Wegweiser für die Energiewende – Öl vor den Kanaren oder nicht? | Polarstern
x

Wegweiser für die Energiewende – Öl vor den Kanaren oder nicht?

Wir in Europa haben auch ein Hawaii: die Kanarischen Inseln. Erinnert ihr euch an letzten Sommer und unseren Blog „Wer braucht Öl im Paradies?“ Daran, dass die spanische Regierung vor den kanarischen Küsten die tiefste Ölbohrung des Planeten genehmigt hatte? Und an die 200 000 Unterschriften, die Save Canarias mit Umweltschützern, Inselbewohnern und Surferlegenden wie Tony Butt in einer Petition dagegen gesammelt hatten? 

Darf vor der kanarischen Küste nach Öl gebohrt werden?

Nun, diese Woche verändert sich alles. Denn am 12. Juni macht der oberste spanische Gerichtshof die Entscheidung bekannt: Bohren, oder nicht bohren. Ist es dann vorbei mit dem idyllischen Surfer Paradies?

Was ist inzwischen passiert? Ein Blick zurück

Es gibt Hoffnung: Schon einmal, 2002, hatte der spanische Gerichtshof Bohrungen nach Öl vor den autonomen Kanarischen Inseln verboten. Denn sie sind UNESCO Weltkulturerbe, Marineschutzgebiet mit Korallen, Walen, und Delfinen, tollen Surfspots – und nicht nur deswegen Tourismusziel. Aber: Seit der erneuten Bohrerlaubnis, die die spanische Regierung 2012 gegeben hatte, weht nun ein heftiger Gegenwind. Denn die Kanaren sind nicht nur als Ökosystem einmalig – sondern auch absolutes Vorbild für Erneuerbare Energien in Europa. 

Die Kanaren kommen völlig ohne fossilen Energieträgern wie dem Öl aus

Das Paradoxe ist, die Kanaren sind uns in Sachen Energie ein großes Vorbild. El Hierro, zum Beispiel, eine der Inseln, hat seit mehreren Jahren an einem System gearbeitet, das mit einer Kombination aus Wind- und Wasserkraft die gesamte Bevölkerung dort versorgt. Dieses System ist seit dem 1. Juni am Netz und macht El Hierro damit zur weltweit ersten Insel, die sich komplett selbst mit Ökostrom versorgt. Das Beste ist: die Bewohner der Inseln sind mit 60% Haupteigentümer der Anlage, besitzen und bestimmen also über ihre eigene Energie. Jetzt schon hat El Hierro seine jährlichen Stromkosten um über 3 Millionen € gesenkt. Nachbarinseln wie Fuerteventura, Gran Canaria oder Lanzarote sind auf dem selben Weg (Pst – Wer übrigens denkt, das klingt toll: Wir haben auch wirklich bessere Energie).

Umweltschutz

Foto: Demo auf Gran Canaria, fotografiert von Lan Grinne

Wer kämpft mit uns gegen die Bohrungen nach Öl?

Die Kanarische Regierung ist nicht allein: Auf europäischer Ebene wird die Kampagne gegen die Ölbohrungen (also wehavethepower.eu) von unserem Partner Patagonia finanziert, das Clean Ocean Project hatte die Petition iniziiert und hostet heute „we have the power“, Oceana ist inzwischen mit dabei, die deutschen Surfrider Foundation und wir von Polarstern. Sogar die Umweltschutzorganisation WWF ist mit im Boot! Zusammen und mit eurer Hilfe haben wir es geschafft, 200 000 Unterschriften für den Umweltschutz zu sammeln, um die Kanaren vor einer erneuten Ölkatastrophe zu bewahren und ein Zeichen für die Zukunft zu setzen. Erreicht haben wir zum Beispiel, dass RWE (die anfangs mit nach Öl bohren wollten) nun ihre Anteile am Projekt verkauft haben.

Umweltschutz

Foto: Wal by Clean Ocean Project

Wir wollen die Umwelt vor Ölkatastrophen bewahren 

2002 war ein Öltanker vor Galizien gesunken, die Folge: 12 Milliarden Dollar Schaden, Unmengen an ausgelaufenem Öl, verpestete Strände, 250 000 tote Seevögel, und tausende andere Meeresbewohner fanden den Tod. Statt zu surfen, räumen die Inselbewohner immer wieder Monate lang ihre einst so malerischen Strände auf. Vor solchen Ölkatastrophen wollen wir die Umwelt bewahren.

