Erderwärmung: Unsere Pole! Unsere Aufgabe! | Polarstern
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Erderwärmung: Unsere Pole! Unsere Aufgabe!

Es gab Ende August einen neuen Rekord: Noch nie war die Eisdecke der Arktis so weit abgeschmolzen wie diesen Sommer. Was bedeutet das? Und wie gehen wir damit um? Große Fragen. Und noch dazu an einem Montag! Ich bin kein Fan von Montag-en. Ich springe nicht aus dem Bett und freue mich auf die neue Woche mit ihren neuen Herausforderungen, fünf Werktage voller Termine, Sport, Telefonaten, Dinnerdates, zu wenig Schlaf und zu viel Kaffee. Und trotzdem ging ich gestern direkt ein ganz großes Thema an. Meine Woche startete mit einem Video von Sebastian Copeland über seine Arbeit zur Rettung der Arktis. Dieses Video hat mich, obwohl das Thema irgendwie zum Gähnen klingt und mir davor nach Gähnen war, berührt. Copeland sagte mir gleich zum Wochenbeginn, warum es sich lohnen wird, auch den Rest der Woche jeden Tag in die Arbeit zu gehen. Und nächste Woche. Und danach. Solange bis sich etwas geändert hat und wir positiven Wandel bewirken. Ein super Wochenstart! Die Energie möchte ich an Euch weitergeben. Für Eure Woche.

Schönheit der Arktis erkennen und das Problem begreifen

Als Fotograf sieht Sebastian Copeland die Welt in Ausschnitten. Bedacht und ausgewählt verbildlicht er für uns seine Expeditionen in die Polarregionen. Zeigt die Eis-Landschaft in ihrer Einzigartigkeit. Denn Copeland möchte, dass wir uns in die Eiswüste verlieben. Er versucht, über seine Bilder eine Verbindung zwischen jedem von uns und diesem Teil unserer Erde herzustellen – auf dass wir uns identifizieren und so in die Arktis neu verlieben. Denn die Schönheit der Polarregionen ist unvergleichlich: unendliches Weiß. Diese Schönheit wird dennoch in Diskussionen um den Erhalt der Arktis oft zu wenig berücksichtigt. Dabei liegt in ihr eine Chance: Über die ästhetische Kraft des ewigen Eises könnte man die Menschen zum Handeln bewegen. Wer die Schönheit der Natur sieht, ist emotional bewegt. Diese Emotion ist ein Keim im Herzen, der Urspung für Veränderung. Denn nur wer im Innersten fühlt, dass unser Planet es wert ist, für ihn zu kämpfen, wird sich mit aller Kraft den Dynamiken des Klimawandels entgegenstemmen. Ein solch emotionaler Zugang zum Problem des Klimawandels fehlt bislang oftmals. Weil viel zu wenige Menschen die Arktis in ihrem Leben mit ihren eigenen Augen sehen. Doch dank Copeland gibt es Bilder der Eislandschaft.

Artis Klimawandel

Was passiert mit dem ewigen Eis der Arktis?

Was bedroht die Arktis? Neben Ölbohrungen, Großfischerei und politischen Interessenskonflikten vor allem eines: der menschengemachte Klimawandel. Durch die jahrelange, nur kurzfristig gedachte Ausbeutung der fossilen Ressourcen unseres Planeten mit übelsten Mitteln findet das Polareis Abschmelzen hier und jetzt statt. In Rekordgeschwindigkeit. Klar, es ist normal, dass die Eisdecke der Arktis schmilzt – im Sommer. Im Herbst breitet sich das Eis dann wieder flächendeckend aus. Eigentlich. Doch nun rückt ein Zustand immer näher: Die Polarkappen werden im Sommer komplett abschmelzen. Immer weniger Eis überlebt das unbarmherzige Sonnenlicht. Und dann? Wenn das Eis an den Polen schmilzt, wird weniger Sonnenlicht reflektiert, weniger Sonneneinstrahlungen gelangt zurück in die Atmosphäre und stattdessen erwärmen sich Wasser und Landmassen – weil sie viel dunkler sind als das Eis. So wird die Hitze von unserer Erde gespeichert. Und noch mehr Eis schmilzt. Grönland wird eisfrei werden. Der Meeresspiegel wird ansteigen. Die Meeresströmungen verändern sich und mit ihnen der Wärmehaushalt der Weltmeere. Gleichzeitig führt die steigende Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre auch zum Ansteigen der CO2-Konzentrationen in den Ozeanen. Es bildet sich verstärkt Kohlensäure im Wasser und die Meere versauern. Die Folgen für die Lebewesen sind heute noch kaum absehbar.

