PV-Pflicht auf Nichtwohngebäuden ist ein wichtiger Treiber

von Anna

Mieterstrom auf Nichtwohngebäuden hat großes Potenzial für Energiewende und Klimaschutz. Aus Sicht von Polarstern gibt es keine Gründe, warum nicht mehr Bundesländer dem Beispiel aus Baden-Württemberg folgen und zügig die Photovoltaik-Pflicht auf Nichtwohngebäuden einführen. „Die Solarstromerzeugung und der Strombedarf der Unternehmen passen in der Regel ideal zusammen. Gleichzeitig haben gewerblich genutzte Gebäude ein enormes Flächenpotenzial für Solarmodule, das derzeit meist brachliegt“, sagt Florian Henle, Geschäftsführer des Ökoenergieversorgers und Mieterstrom-Dienstleisters Polarstern.

Baden-Württemberg hatte angekündigt, ab 2022 eine gesetzlich verankerte Photovoltaik-Pflicht für alle neuen Nicht-Wohngebäude einzuführen. In Hamburg gilt ab 2023 eine allgemeine Photovoltaik-Pflicht für Neubauten. Auch Bremen will eine solche Pflicht einführen.

„Nichtwohngebäude können den erzeugten Solarstrom oftmals sogar noch besser direkt nutzen als es im klassischen Wohnungsbau möglich ist“, erläutert Florian Henle. Die Photovoltaik-Pflicht für Nichtwohngebäude böte Unternehmen umgesetzt im Contracting nur Vorteile, ist er überzeugt: „Unternehmen und Immobilienbesitzer reduzieren ihre CO2-Emissionen, steigern die Attraktivität der Immobilie und senken ihre Energiekosten ohne einen Mehraufwand zu haben."

Mieterstrom-Contracting: Mehr Vorteile ohne Mehraufwand.

Sowohl für Immobilienbesitzer, die vermieten, als auch für Unternehmen, die die genutzte Immobilie selbst besitzen, ist Mieterstrom-Contracting attraktiv. Denn sie müssen hierbei nicht in die erforderliche Anlagentechnik investieren. Angesichts sinkender EEG-Einspeisevergütung ist das ein wichtiger Aspekt. Schon heute ist eine Volleinspeisung des erzeugten Solarstroms nicht mehr attraktiv. „Am lukrativsten ist es, möglichst viel des erzeugten Stroms vor Ort zu nutzen. Ein hoher Direktverbrauch setzt integrierte Energiekonzepte etwa mit Wärme- und Mobilitätslösungen voraus, was allerdings die Komplexität der Energieversorgung erhöht“, sagt Florian Henle. Für Unternehmen und Immobilienbesitzer bedeutet das einen Mehraufwand, den sie mit Mieterstrom-Contractingmodellen reduzieren.“ Das gelte einmal mehr, wenn mehrere Unternehmen in einem Gebäude untergebracht seien.

Zugleich haben Unternehmen und Immobilienbesitzer bei Mieterstrom-Contracting-Lösungen ähnlich wie bei Power-Purchase-Agreements (PPA) verglichen zum Netzbezug stabilere und oft günstigere Energiekosten. Schließlich setzen sich die Mieterstrompreise aus den Kosten für vor Ort erzeugten und genutzten Strom und dem Reststrombezug aus dem öffentlichen Stromnetz zusammen. „Je mehr Strom lokal erzeugt und genutzt wird, umso unabhängiger ist der Mieterstrompreis von der weiteren Entwicklung der allgemeinen Steuern, Abgaben, Umlagen und Entgelte“, erklärt Florian Henle.

Sind in einem Gebäude mehrere Unternehmen ansässig, kann ein Mieterstrom-Dienstleister wie Polarstern zudem alle Parteien mit Mieterstrom versorgen. Würde ein Immobilienbesitzendes Unternehmen dies tun, müsste es Aufgaben und Pflichten ähnliche der eines Energieversorgers übernehmen. Gleiches gilt, wenn ein drittes Immobilienunternehmen das Gebäude besitzt und seine Mieter mit Energie versorgt. Das sei aktuell für viele Immobilienbesitzer und Unternehmen die vermutlich größte Hürde bei der Installation von Photovoltaikanlagen. „Wenn die PV-Pflicht kommt, müssen sie es jedoch angehen. Durch Mieterstrom-Contractingmodelle können sie die Auflagen erfüllen und attraktive Versorgungslösungen realisieren“, betont Florian Henle.

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Anna Zipse

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