Im Sommer sollen die Ölbohrungen beginnen

Auch wenn unsere Chancen nicht schlecht stehen, Öl-Gigant Repsol und die spanische Regierungen wollen diesen Sommer schon mit den Bohrungen beginnen. Was also, wenn die Petition scheitert?

Unsere Chancen für den Umweltschutz - Schwachstellen in der Bohrerlebnis

Die Kampagne „We have the Power“ hat den 2013 eingereichten Umweltbericht des Ölkonzerns (auf dem die Bohrerlaubnis basiert) juristisch durchleuchtet und einige Stellen gefunden, die Repsol nicht am Europäischen Recht vorbeibringen kann. Das bedeutet: Wenn Spanien nachgibt, geht es eine Stufe höher – nach Europa! Alles zum Thema und aktuelle Entwicklungen gibt es hier.

Öl Bohrungen verhindern

Foto: Tim Elter by Elter

Es geht auch ohne Öl!

Sollte die Bohrerlaubnis wieder entzogen werden, springen wir erstmal alle drei Mal im Kreis! Dann geht es aber wieder an die Arbeit. Denn die Kanarischen Inseln müssen ihren Weg weiter gehen: 100 % Erneuerbare Energie, wirklich nachhaltiger Tourismus, und ein Inselparadies, das der Welt zeigt: Es geht auch ohne Öl!

Jeder kann etwas für die Umwelt tun – auch von zu Hause

Wenig Zeit und trotzdem viel zu tun! Jeder kann mithelfen, die Bohrungen vor den kanarischen Küsten zu verhindern und sich für den Umweltschutz einzusetzen. Ihr könnt weiter die Petition  unterschreiben, oder gleich direkt zu einer der Demos gehen (allein letzte Woche haben mehr als 217 000 Menschen gegen die Bohrungen der Ölkonzerne demonstriert). Ihr könnt unsere Freunde von der Surfrider Foundation North Germany unterstützen, die sich um unsere Gewässer kümmern. Aber am allereinfachsten geht ein Engagement für die Umwelt und unsere Zukunft doch damit, selbst ein Zeichen zu setzen, hier vor und hinter der eigenen Haustür: Unser Wirklich Ökostrom aus 100 % deutscher Wasserkraft und Wirklich Ökogas aus 100 % organischen Reststoffen sind diese Zeichen. Kein Öl, keine Krisen, kein CO2, keine Umweltverschmutzung, wirklich nachhaltig und fair. Mit dem Wechselcode „We have the Power“ unterstützt ihr die Kampagne direkt mit 30 €. Macht mit uns euer Wohnzimmer zum Stromhawaii – und die Kanaren zum Nachhaltigkeitsparadies. Unterstützt uns, drückt die Daumen – wir brauchen euch! 

Teilen Tweeten Mailen
Chat

Fragen? Klick hier und stelle sie per WhatsApp, iMessage, SMS oder Telefon.

Wirklich Ökostrom
Franziska Willkommen bei Wirklich Ökostrom

Lass uns gemeinsam deinen Monatsbetrag berechnen.

Lass uns gemeinsam deinen Monatsbetrag berechnen.

1. Meldest du dich privat, als Firma oder als Verein an?
2. Wie lautet deine Postleitzahl?

3. Schätz deinen Stromverbrauch. 3. Schätz deinen Stromverbrauch.

Am einfachsten anhand deiner letzten Gasrechnung. Da steht’s drauf. Wenn du mehr als 100.000 kWh im Jahr verbrauchst, machen wir dir ein persönliches Angebot. Kontakt Am einfachsten anhand deiner letzten Stromrechnung. Da steht’s drauf. Wenn du mehr als 100.000 kWh im Jahr verbrauchst, machen wir dir ein persönliches Angebot. Kontakt

Am einfachsten anhand der Personen, die bei dir zu Hause wohnen:

Am einfachsten anhand deiner ungefähren Wohnungsgröße:

m2

Oder anhand deiner letzten Stromrechnung. Da steht’s drauf.

kWh/Jahr

NT kWh/Jahr

Garantie: Du zahlst nur, was du wirklich verbrauchst. Deinen Abschlag passen wir immer entsprechend an.

Abbrechen