Warum ein Longboarder quer durch Asien skatet – und wir das unterstützen | Polarstern
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Warum ein Longboarder quer durch Asien skatet – und wir das unterstützen

Florian Michl reist derzeit durch Asien wie keiner vor ihm: auf einem Longboard. Die Strecke von Saigon nach Singapur will Florian in zweieinhalb Monaten schaffen – und dabei mit vielen Partnern Projekte der UNICEF unterstützen. Zum Beispiel mit Polarstern. Auf seinem wunderbaren Blog Just A Couple of Spins berichtet Florian von seinen Abenteuern. Diese Woche skatete Florian durch Kambodscha. Er traf auf Familien, denen Polarstern-Kunden bei der Finanzierung einer Biogasanlage geholfen haben. Hier ist sein toller Report. Unten erfährst du, wie du mit Florian die UNICEF unterstützt und gleichzeitig einer Familie eine Biogasanlage ermöglichst.

Von Florian Michl

Früh am morgen wurde ich von den Mitarbeitern des Biogasanlagenprogramms NBP von meinem Hostel abgeholt. Nach einer eineinhalbstündigen Autofahrt auf einer schmalen Kiesstraße zwischen grünen Reisfedern kamen wir in einem kleinen Dorf in der Provinz Takeo an. Die Mitarbeiter des NBP und ich wurden herzlich im Dorf empfangen, und zur Begrüßung gab es Tee. 

Der Aufbau einer Biogasanlage

Die erste Familie, die wir besuchten, besitzt bereits seit zwei Monaten eine eigene Biogasanlage. Bis jetzt kannte ich die Anlagen nur von Fotos. Ich war überrascht, wie simpel das System wirklich ist. Die ganze Biogasanlage besteht  eigentlich nur aus zwei Tanks. Einem Einfülltank und einem größeren Gärtank, der sich unter der Erde befindet. Hier entsteht das Biogas. Unterirdische Rohre transportieren es dann zu den Gaslampen oder dem Gasherd im Haus. Das war’s auch schon mit der „komplizierten“ Technik. Das System ist simpel, wartungsarm, robust, und für die Familien erschwinglich. 

Energie mit Tiermist

Für den Betrieb der Biogasanlagen benötigt man am Tag etwa 60 Kilo Tiermist. Hört sich viel an,  aber so viel Mist machen zum Beispiel zwei Rinder. Der Mist wird zusammen mit Wasser in den Einfülltank hineingegeben. Im Gärtank machen sich Bakterien ans Werk. Sie verdauen die Biomasse und produzieren dabei Biogas. Über die Rohre gelangt das frische Biogas direkt ins Haus zum Gasherd oder den Gaslampen. Die geruchsneutralen Gärreste werden in einem weiteren Tank gesammelt. Sie dienen als natürlicher Dünger, mit dem sich wesentlich höhere Ernten erzielen lassen. 

Warum sich die Anlagen lohnen

Die Menschen entscheiden sich aus unterschiedlichsten Gründen für die Investition in eine Biogasanlage. Feuerholz ist im Einkauf sehr teuer, und das Sammeln mit enormen Anstrengungen verbunden.  Der Feuerrauch, der beim Kochen mit Holz entsteht, ist zudem ein extremes Gesundheitsrisiko. Die erste Familie, die ich besucht habe, erzählte, dass es auch viel weniger Zank im Dorf gibt, seitdem der Mistgestank verschwunden ist. Der Mist landet einfach in der Biogasanlage. Vielen Bauernfamilien sind die Gärreste, die bei der Produktion entstehen, besonders wichtig. Als natürlicher Dünger fahren sie wesentlich höhere Reis- und Gemüseernten ein. Für alle Familien (mittlerweile an die 22.000) war der Bau der Biogasanlage ein riesiger Schritt. Aber das National Biodigester Programme und Polarstern haben geholfen. Am Ende lohnt es sich für alle. 

Funktionsbereit in neuen Tagen

Ich habe auch zwei Familien besucht, deren Biogasanlagen gerade im Bau sind. Es war toll zu sehen, wie die Dinger gebaut werden. Man braucht nur zwei Tage, um das Loch für den Gärtank auszuheben und sieben Tage, um die Anlage zu bauen. Nach neun Tagen ist das ganze System voll funktionstüchtig und bereit für die erste Füllung. Die Maurer, die die Anlage gebaut haben, kamen aus den Nachbardörfern und wurden vom National Biodigester Programme in Phnom Penh zu Biogasanlagenbauer ausgebildet.  

Meine Bachelorarbeit habe ich übrigens über ein ähnliches Thema geschrieben. Für mich war es toll zu sehen, wie so ein Ding in echt aussieht und wie das National Biodigester Programme arbeitet. Die Mitarbeiter haben alle meine Fragen beantwortet und obwohl ich versucht habe, einen schwachen Punkt in dem ganzen System zu finden, fand ich keinen. Es ist eine großartige Organisation, die eine tolle Arbeit leistet, und die Menschen, denen sie hilft, sind extrem dankbar. Die Biogasanlagen verbessern sichtbar die Leben der Menschen, ohne Nachteile für andere. Meine Eltern sind inzwischen auch zu Polarstern gewechselt. Wenn ich nach Hause komme, kann ich mein Handy bei meinen Eltern aufladen und zur selben Zeit Familien in Kambodscha unterstützen. Wie cool ist das?

Wer auch wechseln möchte: Vergiss nicht das Codewort „longboard“ ins entsprechende Feld einzutragen. Polarstern spendet dann 30 Euro an die UNICEF. Und zusätzlich bekommt eine Familie in Kambodscha eine kleine Biogasanlage. 

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