Gemeinwohlökonomie: Nachhaltig wirtschaften geht! | Polarstern
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Wirtschaft ist für alle da

Finaaaaale, oohoooo! Und wir sind dabei!! Heute Abend wird der KarmaKonsum Gründer-Award im Rahmen der 6. KarmaKonsum Konferenz verliehen. Es gibt fünf Finalisten – und einer davon ist Polarstern. Yeay. Ausgezeichnet werden öko-soziale Existenzgründungen. Ihnen soll eine fundierte Förderung ermöglicht, für sie relevante Branchenkontakte hergestellt und ein attraktives Forum geboten werden. Klingt ziemlich gut, oder? Da hab ich mich doch gefragt: Was ist das für ein Kosmos, in dem ein Unternehmen wie Polarstern so stark unterstützt wird? Was steckt da für eine Denke dahinter? Werden wir uns heute Abend wohl fühlen?

grün nachhaltig Wirtschaften

Bei meiner Recherche fiel mir als erstes das Motto der Konferenz ins Auge “Gemeinwohl – Ein Paradigmenwechsel in Ökonomie und Gesellschaft.” Ohje, dachte ich mir. Was bitte? Gemeinwohl, also Gemeinwohl Ökonomie, klang in meinen Ohren erstmal nach Selbstaufgabe, Suppenküche und rüstigen Rentnern, die sich an ehrenamtlichen Stammtischen die Nachmittage um die Ohren schlagen. Wie passen wir da ins Bild?

Gemeinwohl Ökonomie

Gemeinwohl Ökonomie – nachhaltiges Wirtschaften revolutioniert unsere Märkte

Zu meiner Beruhigung konnte ich bald feststellen, dass der Name „Gemeinwohl Ökonomie“ sperriger ist, als die Bewegung, die sich dahinter verbirgt – die ich ziemlich großartig finde! Denn aus drei Richtungen soll die Wirtschaft, wie wir sie heute erleben, revolutioniert werden. Nachhaltiges Wirtschaften in diesem Sinne soll zum einen auf dem freien Markt dieselben humanen Werte erfolgreich machen, die auch zwischenmenschliche Beziehungen gelingen lassen. Zum anderen sollen sich wirtschaftliche Vorgänge ebenfalls an die demokratischen Werte und Ziele unserer Verfassung halten und außerdem soll Erfolg nicht mehr an monetärem Gewinn, sondern am Nutzwert des Produktes gemessen werden. Also: Wirtschaft soll menschlicher werden, demokratischer und Geld hinter Nutzen zurückstehen. Die „Systemspielregeln der Wirtschaft werden von Gewinnstreben und Konkurrenz auf Gemeinwohlstreben und Kooperation umgestellt“, erklärt Wirtschaftspublizist Christian Felber, der ein Buch über die Prinzipien des nachhaltigen Wirtschaftens geschrieben hat. Das finde ich, nicht erst seit Banken- und Finanzmarktkrise, richtig. Und wie diese Gemeinwohl Ökonomie konkret aussehen kann, wenn Vertrauensbildung, Kooperation, Verantwortungsübernahme, Solidarität und Teilen, die Werte eines Unternehmens sind, dafür gibt es auch schon Beispiele.

nachhaltig Wirtschaften mit der Natur

Die ReWiG schafft eine Gemeinwohl Ökonomie, die den wahren Wert der Dinge schätzt

Ein Ansatzpunkt ist dabei das Geld. Geld wird als Tauschwerkzeug, Wertaufbewahrungsmittel und Machtinstrument genutzt – und löst damit eine Dynamik aus, durch die sich die Wirtschaft vom Leben abkoppeln konnte. Dabei muss es doch möglich sein, von Kooperation zu leben. Ohne den „Umweg“ über Geld, das den wahren Wert der Dinge ohnehin nicht beziffern kann. Diese Idee steckt hinter dem genossenschaftlichen Ansatz der Regionalen Wirtschaftsgemeinschaften, wie der ReWiG bei uns in Bayern. Die Gemeinschaft hält Anteile an regionalen, nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen und hat so die Möglichkeit, virtuell eine eigene, sachwertgedeckte Währung, den „Realo“, zu verwenden. Denn die ReWiG unterhält einen Online-Marktplatz, auf dem Mitglieder über virtuelle Verrechnungskonten Produkte und Dienstleistungen anbieten und in Anspruch nehmen können. Und das besondere ist: Im Gegensatz zu den meisten bestehenden Komplementärwährungen ist der Realo nicht an den Euro gebunden! Wobei ich die Regio-Gelder an sich auch schon einen guten Ansatz finde. Umdenken, heißt die Devise. Die Revolution hat schon begonnen.

Gemeinsam nachhaltig Wirtschaften beginnt auf deinem Balkon

Das haben sich auch die Mädels und Jungs vom Kartoffelkombinat gedacht und nach dem Motto „München ist ein Dorf“ (was stimmt) „eine gemeinwohlorientierte Struktur für die regionale, saisonale Lebensmittelversorgung“ aufgebaut. Konkret soll eine Produktionsgemeinschaft bestehend aus Münchner Haushalten (ja, auch auf Deinem Balkon) und regionalen Erzeugern für saisonales Bio-Gemüse, Brot und Honig entstehen. Parallel dazu gibt’s von Experten Seminare zu Lebensmittelverarbeitung und -lagerung wie z.B Sauerkrautherstellung für die „Off-Season“ und anderen Do-it-yourself Tricks – für uns Städter, die gutwilligen Banausen. So vernetzt das Kartoffelkombinat die Nachbarn im Haus („Meine Tomaten sind reif. Kommst Du zum Abendessen?“), sozial benachteiligte Familien bekommen gesundes Essen und innerhalb der Gemeinschaft ergeben sich viele, gesellschaftlich wertvolle Aufgaben für Menschen, die eine sinnvolle Aufgabe suchen, denen es aber in unserer Gesellschaft aufgrund ihres Alters oder besonderen Lebenssituation in letzter Zeit schwer gefallen ist, sich einzubringen. Wir waren am Wochenende beim Hoffest vom Kartoffelkombinat und es war so schön...

Warum ich der Meinung bin, dass nachhaltiges Wirtschaften im Sinne der Gemeinwohl Ökonomie funktioniert, ist eigentlich ganz einfach: Wenn nicht mein Ego, sondern mein Interesse an der Gemeinschaft meine Energiequelle ist, entsteht eine Kraft, die Berge versetzen kann. Gemeinsam schaffen wir das! Und beenden die Wirtschaftskrise. Klar, kannst Du denken und sagen: Ach, das sind doch die totalen Ökos. Aber wart’s nur ab! Solchen Ökos gehört die Zukunft.

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