Engagement für Energieprojekte in Kambodscha | Polarstern
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Polarstern-Mitarbeiterin Claire beim Biogasanlagen-Projekt in Kambodscha.
Polarstern-Mitarbeiterin Claire beim Biogasanlagen-Projekt in Kambodscha.

Wie eine Polarstern-Mitarbeiterin den Impact der eigenen Arbeit erlebt

Claire ist mit dem Fotograf Viga nach Kambodscha gereist und hat Familien besucht, denen Polarstern-Kunden den Bau einer Mikrobiogasanlage ermöglicht haben. Hier erzählt Claire, was das für ein Gefühl ist.

Es ist ein ganz einzigartiges Gefühl, mit dem Auto über die Feldwege zu den Familien zu fahren. Morgens starren die Kühe einem fragend nach und nachts strahlen uns einzelne Glühbirnen und kleine Bildschirme entgegen. Man kann sich kaum vorstellen, dass hier bis vor ein paar Jahren alles noch dunkel war. 

Polarstern-Kunden helfen beim Bau von Biogasanlagen in Kambodscha

Ich arbeite nun schon seit zwei Jahren für Polarstern und war von Anfang an begeistert von der Idee: Gemeinsam mit dem NBP, dem National Biodigester Programm, hilft Polarstern mit seinen Kunden beim Bau von  Mikrobiogasanlagen für Bauern in Kambodscha – Social Entrepreneurship und Energiewende weltweit gedacht. Doch erst hier, als ich zwischen den Kühen und der Mikrobiogasanlage stehe, verstehe ich wirklich die Bedeutung des Projektes und wie weit die Veränderung greift. Ich möchte von drei Familien erzählen, die Teil des Programms sind und die ich auf meiner Reise getroffen habe. 

Familie Ang

Sam Ang ist 40 Jahre alt, ihm und seiner Frau gehören eine kleine Farm im kambodschanischen Dorf Kol Kom. Dort leben sie mit ihren zwei Töchtern, dem Ehemann der ältesten Tochter und seinem vor 3 Monate geborenen Enkelkind. Sam Ang ist sehr zurückhaltend. Mag es nicht, wenn die Kamera auf ihn gerichtet ist, doch muss lachen, wenn er mir und Viga zuschaut, wie wir fasziniert seine Farm und die Mikrobiogasanlage ablichten. Für ihn ist es Alltag, für uns etwas ganz Besonderes.

Wie die Biogasanlage das Leben erleichtert

Die Familie hat sich für die Biogasanlage entschieden, weil sie ihr Leben leichter macht. Er muss kein Holz mehr sammeln gehen. Und auch der Rauch lässt sich endlich vermeiden, zugunsten der Gesundheit seiner Kinder und seiner Familie. Und dann ist da noch der „Bio Slurry“: Aus den Gärresten der Biogasanlage entsteht ein natürlicher Dünger, der die Ernteeträge der Familie um bis zu 30 % steigert.

Energiewende-Committment

Es mag vielleicht westliche Voreingenommenheit sein, aber ich war erstaunt, so einen fortschrittlichen Haushalt in Kambodscha zu finden, der sich für saubere Energie interessiert. Ich hätte es mir mit dem besten Willen nicht erträumen können, in einem kleinen Dorf in Kambodscha so viel Begeisterung für Biogas zu finden. Nachmittags, nachdem wir mit dem Filmen ihrer Mikrobiogasanlage fertig sind, finden wir Sam Ang in der Hängematte liegend, seine Enkeltochter auf den Beinen, zufrieden in ihre Richtung grinsend. Als würde ihm in diesem Moment alles Glück auf der Welt gehören.

Willst auch du den Bau einer Mini-Biogasanlage anstoßen?

Familie Sor

Sothea ist es gewohnt, dass Leute von NBP sie in ihrem Haus besuchen kommen. Bei ihr werden Seminare für die neuen Maurer gehalten und gelehrt, wie Mikrobiogasanlagen gebaut werden. Sothea begrüßt uns mit einem großen Lächeln. Seit drei Jahren haben sie und Ihr Mann selber eine Mikrobiogasanlage. Ich stelle beiden ein paar Fragen zum Thema und sie antworten gleichzeitig. Ich verstehe zwar kein Khmer (Praseou - ein Mitarbeiter der NBP - übersetzt für mich), doch ich höre immer wieder die gleichen Worte. Mal greift sie auf, was er sagt, mal greift er auf, was sie sagt. Aber immer gleichzeitig.

Was schaust du am liebsten? Alles!

Sothea erzählt, dass sie am liebsten Gemüsesuppe kocht, weil es schnell geht, einfach ist und gut schmeckt. Das erinnert mich stark an mein eigenes Kochverhalten. Sie erzählen auch, dass sie seit Kurzem eine Solaranlage haben und Fernseher schauen können. Als ich sie frage, welchen TV-Sender sie am liebsten schauen, bricht Gelächter aus und kurz darauf wird wild diskutiert. Er spricht ihr nach, sie ihm. Am Ende übersetzt der Mitarbeiter der NBP in nur einem Wort: alle! Ich muss lachen.

Fernsehabend in Kambodscha 

Wir wollen auch einmal kambodschanisches Fernsehen sehen, also besuchen wir sie am Abend wieder. Sothea meint, sie habe noch nie nach Einbruch der Dunkelheit Gäste gehabt. Zur Feier gibt es Mangos aus dem Garten. Viga und ich können nicht glauben, wie gut sie sind. Sehr klein, also essen wir erst eine, dann eine zweite, tauschen einen begeisterten Blick aus und greifen noch zu einer dritten. Aber das ist die letzte, das versprechen wir uns.

Familie In

Man kann nicht über Mikrobiogasanlagen schreiben, ohne sie einmal selbst ausprobiert zu haben. Deshalb durfte ich bei den Nachbarn der Familie In auch selbst Hand anlegen. Zur Belustigung aller Anwesenden. Und ich musste feststellen: Eine Mikrobiogasanlage zu bedienen ist einfacher als gedacht und verdammt effektiv. Erst mische ich in der Mikrobiogasanlage die Gülle mit Wasser und später stehe ich in der Küche mit Samin und sie zeigt mir, wie man Samlar Machu – eine sauere Fischsuppe - mit dem hauseigenen Biogas kocht.

Claire testet die Biogasanlage von Familia In.

In der Zwischenzeit haben wir ihrer Enkeltochter Sominea eine kleine Digitalkamera gegeben, damit sie ihr Leben fotografieren kann, wie sie es wahrnimmt. Die Fotos waren so gut, dass wir sie nach unserem Besuch auf dem Instagram-Kanal von Polarstern veröffentlicht haben.

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Nach der Reise haben Viga und ich erstmal 16 Stunden am Stück geschlafen, bevor wir uns an die Bearbeitung der Bilder und Videos gemacht haben. Fazit: Vor meiner Reise habe ich schon jedem in meinem Umfeld genervt, wie toll ich Polarstern finde. Und ich muss sagen, es ist noch schlimmer geworden! Jetzt müssen sich meine Freunde zu meinem Gerede auch noch Bilder und Videos anschauen. Aber ich glaube, sie mögen sie so gern wie ich ;-) Denn es ist ja auch wirklich eine geile Aktion!

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