Wer braucht Öl im Paradies? | Polarstern
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Wer braucht Öl im Paradies?

Ölförderung Umweltverschmutzung

Sie sind das Hawaii Europas: die Kanarischen Inseln. Sie sind Surferparadies mit Inseln aus Vulkangestein, türkisen Wellen, Schutzgebieten für Wale, Korallen und andere Meeresbewohner, und Vorbild in Förderung von Erneuerbaren Energien. Ausgerechnet dort hat die Spanische Regierung 2012 die Ölförderung genehmigt. Glücklicherweise weht ein kleiner, aber heftiger Gegenwind. Das Clean Ocean Project ist ein Zusammenschluss von Menschen mit einer gemeinsamen Passion, dem Meer. Dazu zählen Surferlegenden wie Kepa Acero, Janni Hönscheid oder Tony Butt. Sie kämpfen gegen die Legalisierung hochgefährlicher und völlig überflüssiger Ölbohrungen vor den Kanaren. Die Wenigsten kriegen das mit. Höchste Zeit, dass sich das ändert.

Ölförderung vor den kanarischen Inseln genehmigt!

Auf den Kanarischen Inseln kommen mehrere globale Probleme auf kleinem Raum zusammen: die Umweltverschmutzung der Weltmeere durch Plastikmüll oder versehentlich ins Meer geratenes Öl, der Klimawandel, sowie menschliche Eingriffe in intakte Ökosysteme und deren Folgen. Einen ganzen Winter haben engagierte Inselbewohner, Surfer und Aktivisten versucht, Strände wieder von dem schwarzem Öl zu befreien, das von dem gesunkenen Öltanker „Prestige“ im Jahr 2002 an die Küste getrieben wurde. Ein spanischer Minister hielt es damals für die beste Idee, das Schiff wieder aufs offene Meer schieben zu lassen. Weil es dort keinen Schaden anrichten könne, hieß es. Dieser Vorschlag hatte sich für die Umweltverschmutzung im Nachhinein als genau die falsche Lösung herausgestellt, das Öl verwüstete ganze Küsten. Statt zu surfen, säuberte man die Strände. Und der verantwortliche Minister ist heute der Ministerpräsident von Spanien. Er hat die Ölförderung letztes Jahr abgesegnet. Ein Zusammenschluss aus den Konzernen Repsol, Woodside Petroleum und RWE will in den nächsten fünf Jahren mit den Bohrungen beginnen.

Die kanarischen Inseln: Vorbild beim Ausbau erneuerbarer Energien

Das Paradoxe an der geplanten Ölförderung ist, dass gerade die Kanaren Vorbild beim Ausbau erneuerbarer Energien sind. Die kleine Insel El Hierro erzeugt ihre Energie vollständig aus eigener Windkraft, die anderen Inseln arbeiten daran. Der Präsident der Kanarischen Inseln, Paulino Rivero hat sogar noch größere Ambitionen. Bis 2025 sollen die Kanaren „unpolluted territory“ sein. Das heißt, frei von CO2, mit ökologischer Landwirtschaft, kontrolliertem Fischfang und Elektroautos. Im Zuge dessen wurden bereits 146 Naturschutzgebiete geschaffen. Auch im Wasser, wo sich unter anderem 29 verschiedene Wal-Spezies um die Inseln tummeln. Hier sollen bald etwa zwanzig Schiffe in 6000 Meter Tiefe mit der Ölförderung beginnen.

Wir haben alles, was wir brauchen, wozu dann noch die Umwelt verschmutzen?

Die Kanaren sind ein Beispiel dafür, dass wir alles haben, was wir brauchen. Wind, Sonne, Wellen – die Frage ist, wozu dann noch Öl? Professor Bryan Karney von der Universität Toronto nennt die Kanaren einen „perfekten Ernteplatz“ für Erneuerbare Energien. Warum nutzen wir ihn nicht weiter so? Eine Bewohnerin von Fuerteventura sagt in dem Kurzfilm von The Vibes.TV über das Clean Ocean Project: „Wenn wir Energie brauchen, dürfen wir nichts zerstören.“ 

Eine Unterschrift gegen die Umweltverschmutzung

Spanien hat der EU versprochen, ausreichend Tests durchzuführen, die die Folgen für die Umweltverschmutzung in der Region bewerten. Zusätzlich wartet die EU die Reaktionen von Bürgern und Umweltschutzgruppen ab. Und hier liegt unsere Chance. Wer die Gesetze macht, sitzt zunächst am längeren Hebel. Aber am Ende des Tages funktioniert auch Politik über Angebot und Nachfrage. Die Energiepolitik ist dafür ein gutes Beispiel: Die deutschen AKWs werden abgeschaltet, weil die Gesellschaft es so will. Nicht die Politik. Der Bezug von nachhaltig und sauber produzierter Ökoenergie, die völlig ohne fossile Rohstoffe auskommt, ist ein weiteres wichtiges Signal. Und alle Europäer, die "ihr Hawaii" nicht zerstört sehen wollen, können das Clean Ocean Project unterstützen, die Petition lesen und unterschreiben:

www.savecanarias.org

www.cleanoceanproject.org

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