Elektroautos: Ehrensache? | Polarstern
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Zur Ehrenrettung des Elektroautos

Vor kurzem wurde eine Mobilitäts-Studie des Ökoinstituts veröffentlicht, die nach hinten losging. Die Studie untersucht, wie die Umweltentlastungspotenziale von Elektroautos optimiert werden könnten. Also: Wie müssen wir Elektroautos weiterentwickeln, damit sie unsere Umwelt noch mehr entlasten? Das Ergebnis: Langfristig sind Elektroautos unverzichtbar. Nur, dass das keiner so verstanden hat. In den Medien wurde viel über die Studie geschrieben – der breite Tenor: Das Ökoinstitut hat herausgefunden, dass Elektroautos schlecht für’s Klima sind. Punkt. Oh. Wie konnte das passieren? Ich habe mir die Studie einmal genauer angesehen.

Elektroautos Mobilität

Uneingeschränkte Mobilität ist selbstverständlich?

In der Broschüre, der verbraucherfreundlichen kleinen Schwester der Studie, wird’s erst einmal grundsätzlich: Der Transport mit unseren heutigen Autos ist weder umweltfreundlich noch nachhaltig. Mobilität verursacht Lärm und klimaschädliche Abgase. Der Bau von Straßen und Parkplätzen versiegelt die wenigen Grünflächen der Städte. Und unsere Abhängigkeit von Öl und Gas ist, gelinde gesagt, problematisch und die Ressourcen sind begrenzt. Gleichzeitig gibt es immer mehr Menschen. Und sie alle betrachten uneingeschränkte Mobilität als selbstverständlich.

Das Missverstehpotential ist groß

So weit, so gut, so altbekannt. Nun: Was tun? Das Ökoinstitut stellt ein Lösungspaket vor. Ein gutes, durchdachtes. Doch mit diesem Paket beginnt das Missverstehpotential. Denn die Reihenfolge der Argumente ist nicht sehr journalistenfreundlich. Man muss die Lösungsvorschläge alle und bis zum Ende lesen. Wer nur die ersten Punkte liest, läuft in Gefahr die Mobilitäts-Studie falsch zu verstehen.

Finde die richtige Mobilitätskombination

Die Studie sagt: “Nur eine Kombination aus einer deutlichen Effizienzsteigerung der konventionellen Verkehrsmittel, alternativen Antrieben und Kraftstoffen wie der Elektromobilität in Verbindung mit einem veränderten Mobilitätsverhalten wird es ermöglichen, die langfristigen Klimaschutzziele zu erreichen und eine nachhaltige Mobilität in Zukunft zu sichern.“

Das stimmt. So sehe ich das auch.

Mobilität die Klima UND Umwelt schützt

Doch leider wird die Effizienzsteigerung der konventionellen Verkehrsmittel zuerst genannt. Und sie wird auch gleich am Anfang lang und breit ausgeführt. Mit effizienteren Verbrennungsmotoren lässt sich schneller und billiger CO2 einsparen als mit Elektromotoren. Ja. Gut. Aber dass das nur ein Teil der Lösung ist und noch dazu ein kurzfristiger, wird nicht schnell genug deutlich. Die Betonung des Klimaschutzes wirft das falsche Licht auf die Elektroautodebatte. Hier geht es um mehr als nur Klimaschutz! Denn selbst mit einem sauberen Klima werden uns in absehbarer die Ressourcen ausgehen.

Und wie steht's jetzt für die Elektroautos

Bei der Berechnung der CO2-Bilanz von Elektroautos arbeitet das Ökoinstitut mit Zahlen, die entstehen, wenn man die Batterien der Elektroautos mit dem heute üblichen Strommix lädt. Zusätzlich gehen sie davon aus, dass die meisten Menschen ihre Autos gleichzeitig laden – und es so zu Spitzenlasten im Netz kommt. Das bedeutet, im Stromnetz wird auf einen Schwung sehr viel Strom gebraucht. Damit können die Energieversorger zwar umgehen, denn das kommt auch vor, wenn in hunderten von Haushalten an Weihnachten die Gans in den Ofen geschoben wird. Um den plötzlichen Bedarf zu decken, werden kurzfristig ältere Kraftwerke zugeschaltet. Zum Beispiel Ölkraftwerke.

Das Ökoinstitut rechnet mit diesem Fall und schlägt die miserable CO2-Bilanz solcher Kraftwerke auf die CO2-Bilanz eines Elektroautos. Das Ergebnis: Die knackige, provokante Aussage, dass Elektroautos heute eine Klimabelastung sind. Eine sehr journalistenfreundliche Aussage, weil sie Schlagzeilen, sprich: Leser, garantiert.

Doch eigentlich schreibt das Ökoinstitut weiter. Notwendig sind nämlich der Ausbau der erneuerbaren Energien und sogenanntes Lademanagement. Das bedeutet, die Autoaufladung muss während einer Zeit mit geringer Stromnachfrage geschehen. Das lässt sich regeln – und ist in der Elektroautodiskussion gar keine Innovation, sondern ein einigermaßen alter Hut. Da gräbt das Ökoinstitut nichts Neues aus, sich aber durch die ausführliche Berechnung der heutigen Mängel im Strommix selbst das Wasser ab. Wieder: Wer nicht das Ende liest, versteht die Aussage falsch.

Elektroautos sind ein unverzichtbarer Bestandteil des Mobilitätssystems von morgen

Die Vorteile von Elektroautos – sie brauchen weder Benzin noch Diesel, emittieren keine Abgase, fahren lautlos, sind effizienter im Betrieb als Verbrennungsmotoren und verursachen im Idealfall kein CO2 – liegen auf der Hand. Sie werden alle in der Studie genannt. Jetzt geht es darum, Elektroautos als ein unverzichtbarer Bestandteil des Mobilitätssystems von morgen konsequent weiter denken.

Es gibt sie, die guten Ideen. Ein Beispiel: Kein Mensch hat Zeit und genug Plan, sein Elektroauto rechtzeitig stundenlang an die Steckdose zu stecken? Richtig. Man könnte ja anstatt zu laden, einfach gleich die Batterie wechseln. Schaut Euch dazu mal das Video unten an. Sieht nämlich ziemlich abgefahren aus, finde ich. Und hat einen großen Vorteil: Die Batterien werden sozusagen zentral verwaltet, können gewartet, richtig geladen und ordnungsgemäß recycelt werden.

Elektroauto-Fahrspaß

Frauen und Männer von morgen - denkt weiter! Und während ich auf den Bau dieser Wechselstationen warte, rückt vielleicht auch der Zeitpunkt, an dem ich eine goldene Kreditkarte habe, näher. Dann kaufe ich mir einen Fisker Karma. Modell EcoChic, Farbe „Silver Wind“. Schließlich machen Elektroautos großen Fahrspaß! Mit dem Ökostrom Produkt von Polarstern fördere ich bis dahin kräftig den Ausbau der erneuerbaren Energien. Dann hat Polarstern rechtzeitig den ersten eigenen Windpark. Und genau den Strom verfahre ich dann. Sicherlich mit einem völlig veränderten Mobilitätsverhalten. Nichts leichter als das.

Bildercredits: Fisker Automotive

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