Arktis Eis

Mehr als dumpfe Ungewissheit des Klimawandels

Weil unser Klima aber äußerst träge ist, bleibt es schwierig, zu erkennen, was passieren wird – nur, dass etwas passiert, ist deutlich. Und die Veränderungen werden, auch wenn sie unberechenbar sind, irreversibel und über Jahrhunderte spürbar sein. Zwar versteht auch die Wissenschaft die Wechselwirkungen zwischen Meereis und Extremwetter bedingt durch den Klimawandel bisher nur unvollständig. Gravierende Auswirkungen auf die Atmosphäre hat die Eisschmelze allerdings ohne Zweifel. So sei die Frage auch nicht, ob der Verlust des Meereises die globale Zirkulation beeinflusst, sondern – wie könnte er nicht? So wurde es von Jennifer Francis auf dem Herbsttreffen der American Geophysical Union in San Francisco im letzten Jahr formuliert. In den Medien geht’s derweil um die Euro-Krise. Um unser Geld. Um Strompreiserhöhungen und Benzinkosten. Es geht um Banken. Kredite. Doch wie schrieb Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung neulich so passend? „Tatsächlich dürften die Ereignisse in der Arktis sich langfristig als wesentlich folgenreicher für uns alle erweisen als die meisten der derzeit in den Medien sehr breit diskutierten Themen, einschließlich der Euro-Krise.“

Klimawandel Eis

Jetzt liegt’s an uns! Klimawandel in die eigene Hand nehmen

Und nun? Copeland blickt dennoch positiv in die Zukunft. Seine Hoffnung gilt den nächsten Generationen, die mit einem vollkommen neuen Bewusstsein von Nachhaltigkeit aufwachsen werden. Mit großer Intelligenz können wir das Wissen und die Technik entwickeln, den Negativ-Trend noch aufzuhalten – wenn wir uns schon heute verbindlich und ungehemmt dazu verpflichten, wirklich gegen den Klimawandel zu handeln. Die Aufgabe wird nicht mehr verschwinden und sie wird uns auch keiner abnehmen. Die Veränderung, um den Klimawandel zu stoppen wird, unausweichlich, auf Ebene der Menschen, auf Ebene jedes Einzelnen stattfinden müssen. Denn auch Regierungen werden von Menschen gewählt – und handeln immer so, dass sie von diesen Menschen möglichst oft wiedergewählt werden. Auch die Wirtschaft baut, bei aller Werbemaschinerie, auf die Bedürfnisse des Einzelnen auf. Was der Kunde will, wird verkauft. Was er nicht kauft, wird aus dem Programm genommen.

Auf den Einzelnen kommt es an. Auf den Einzelnen und sein unbedingten Willen zum Erhalt unseres Planten und somit gegen den Klimawandel – für unsere Kinder und Kindeskinder. Wie? Durch die Umstellung auf ein nachhaltiges Leben und darin, ganz zentral, die Energiewende ist die große Herausforderung unserer Generation. Wir bei Polarstern haben uns ihr gestellt! Act. Now. Macht Ihr mit?

Photo Credit: (1) Ted Scambos, Andi Pfaffling (2), Ted Scambos (3), Anthony Petty (4) all of them Courtesy by National Snow and Ice Data Center

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