Stromverbrauch von Unterhaltungselektronik: Mit TV, PC und Co. Strom sparen. | Polarstern Magazin

Bier kalt, Chips parat, Fernseher an: Das Letzte, worüber du abends auf der Couch nachdenken willst, ist dein Stromverbrauch. Würde auch irgendwie den Spaß aus der Sache nehmen. Aber muss die Reality-Show auf dem Großbildschirm laufen, obwohl keiner so richtig hinschaut, weil er mit anderen Geräten herumdaddelt? Fakt ist: Die Unterhaltungselektronik macht den Großteil unseres Stromverbrauchs im Haushalt aus – Tendenz steigend. Deshalb haben wir für dich unter die Lupe genommen, welche Sparmaßnahmen sich lohnen.

So viel Strom verbraucht dein Entertainment-Programm.

Vielleicht denkst du dir jetzt: „Moderne Fernseher verbrauchen im Standby-Modus kaum noch Strom und die Energieeffizienz wird mit jeder Generation besser. Ist der Stromverbrauch bei technischen Geräten überhaupt noch ein Thema?“

Leider ja, denn der ökologische Fußabdruck unserer Unterhaltungselektronik ist nicht nur davon abhängig, wie effizient das Gerät ist, sondern auch davon wie es hergestellt und genutzt wird.

Wenn wir den Stromverbrauch im Haushalt betrachten, machen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) momentan den größten Teil aus (Quelle: Stromspiegel 2019). Mit einem Anteil von 27 % am gesamten Strombedarf im Haushalt liegen sie deutlich vor anderen Bereichen, wie Kochen, Kühlen und Beleuchtung.

Dass der Stromverbrauch für Unterhaltungselektronik trotz energieeffizienter Geräte nicht abnimmt, hat vier Gründe:

 

Besser, schneller, mehr – der Trend zum Geräteüberfluss.

Der weltweite Energieverbrauch für Produktion und Nutzung elektronischer Geräte (und der dafür nötigen Infrastruktur) steigt jedes Jahr um 9 %. Zwischen 2013 und 2018 hat sich der Anteil digitaler Technologien am weltweiten CO2-Ausstoß von 2,5 % auf 3,7 % erhöht. Wie kann das sein?

Früher wurden elektronische Geräte viele Jahre lang genutzt. Heute ist der Markt kurzlebiger: Das iPhone 6, das 2014 neu auf den Markt kam, ist im Vergleich zum aktuellen Modell schon wieder gefühlt „veraltet“. Die meisten Geräte, wie Handys und PCs werden heute nicht mehr entsorgt, weil sie kaputt sind, sondern weil wir sie gegen das neueste (vermeidlich bessere) Modell austauschen. Das ist weder gut fürs Klima, noch um Stromkosten zu sparen.

Auch besitzen wir immer öfter sich „doppelnde“ Geräte. Wie viele Geräte hast du zum Beispiel, mit denen du zuhause Filme schauen kannst? Laptop, PC, Handy, Tablet, TV und mehr. Einige Teile sogar doppelt oder dreifach. Ganz ehrlich: Die meisten davon sind überflüssig. Zum Beispiel solltest du deinen Zweitfernseher loswerden und vielleicht auch ein paar andere Geräte ausmisten.

Obwohl also der Stromverbrauch der einzelnen Geräte immer geringer wird, ändert sich durch die steigende Gerätezahl und ihre Nutzung allgemein kaum etwas am Stromverbrauch für Unterhaltungselektronik.

>>>> Mehr zum ökologischen Fußabdruck deiner Elektrogeräte  

 

Größenwahn: Mit der Bildschirmgröße steigt der Stromverbrauch.

Mit der immer besser werdenden Bildqualität steigt auch die Größe der Screens bei vielen Geräten. Je nachdem wie nah man vor dem Gerät sitzt, variiert die „ideale Bildschirmgröße“. Einige TV-Bildschirme haben heute 80 bis 90 Zoll. Und auch bei Laptop und Handy geht der Trend hin zu möglichst großen Screens.

