Blackbox Mieterstrom | Polarstern

Blackbox Mieterstrom

Polarstern löst mit seinen Mieterstrommodellen die Gewerbesteuerproblematik

München, 19.05.2016

Mieterstrom ist für Immobilienbesitzer eine Chance, den Immobilienwert zu steigern und die Stromversorgung des Gebäudes unabhängiger und erneuerbar zu gestalten. „Es ist aber auch für viele eine Blackbox“, weiß Florian Henle, Mitgründer des Ökoenergieversorgers Polarstern, der bundesweit flexible Mieterstrommodelle anbietet. „Es wird derzeit viel darüber gesprochen, aber so richtig verstehen tun es nur wenige.“ Das liege daran, dass die Energieversorgung nicht das Kerngeschäft der Immobilienbesitzer und entsprechend wenig Wissen über den Energiemarkt vorhanden sei. Das fördere auch die Verwirrung in Sachen Gewerbesteuerpflicht.

Grundsätzlich ist das Interesse der Wohnungswirtschaft an Mieterstrom groß. Das unterstreicht eine Umfrage des Instituts Wohnen und Umwelt (IWU), der zufolge 70 Prozent der befragten Wohnungsunternehmen die Stromversorgung als ein künftiges Betätigungsfeld sehen. 60 Prozent äußern in diesem Zuge konkretes Interesse an Mieterstrom. „Weil sie aber nicht das erforderliche Energie-Knowhow haben und die Umsetzung sehr komplex ist, wird Mieterstrom in über 70 Prozent der Fälle über Mieterstrommodelle unter anderem mit Energieversorgern realisiert“, berichtet Rechtsanwältin Iris Behr vom IWU. Im Auftrag der Forschungsinitiative Zukunft Bau des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung hat das IWU 2015 eine Studie durchgeführt*, um die Möglichkeiten der Wohnungswirtschaft zum Einstieg in die Erzeugung und Vermarktung elektrischer Energie zu untersuchen.

Vorteil von Mieterstrommodellen

Eine mögliche Gewerbesteuerpflicht schwebt über den meisten Immobilienbesitzern wie ein Damoklesschwert. „Sie müssen in erster Linie darauf achten, dass die Erträge aus dem Vermietungsgeschäft nicht durch den eigenen Stromverkauf gewerbesteuerpflichtig werden“, sagt Florian Henle, der Mieterstromprojekte sowohl im gewerblichen, als auch im Wohnbereich realisiert. Genau aus diesem Grund sei eine Art Mieterstrom-Contracting für die Wohnungswirtschaft interessant. Hier übernimmt der Partner wie beispielsweise Polarstern den Bau und gegebenenfalls die Finanzierung sowie Wartung und Betrieb der Photovoltaikanlage oder des Blockheizkraftwerks – und natürlich die Mieterstromversorgung der teilnehmenden Parteien. Damit verantwortet Polarstern die ganzen Energiemarktthemen wie beispielsweise die Abführung von Umlagen und Netzentgelten, die Tarifgestaltung, die Reststromlieferung, die verbrauchsgenaue Abrechnung sowie den Kundenservice. „Weil der Immobilienbesitzer damit nicht der Anlagenbetreiber ist und er keine Energie verkauft, unterliegt er hier nicht der Gewerbesteuerpflicht“, erklärt Florian Henle. Vielmehr erhält der Immobilienbesitzer von Polarstern eine Zusatzrendite, die bei Blockheizkraftwerken bei mindestens 10 Prozent und bei Photovoltaikanlagen bei etwa 5 Prozent liegt. Das macht Mieterstrom für sie deutlich attraktiver als die Netzeinspeisung. Auch aus politischer Sicht wird mit der sinkenden Einspeisevergütung und den strengeren Energieeffizienzregeln im Zuge der Energieeinsparverordnung (EnEV) der Eigenverbrauch wirtschaftlich immer attraktiver.

Die wichtigsten Mieterstrom-Kriterien

Mieterstrom ist für verschiedene Immobilien geeignet. Neben dem lokalen Energiebedarf und der Lage des Objektes ist die mögliche Leistung der Energieerzeugungsanlage entscheidend. „Das sind im Grunde die drei Kernfaktoren, auf die es ankommt“, erklärt Florian Henle. Eindeutige Werte, ab denen sich Mieterstrom lohnt, gibt es dazu jedoch nicht. „Alle drei Faktoren spielen bei der Entscheidung zusammen. So kann Mieterstrom schon ab 5 Mietern sinnvoll sein, sofern der Stromverbrauch über 100.000 Kilowattstunden liegt, ein kontinuierlicher Wärmebedarf besteht und Energieerzeugungsanlagen installiert werden können, die zum lokalen Verbrauch passen.“ Umgekehrt können Objekte mit über 50 Mietern unattraktiv sein, wenn keine geeignete Energieerzeugungsanlage realisiert werden kann, weil zum Beispiel schlicht der Platz fehlt oder das Dach zu schattig ist. 

* Hinweise:

_ Das Gespräch mit Iris Behr von IWU hat Polarstern im April am Rande eines Werkstattgesprächs des Solarverbandes geführt. (http://iwu.de/home/) 

_ Die Studie finden Sie hier t3.iwu.de/fileadmin/user_upload/dateien/energie/ake50_mieterstrom/Endbericht_Mieterstrom.pdf 

Pressekontakt

Polarstern GmbH
Anna Zipse
Lindwurmstr. 88
80337 München
T: 089 309 042 911
presse@polarstern-energie.de
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