Vorteile für Energie-Selbstversorger | Polarstern

Der neue Energieverbraucher

Warum selbst Energie erzeugen sinnvoll ist

München, 28.07.2015

Die Anzahl der Energie-Selbstversorger steigt von Jahr zu Jahr. Für Experten wie Professor Reinhard Madlener von der RWTH Aachen sind diese sogenannten „Prosumer-Haushalte“ ein wichtiges Element des zukünftigen Energieversorgungssystems. „Prinzipiell kann jeder zweite Haushalt längerfristig einen Teil seiner benötigten Energie selbst erzeugen und nutzen“, schätzt er. Aktuell verfügen erst rund vier Prozent der Haushalte in Deutschland über Solarthermieanlagen, die bisher gemessen an der Anlagenzahl am weitesten verbreitete Prosumer-Lösung. Hier wird mit Hilfe der Sonnenenergie Warmwasser erzeugt. Ähnlich gefragt sind Photovoltaikanlagen: Knapp unter vier Prozent aller Haushalte verbrauchen so bereits heute den auf ihrem Dach erzeugten Strom selbst und speisen überschüssige Energie oftmals ins Netz ein. Auch Blockheizkraftwerke, die vor allem in Mehrparteien-Wohnungen genutzt werden, und Wärmepumpen verzeichnen deutliche Zuwächse. Inzwischen sind in fast einem Drittel der Neubauten Wärmepumpen installiert. „Alles in allem ist der Anteil der Prosumer-Haushalte in Deutschland derzeit auf einem niedrigen einstelligen Niveau – aber die Nachfrage steigt deutlich“, bilanziert Florian Henle vom Ökoenergieversorger Polarstern. Seine Rolle als Energieversorger sieht er darin, den Haushalten Möglichkeiten zu bieten, selbst Energie zu erzeugen und zu nutzen und nicht benötigte Energie idealerweise Dritten zur Verfügung zu stellen. „Das treibt die Energiewende von unten wesentlich voran.“

Komplette Energie-Autarkie für Haushalte noch nicht wirtschaftlich

„Die Kombination aus selbst erzeugter Energie und Ökostrom und/oder Ökogas ist wirtschaftlich und mit Blick auf die notwendige Energiewende absolut sinnvoll. Prosumer senken so ihre Energiekosten im Haushalt im Schnitt um rund 30 Prozent und reduzieren ihren CO2-Fußabdruck pro Person um bis zu ein Viertel“, sagt Florian Henle. Professor Reinhard Madlener gibt allerdings zu bedenken, dass eine komplett autarke Energieversorgung von Haushalten ökonomisch nicht sinnvoll sei. In Simulationsmodellen, also wenn alle Rahmenbedingungen perfekt sind, komme man zwar über das Jahr gerechnet auf das Ergebnis, dass ein Haushalt 50 bis 60 Prozent seines Energieverbrauchs selbst decken kann, mehr sei aber mit der verfügbaren Speichertechnologie für Haushalte heute noch unrealistisch. Üblich seien in der Praxis zudem auch eher maximal 30 bis 40 Prozent.

Weil der Trend zur Selbstversorgung auch in anderen Bereichen wie zum Beispiel dem Urban Farming spürbar ist, prognostiziert Reinhard Madlener eine weitere Zunahme der Prosumer-Haushalte in Deutschland: „Die Entwicklung wird von einem allgemein zunehmenden Unabhängigkeitsbestreben forciert.“ Die größten „Gefahren“, die diesen Trend ausbremsen könnten, drohten in seinen Augen durch regulatorische Eingriffe seitens der Politik, etwa durch Steuern auf die private Energieerzeugung, wenn keine Subventionen für deren Verbreitung mehr nötig sind.

Veränderter Energieverbrauch

Erste Studienergebnisse legen nahe, dass Prosumer-Haushalte einen insgesamt höheren Energieverbrauch haben als klassische Haushalte, wobei sich die Haushalte teilweise stark unterscheiden. „Ein höherer Stromverbrauch bedeutet nicht automatisch, dass sorglos mit Energie umgegangen wird“, betont Reinhard Madlener. So hätten Prosumer-Haushalte mehr Geräte, die anstelle fossiler jetzt erneuerbare Energien nutzten oder statt mit Öl mit Wärmepumpe oder Solarthermie heizten. Insgesamt sei vielfach festzustellen, dass Prosumer-Haushalte energiebewusster in ihrem Verhalten seien und auf energieeffiziente Geräte sowie allgemein ihren Energieverbrauch achteten. Energiebewusstes Verhalten bedeutet für sie nicht Askese, sondern einen bewussteren Umgang mit den Geräten – also kein sinnloser Standby-Modus oder hemmungsloser Neukauf. Reinhard Madlener nennt die Prosumer-Haushalte „Schlüsselakteure der Energiewende“, weil sie einen Paradigmenwechsel im Energiemarkt von der Basis aus vorantrieben. Auch Florian Henle sieht in ihnen wichtige Vorreiter, die ihre Mitmenschen zum Mit- und Nachmachen motivierten.

Stromerzeugung im Mini-Format

Neben PV-Anlagen, Wärmepumpen und Co. gibt es für private Haushalte auch immer mehr kleine Energieerzeugungsanlagen oder -gadgets. Von kleinen Solargadgets zum Aufladen des Mobiltelefons bis hin zu Mikroturbinen, die man wie ein kleines Wasserkraftwerk in einen Fluss hängt und so bei einem langen Grilltag am Ufer keine Angst haben muss, dass der Handy-Akku leer geht. Mit kleinen Stromerzeugungs-Geräten wie diesen lassen sich kleine elektronische Geräte aufladen – für den Betrieb eines Kühlschranks reicht ihre Leistung bei weitem noch nicht. Akquakin, der Hersteller der genannten Mikroturbinen verspricht, dass mit der Wasserkraft, die innerhalb einer Stunde erzeugt wird, ein Handy-Akku für zehn Stunden Energie hat. Für Florian Henle vom Ökoenergieversorger Polarstern sind die zahlreichen Gadgets am Markt, mit denen Energie erzeugt wird, vor allem deshalb spannend, weil sie das Bewusstsein für den eigenen Energieverbrauch fördern. „Für den Weg in eine energieautarke Zukunft sind sie wichtige Impulsgeber.“ Aber er weist daraufhin, dass man immer die gesamte Energiebilanz berücksichtigen muss, jedes Gerät will erst einmal hergestellt werden und das verbraucht Energie. 

Hinweis: Das Gespräch mit Professor Reinhard Madlener wurde Anfang Juli geführt.

Pressekontakt

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