Aber: Je größer das Gerät ist, umso mehr Strom wird gebraucht. Überleg dir deshalb bei der nächsten Neuanschaffung, ob es wirklich der riesige Plasma-TV sein muss. Denn größer ist nicht gleich besser – besonders für den Stromverbrauch.

 

Passive Gerätenutzung durch Second Screen & Co.

Ein laufender Fernseher ist oft eher ein Hintergrundgeräusch, während du durch Instagram scrollst oder am PC mit etwas anderem beschäftigt bist – na, haben wir dich ertappt? Deine Stromkosten für TV, Handy, PC und Co. summieren sich so ganz schön; und wenn du Strom aus fossilen Quellen beziehst, steigen auch deine CO2-Emissionen.

Es hilft also schon, wenn du deine elektronischen Geräte wieder bewusster nutzt, anstatt Strom ungeachtet zu verbrauchen: nebenbei laufende Geräte abschalten, Filme statt auf dem großen TV-Bildschirm ab und zu auf dem Laptop schauen und überlegen, welche Funktionen du eigentlich wirklich brauchst.

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Smart Home? So erhöht die Vernetzung den Stromverbrauch.

Das Smart Home lässt den Energiebedarf für den IKT-Sektor wachsen. Denn es wird viel Strom für den sogenannten vernetzten Bereitschaftsbetrieb verbraucht: Die Ökodesign-Richtlinie hat den „Leerlauf-Stromverbrauch“ pro Gerät auf 0,5 bis 1 Watt gesenkt. Das bringt allerdings nichts, wenn die eingesparten Stromkosten für sinnlose Vernetzung oder neue Geräte wieder verbraucht werden. Denn für diesen vernetzten Bereitschaftsbetrieb (networked standy-by) von Kühlschrank, Kaffeemaschine und Wohnzimmerlampe gelten andere Standby-Regeln. So kann es vorkommen, dass zum Beispiel vernetzte LED-Leuchten mehr Strom im Stand-by benötigen als für ihren eigentlichen Zweck der Beleuchtung.

Stromverbrauch beim Streaming

Auch indirekt treibt die Vernetzung unseren Stromverbrauch in die Höhe: Die steigende Nutzung von Streamingdiensten wie Netflix, Amazon Prime & Co. sorgt dafür, dass der indirekte Stromverbrauch steigt. Davon spürst du zwar nichts im Geldbeutel, aber den CO2-Ausstoß fördert das trotzdem. Inzwischen sind Streamingdienste für über die Hälfte des Datenvolumens im Internet verantwortlich und damit auch für einen großen Teil der steigenden CO2-Emissionen im IKT-Sektor.

>>>> Gamer aufgepasst: Wie das mit dem Stromverbrauch bei Videokonsolen ist, findet ihr hier.

Unser Fazit: Das alles heißt nicht, dass du dein Netflix-Abo kündigen, die Konsole verschenken und dein Handy nicht mehr nutzen sollst. Einfach Geräte bewusster kaufen, nutzen und sie nicht gleich ersetzen, sondern sie reparieren (lassen). Das bringt schon eine ganze Menge. Probier’s aus.

 

Unterhaltung macht Spaß – besonders mit gutem Gewissen.

Klar lässt sich der Stromverbrauch für TV, Handy und Co. nicht unendlich senken. Und keiner erwartet, dass du lebst wie im zwanzigsten Jahrhundert. Aber wenn du schon einen „Games of Thrones“-Marathon hinlegst, kannst du dabei wenigstens CO2 sparen. Wie das gehen soll? Ganz einfach, indem du auf Ökostrom umstellst. Unser Wirklich Ökostrom kommt zu 100 % aus erneuerbaren Quellen und wird in Deutschland gewonnen. Für jede kWh, die du verbrauchst, investieren wir außerdem in den Ausbau erneuerbarer Energien – hier in Europa und weltweit.

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