Woran du wirklich gutes Ökogas erkennst | Polarstern
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Woran du wirklich gutes Ökogas erkennst

Wenn die Besitzerin der Galerie, in der ich jobbte, ihre Brille suchte, war das immer eine Show. Sie kramte sich durch ihre Handtasche wie der Waschbär die Tonne und konnte die Brille doch nicht finden. Dann stieß sie die Hände in die Hüften und ging mit lauter Stimme noch mal ihre letzten Schritte durch. Bevor sie das Rätsel selbst lösen konnte, erlöste sie dann doch jemand. Die Brille saß ihr natürlich längst auf der Nase.

Biogas: zu wenig gute Angebote

Manchmal kann man eben ewig suchen und findet trotzdem nicht, was man will. Nehmen wir Ökogas: In den seltensten Fällen wird es zu 100 % aus erneuerbaren Energien erzeugt. Trotzdem darf man es rechtlich so nennen, was die Mehrheit der Ökogasanbieter leider auch macht. Sie mischen fossilem Erdgas einfach ein bisschen Biogas bei – so wie Kaffee mit wat Milsch bei – und verkaufen es dann als 100 % bio. Die Klimatarife, wie sie 43 Prozent der Ökogasanbieter verkaufen, haben wiederum nicht ein Quantum Biogas in sich. Es handelt sich um gewöhnliches Erdgas, dessen CO-Abdruck durch Aufforstung ausgeglichen wird. Nur jeder zehnte deutsche Biogasanbieter führt aber überhaupt hundertprozentiges Biogas.

Denn sie wissen nicht, was sie bestellen

Oft wissen die Verbrauchen von alldem nichts. Nur jeder zweite Kunde kann überhaupt sagen, wie sein Ökogas erzeugt wurde. Das Problem mit Beimischprodukten oder Klimatarifen ist, dass dadurch die längst überfällige Energiewende im Wärmemarkt nicht weiterkommt. Denn nur wenn erneuerbare Energie nachgefragt wird, wird sie auch ernsthaft gefördert. Der CO2-Abdruck fürs Heizen wird so auch kaum auf 0 gesetzt. Genau dies dürfte aber bei den Kunden der ausschlaggebende Grund für die Entscheidung für Ökogas gewesen sein. Heizen macht ganze 70 Prozent des gesamten CO2-Fußabdrucks beim Wohnen aus. 

Woran du wirklich nachhaltiges Ökogas erkennst

1. Ökogas sollte wirklich nachhaltig sein

Eine große Chance für die Energiewende im Wärmemarkt liegt bei der Herstellung von Ökogas aus organischen Reststoffen. Die Erzeugung ist praktisch CO2-frei, es müssen keine fossilen Ressourcen gefördert und auch keine „Energiepflanzen“ wie Mais in großen Monokulturen gepflanzt werden. Bei Polarstern nutzen wir zum Beispiel Reststoffe, die bei der Verarbeitung von Zuckerrüben anfallen. Die Biogasanlage befindet sich gleich neben der Zuckerfabrik. Dadurch fällt sogar das CO2 für den Transport der organischen Reststoffe weg. 

2. Ökogas sollte die Energiewende zusätzlich fördern

Am besten ist es, wenn der Ökogasanbieter die Energiewende zusätzlich fördert. Zum Beispiel mit der Investition in Erneuerbare Energien. Bei Polarstern investieren je verbrauchter Kilowattstunde Wirklich Ökogas zusätzlich in neue Energiewende-Projekte.

3. Berücksichtige Experten-Meinungen

Verlass dich nicht nur auf Vergleichsportale. In der Regel setzen sie ihren Fokus auf den Preis, nicht aber auf das Produkt. Hilfreicher sind Verbrauchermagazine wie Utopia oder Zertifizierungen von unabhängigen Kontrollstellen wie TÜV Nord. Sie nehmen das Ökogas nach Nachhaltigkeitskriterien unter die Lupe.

4. Ist der Ökogasanbieter transparent?

Der Ökogasanbieter sollte etwas über sich und sein Produkt erzählen. Wenn du dich halb zu Tode scrollst und trotzdem nicht herausfindest, wie das Ökogas erzeugt wird oder welche Gesichter sich hinter dem Versorger verstecken, surf weiter. 

5. Ruf doch mal an

Oft hilft es einfach kurz anzurufen. Wie sind die drauf – kundenfreundlich, ehrlich und transparent? Wenn zwischen dir und dem Service die Chemie stimmt, kann eigentlich nicht viel schief gehen. Bei dem unabhängigen Verbraucherportal eKomi erfährst du wie die zufrieden Kunden sind. 

Wie du die Energiewende mitgestaltest

Energiebezug ist immer auch ein Signal an die Wirtschaft und die Politik. Wo eine Nachfrage ist, muss es auch ein Angebot geben. Prof. Frank Scholwin vom Institut für Biogas, Kreislaufwirtschaft und Energie ist sicher, dass die Biogaserzeugung auf Reststoffbasis um 70 Prozent gesteigert werden könnte, würde man die Möglichkeiten in der Abfallwirtschaft vollständig ausschöpfen. Bei uns kannst du Wirklich Ökogas aus 100 % organischen Reststoffen bestellen.

Siehe auch: Echtes Ökogas ist Mangelware

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