Outdoor-Ausrüster VAUDE über das Fehlen glaubwürdiger Angebote, sein Handeln als Energie-Vorbild und sein Wechsel zu Ökogas von Polarstern

von Anna

 

Ohne Deutschlands Industrie wird es keine Energiewende geben. Auf sie entfällt über ein Drittel des gesamten Wärmeenergieverbrauchs. Der Anteil erneuerbarer Wärme am Endenergieverbrauch der Industrie liegt dabei gerade einmal bei knapp sechs Prozent. Und das, obwohl hier die Potenziale zur Energie- und CO2-Einsparung auch im Vergleich zum Stromverbrauch hoch sind. Um diese Möglichkeiten besser zu nutzen, sind einfache und praktische Ansätze gefragt, mit denen die Energiewende in der Industrie stärker vorangebracht wird.*

 

Ein Ansatz ist der Bezug von so genanntem Öko- oder Biogas. Der Vorteil in der Umstellung auf Ökogas liegt für viele Unternehmen allgemein im geringen Aufwand bei gleichzeitig großer Umwelt- und Klimawirkung. Es muss weder in neue Heizungsanlage, noch in neue Maschinen und Produktionsanlagen investiert werden. Die oftmals spezifischen Prozess- und Temperaturanforderungen sind sichergestellt und die Umstellung kann sofort erfolgen. „Der Wechsel zu Ökogas ist in wenigen Minuten erledigt. Es gibt keine andere Maßnahme, durch die so einfach und schnell CO2 eingespart werden kann“, sagt Florian Henle, Mitgründer von Polarstern.

 

 

 

VAUDE bezieht Ökogas von Polarstern

 

Der deutsche Outdoor-Ausrüster VAUDE hat die Chance ergriffen und bezieht seit kurzem Ökogas von Polarstern: „VAUDE hat schon seit vielen Jahren ein klares Commitment zu erneuerbaren Energien: Nachhaltig wirtschaften heißt für uns, ohne fossile Energien auszukommen. Das betrifft sowohl Strom, als auch Gas zum Heizen“, sagt Hilke Patzwall, Leiterin Sustainability und CSR bei VAUDE. „Die Entscheidung für einen Biogas-Anbieter ist allerdings nicht so einfach, weil es gar nicht so viele sinnvolle und gute Angebote gibt. Wir haben länger nach einem Anbieter wie Polarstern gesucht, der unsere Kriterien erfüllt, das heißt unter anderem einen, der Biogas aus 100 Prozent Reststoffen herstellt.“ 

 

Insgesamt versteht sich VAUDE als „Energie-Vorbild“ für andere Unternehmen und Branchen. Bis 2015 will das Unternehmen Europas nachhaltigster Outdoor-Ausrüster werden – objektiv und messbar. Nachhaltiger Energiebezug und -verbrauch seien dabei wichtige Teilziele. Um andere Unternehmen zu motivieren, ihren Wärmeverbrauch nachhaltiger zu gestalten, bräuchte es ein EEG für den Wärmemarkt mit klaren Regeln und mehr Transparenz bei den echten Umweltauswirkungen der verschiedenen Energieträger, sagt Hilke Patzwall. Und an die Unternehmen gerichtet fordert sie: „Die Industrie sollte mehr Eigeninitiative zeigen und stärker freiwillig auf erneuerbare Energien umsteigen.“

 

 

100 Prozent Ökogas aus Reststoffen

 

Der unabhängige Ökoenergieversorger ist der erste Anbieter in Deutschland, der sowohl beim Strom als auch beim Gas bundesweit ausschließlich 100 Prozent-Tarife anbietet. Gerade beim Gas nimmt Polarstern damit eine Sonderstellung ein. Möglich macht es ein neues Ökogas-Handelssystem. „Wir haben das im Strommarkt etablierte System gewissermaßen auf den Gasmarkt übertragen“, sagt Florian Henle, Mitgründer von Polarstern. Unterstützt wurden sie dabei vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Das in der Biogasanlage einer ungarischen Zuckerrübenfabrik erzeugte Biogas gelangt in Form von Herkunftsnachweisen nach Deutschland. Sie garantieren, dass das vor Ort erzeugte Biogas im europäischen Gassee das bisher genutzte fossile Energievolumen ersetzt. Dies und auch die mengenmäßige Übereinstimmung von verbrauchtem Biogas durch die Polarstern-Kunden und erzeugtem Biogas beim Produzenten werden regelmäßig vom TÜV Nord überprüft. Der große Vorteil des Polarstern-Ökogases: Es ist im Vergleich zu aktuellen Konkurrenzprodukten um über 40 Prozent günstiger.

 

Das komplette Interview mit VAUDE ist abrufbar unter https://www.polarstern-energie.de/magazin/5-minuten-mit-hilke-patzwall-von-vaude/ .

 

Quelle:

* BMWi, Zahlen und Fakten Energiedaten, zuletzt aktualisiert 21.05.2013

Anna Zipse

Medien und Kommunikation

Lindwurmstr. 88
80337 München

E-Mail: [email protected]
Tel.: 089 309 042 911