Bewusster Konsum, CO2 & das Klima | Polarstern

Klimakiller Konsum

Der Großteil der CO2-Emissionen wird meist unbewusst durch Konsumentscheidungen verursacht

München, 18.11.2015

„Jeder Deutsche kann und muss seine Anstrengungen deutlich verstärken, um den eigenen CO2-Fußabdruck zu reduzieren“, erklärt Dr. Siegfried Behrendt vom Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung IZT, mit Blick auf die UN-Weltklimakonferenz in Paris Ende November. Aktuell stagniert der CO2-Fußabdruck pro Person in Deutschland bei rund zehn bis elf Tonnen pro Jahr; als ökologisch verträglich gelten zwei bis 2,5 Tonnen, also ein Viertel davon. Den größten Einfluss haben die CO2-Emissionen, die jeder Einzelne indirekt bei der Herstellung von Konsumgütern und der Energiegewinnung verursacht. Sie sind rund 1,5-mal höher als die direkten Emissionen der privaten Haushalte, also diejenigen, die beim Strom- und Wärmeverbrauch daheim und beim Fahren des eigenen Autos anfallen.

Die Energiewahl der Verbraucher hat die größte Wirkung auf ihren CO2-Fußabdruck

„Ein energie- und CO2-bewusstes Leben fängt schon vor dem Energiesparen an, zumal die Effekte eines energiesparenden Verhaltens sinken. Grund hierfür sind unter anderem die steigende Energieeffizienz und die zunehmende Geräteanzahl in den Haushalten sowie der steigende Wohlstand“, erklärt Florian Henle, Mitgründer des Ökoenergieversorgers Polarstern. „Um wirkungsvoll den CO2-Ausstoß zu reduzieren, muss man an der Wurzel anfangen. Das heißt, schon durch die eigene Konsumentscheidungen weniger CO2 verursachen, anstatt den Ausstoß später einzudämmen.“ Einmal gewechselt, senkt ein Dreipersonenhaushalt in einer 100 Quadratmeter großen Wohnung seine CO2-Emissionen mit dem Wechsel zu 100 Prozent Ökostrom um bis zu rund 14 Prozent und mit dem Wechsel zu 100 Prozent Ökogas um über ein Viertel. Im Vergleich dazu, reduziert er mit dem Kauf eines neuen Kühlschranks seinen CO2-Ausstoß um weniger als ein Prozent, je nach Größe und Effizienzkategorie. Florian Henle betont, das beides wichtig sei, sich zunächst bewusst für einen Energieversorger und -produkt zu entscheiden und dann Energie bewusst zu verbrauchen. „Der größte einzelne Hebel ist jedoch die Entscheidung für glaubwürdige Ökoenergie.“

Auf die große Klimawirkung durch den Ausbau der erneuerbaren Energien verweist auch die Politik: Allein die Bereitstellung von Strom und Wärme verursacht knapp 85 Prozent der energiebedingten CO2-Emissionen. „Wer vor diesem Hintergrund zu Ökostrom und Ökogas wechselt, der unterstützt eine CO2 sparsamere Energiegewinnung“, sagt Florian Henle.

CO2-Fußabdruck weiterhin auf hohem Niveau

Trotz aller Entwicklungen in Sachen Energieeffizienz und dem Ausbau erneuerbarer Energien bleibt unser CO2-Fußabdruck hoch. „Zwar werden in Deutschland heute im Vergleich zu 1990 27 Prozent weniger Treibhausgase emittiert. Allein zwischen 1990 und 1995 sanken die Emissionen um elf Prozent“, erklärt Dr. Siegfried Behrendt. Dieser Rückgang sei im Wesentlichen aber auf den wirtschaftlichen Umbruch, also auf Stilllegung und Modernisierung der Industrien infolge der Wiedervereinigung zurückzuführen. Zudem sinke die Energieintensität. Seit 2000 machten sich die Nutzung emissionsärmerer Energieträger und der Einsatz erneuerbarer Energien zunehmend bemerkbar. Trotzdem sei zur Erreichung einer weitgehend CO2-freien Wirtschaft bis zum Jahr 2050, wie sie die Klimaforschung fordere, ein deutlich schnellerer Rückgang der Treibhausgasemissionen notwendig als er aktuell stattfindet. „Problematisch ist vor allem der Konsum. Und auch der Energieverbrauch der Haushalte insgesamt steigt weiter“, sagt Dr. Siegfried Behrendt. Im Durchschnitt entfielen in den privaten Haushalten rund 24 Prozent der Treibhausgasemissionen auf Heizung und Strom.

Schließlich weist Dr. Siegfried Behrendt daraufhin, dass mit zunehmendem Wohlstand nicht nur der eigene Energieverbrauch steigt, sondern auch die Möglichkeiten jedes Einzelnen, seinen CO2-Fußabdruck zu reduzieren: „Ob Haushalte mit ihrem Budget eine lange Flugreise machen oder in den Bau neuer Windkraftwerke investieren, hat eine große Wirkung auf die CO2-Bilanz“, erklärt er. „Theoretisch mögliche Einsparpotenziale können so um den Faktor zwei überkompensiert werden.“

 

Definition „CO2-Fußabdruck“ s. nachhaltigkeit.info: Bei dem CO2 Fußabdruck (carbon footprint) handelt es sich um die Menge an CO2-Emissionen, die ein Mensch in einer bestimmten Zeit verursacht. Er beinhaltet die direkt und indirekt verursachten CO2-Emissionen. Bei einem großen Fußabdruck, werden überdurchschnittlich viele Emissionen verursacht; ein kleiner Fußabdruck hingegen impliziert ein klimafreundlicheres Leben.

Hinweis: Das Gespräch mit Dr. Siegfried Behrendt vom Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung IZT wurde Ende September geführt.

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T: 089 309 042 911
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