Preisvorteile für Haushalts- und für Auto-/Ladestrom.

„Wir realisieren inzwischen praktisch kein Mieterstromprojekt mehr ohne die Installation von Ladelösungen“, betont Florian Henle von Polarstern. Auch Besitzer:innen von bestehenden Gebäuden oder aus älteren Mieterstromprojekten kommen auf uns verstärkt mit dem Wunsch zu, Ladestationen in das Energiekonzept zu integrieren.“ Sie reagierten damit jedoch weniger auf das GEIG, sondern auf die steigende Nachfrage seitens der Bewohner:innen. Unterstützt wird dies durch die verbesserte Wirtschaftlichkeit der Anlageninvestitionen, weil mehr erzeugter Solarstrom direkt vor Ort genutzt wird. „60 Prozent unserer Mieterstromprojekte haben eine Ladeinfrastruktur oder planen derzeit eine zu installieren.“

In einer Neubausiedlung in München können Bewohner:innen eines Mieterstromprojektes zu ihren Tiefgaragenstellplätzen eine Wallbox über Polarstern erwerben, installieren und abrechnen lassen. Zusätzlich gibt es eine öffentliche Ladestation auf einem frei zugänglichen Parkplatz. Alle Ladestationen sind miteinander vernetzt, wobei eine Station die anderen Ladepunkte steuert. Damit ist der Grundstein für ein dynamisches Lastmanagement gelegt. Das heißt, die verfügbare Ladeleistung wird optimal auf alle ladenden Elektroautos verteilt und gleichzeitig der Stromverbrauch der Haushalte berücksichtigt, ohne den Hausanschluss zu überlasten. Die Stromversorgung des Gebäudes und der Ladestationen erfolgt – intelligent vernetzt – über die lokale Photovoltaikanlage und einen Gewerbespeicher sowie bedarfsweise ergänzt mit Ökostrom aus dem öffentlichen Netz. Diese Versorgung aller Verbrauchsstellen lässt sich besonders effizient im Mieterstrom-Contracting realisieren.

Vorteil auch bei der Auslegung des Netzanschlusses.

Durch die Installation von erneuerbaren Energien kann mehr Leistung im Gebäude für die Elektromobilität zur Verfügung gestellt werden. „Ist der Netzanschluss eines Bestandsgebäudes ausgeschöpft, kann die installierte Leistung durch eine lokale Photovoltaikanlage gesteigert werden“, sagt Manuel Thielmann, Leiter dezentrale Energieversorgung des Ökoenergieversorgers Polarstern. „Auch im Neubau hilft eine Photovoltaikanlage, die Netzanschlussleistung zu reduzieren.“ Je höher die Netzanschlussleistung ist, umso höher die Kosten. Zudem ist selbst in Neubaugebieten oft keine höhere Anschlussleistung verfügbar, sodass eine Leistungserweiterung über erneuerbare Energien diesen Engpass zumindest etwas entschärfen kann.

Mieterstrom inklusive Ladeinfrastruktur im Quartier.

Im Quartier „Am alten Flughafen“ in Gießen realisiert Polarstern als Partner der Weimer Wohnbau GmbH & Co. KG Mieterstromprojekte mit zahlreichen Partnern, von privaten Investoren, Wohnungseigentümergemeinschaften bis hin zu kommunalen Wohnungsbaugesellschaften. Insgesamt können so im Quartier am Ende vernetzte und sich ergänzende Erzeugungs- und Versorgungsstrukturen realisiert werden. Mit dabei ist die Versorgung von privaten und öffentlichen Ladestationen. Neben Ladestationen für die Bewohner:innen des Quartiers in den Tiefgaragen installiert Polarstern zusätzlich Außenladesäulen auf einem Quartiersparkplatz – zugänglich für alle Quartiersbewohner:innen sowie integriert in ein überregionales Ladenetzwerk.

>>> Klicken, um zu Polarsterns Mieterstrom-Referenzen zu gelangen. 

 

*1 Neue Wohngebäude oder Bestandsgebäude, bei denen eine „größere Renovierung“ vorgenommen wurde, müssen jeden Stellplatz mit Schutzrohren für die (spätere) Installation ausstatten, sofern sie mehr als fünf Pkw-Stellplätze haben. In Quartieren sind dazu Vereinbarungen von Bauherr:innen und Eigentümer:innen zulässig, deren Gebäude in räumlichem Zusammenhang stehen.

Ausnahmen sind für Gebäude vorgesehen, die sich im Eigentum von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) befinden und von ihnen genutzt werden – oder für Bestandsgebäude, wenn die Kosten für die Lade- und Leitungsinfrastruktur sieben Prozent der Gesamtkosten einer größeren Renovierung überschreiten. Die neuen Vorschriften gelten für Bauvorhaben, bei denen der Bauantrag nach Inkrafttreten des GEIG gestellt wird.

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