Entwicklungen des Mieterstrom-Marktes | Polarstern

„Die Nachfrage hat sich vervierfacht“

Polarstern erklärt, welche Entwicklungen den Mieterstrom-Markt derzeit antreiben und welche weiteren Geschäftspotenziale sich künftig ergeben können

München, 01.02.2017

Die bisherigen Hürden von Mieterstrom, geringe Erlöspotenziale und hohe Investitionskosten für die Energietechnik, schwinden. „Es gibt immer mehr Förderungen. Gleichzeitig sinken die Kosten für Solarstromanlagen und Batteriespeicher“, weiß Florian Henle, Geschäftsführer von Polarstern und Mieterstromexperte. Das mache Mieterstrom wirtschaftlich immer attraktiver. Allein seit 2013 sind die Speicherpreise um 40 Prozent gesunken. Experten gehen in den nächsten Jahren von weiteren Preissenkungen im niederen zweistelligen Bereich aus. Auch Solaranlagen wurden bereits in den letzten zehn Jahren im Schnitt um rund 70 Prozent günstiger, Tendenz ebenfalls fallend. Hinzu kommt, dass die Energievorschriften für Neubauten dezentrale Versorgungslösungen immer mehr zu Pflicht machen. Diese Entwicklungen spüren Mieterstromdienstleister wie Polarstern. „Die Mieterstromnachfrage hat sich bei uns im vierten Quartal 2016 vervierfacht“, berichtet Florian Henle. Für einen weiteren Ausbau der dezentralen Energiewende fordert er die Bundesregierung auf, endlich die Chancen zu ergreifen und beispielsweise auch bei Mieterstrom die laut Verordnungsermächtigung zulässige reduzierte EEG-Umlage einzuführen.

Neue Geschäftsfelder für Immobilienbesitzer

„Mit dem steigenden Strombedarf von Gebäuden macht die eigene Stromversorgung wirtschaftlich und ökologisch immer mehr Sinn“, sagt Florian Henle. Die Sektorenkopplung, sprich die Nutzung von Strom für Wärme und Mobilität, gewinnt an Fahrt. Die Anzahl an Wärmepumpen und Elektrofahrzeugen steigt. Waren Wärmepumpen vor zehn Jahren in jedem zwanzigsten Wohngebäude installiert, ist das heute bei fast jedem dritten der Fall. Angesichts der immer strengeren Energieeffizienzvorschriften zur Heizungsmodernisierung werden Wärmepumpen zunehmend auch in Bestandsgebäuden eingebaut.

In manchen Szenarien wird Strom als künftiger Hauptenergieträger gesehen und eine Verdopplung des Strombedarfs prognostiziert. „Gut beraten ist in jedem Fall derjenige, der sich zunehmend selbst mit Strom versorgt“, unterstreicht Florian Henle. Das mache ihn nicht nur unabhängiger, sondern habe direkt immer stärker wirtschaftliche Vorteile.

Immobilienbesitzer von Mehrparteiengebäuden haben neben Renditen aus dem Mieterstromgeschäft die Chance, zusätzliche Leistungsangebote wie Mieterstrom und E-Mobilitätsservices anzubieten und sich damit neue Geschäftsfelder zu erschließen. Mit Blick in die weitere Zukunft sieht Florian Henle Möglichkeiten im Bereich des Regelenergiemarktes, des Spotmarktes sowie im Bereich Nachbarschaftsstroms. Letzteres werde zwar bisher schon kommuniziert, sei aber aufgrund der regulatorischen Vorschriften noch nicht wirtschaftlich umsetzbar. Prinzipiell brauche es erst einmal eine grundlegende Reform der Netzentgelte. Bis dahin könnten sich mit dem Einsatz von Smart Metern neue Serviceangebote etwa hinsichtlich der Gerätewartung und -pflege bieten.

Mehr zum Mieterstromangebot von Polarstern

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