Während die Speicherförderung der KfW zum 31.12.2018 ausläuft, gibt es in bestimmten Gegenden neue Förderungen für Batteriespeicher. In München zum Beispiel werden Speicher gefördert, sofern sie ersatzstromfähig sind, zum Teil auch als Notstromversorgung bezeichnet. Angesichts der Tatsache, dass inzwischen mehr als jede zweite neue Photovoltaik-Anlage zusammen mit einem Stromspeicher installiert wird, ist das für Hausbesitzer attraktiv, gerade im sonnenverwöhnten Bayern und Baden-Württemberg ist die Nachfrage hoch.

Inhalt:

 

Voraussetzungen für die Speicherförderung in München.

Antragsteller können Eigentümer von bestehenden, als auch von neu gebauten Wohn- und Nichtwohngebäuden sowie von Gebäuden mit gemischter Nutzung sein, genauso wie Anlagenbetreiber, sprich Contractoren, Bürgerenergiegenossenschaften. Bei den geförderten Batteriespeichern muss es sich um neue stationäre Speicher handeln, beispielsweise Lithium-Ionen- und Salzwasser-Batterien. Voraussetzung ist außerdem, dass Photovoltaik-Anlage und Speicher zur Stromerzeugung für den Eigenverbrauch installiert werden und dass der Speicher ersatzstromfähig ist. Dadurch kann im Falle eines Stromausfalls der Haushalt z. B. eine Steckdose mit Strom versorgen oder die Heizungspumpe für kurze Zeit weiter betreiben. Handelt es sich um eine inselfähige Lösung, wird ein zusätzlicher Bonuszuschlag in Höhe von 500 Euro gezahlt. Das Ziel der Stadt München ist es, so die Resilienzfähigkeit der Netze zu steigern, sprich sie stabiler zu machen.

 

Typische Speichergröße.

Ein Stromspeicher sollte laut einer Faustregel eine Kilowattstunde Speicherkapazität pro Kilowattpeak PV-Leistung besitzen. Das gilt natürlich immer in Abhängigkeit des gewünschten Eigenverbrauchs und des gewünschten Autarkiegrades der Gesamtanlage. 

 

So hoch ist die Förderung.

Konkret werden 300 Euro pro Kilowattstunde Nutzkapazität bis zu einer maximalen Fördersumme von 15.000 Euro gezahlt, jedoch maximal 50 Prozent der nachgewiesenen förderfähigen Investitionskosten (netto). Bei einer PV-Anlage mit 5 kWp ist ein Speicher mit einer Nutzkapazität von fünf kWh erforderlich. Kostet der Speicher 8.500 Euro (netto) bedeutet das einen Förderzuschuss in Höhe von 1.500 Euro.

 

Das bringt die Ersatzstromfähigkeit.

Im Grunde ist es eine Sicherheitsfunktion, die besonders bei öffentlichen Gebäuden wie etwa Kliniken im Sinne von Notstromfunktionen, verbreitet ist. Mit Blick auf die Stromversorgung und die zunehmend diskutierte Stabilität der Netzinfrastruktur gewinnt diese Speicherfunktionalität auch für Ein- und Mehrfamilienhausbesitzer an Bedeutung. Laut Bundesnetzagentur mussten die großen Übertragungsnetzbetreiber 2017 1,4 Milliarden Euro aufwenden, um das Netz zu stabilisieren – und letztlich Stromausfälle zu vermeiden. Das sind rund 60 Prozent mehr als noch 2016. In ihrem jährlichen Bericht über Versorgungsunterbrechungen über drei Minuten, welchen die Betreiber von Energieversorgungsnetzen der Bundesnetzagentur vorlegen, werden entsprechend für 2017 15,14 Minuten angegeben; 2016 waren es 12,80 Minuten.

 

Unterschied Ersatzstromanlage und Ersatzstromsystem.

Eine Ersatzstromanlage kann einige Sekunden nach einem Stromausfall einzelne Verbraucher mit Strom versorgen. Soll stattdessen das ganze Haus bei einem Ausfall des Stromnetzes weiter mit Strom versorgt werden, muss ein Ersatzstromsystem installiert werden. Es versorgt die Verbraucher so lange mit Strom, wie Energie in der Batterie gespeichert ist. Im Unterschied zu einem echten Notstromsystem, das innerhalb von Millisekunden läuft und nahezu eine unterbrechungslose Versorgung gewährleistet, vergehen bei Ersatzstromsystemen ein paar Sekunden. Technisch bedeutet der Ersatzstrom einen viel geringeren Aufwand als Notstrom und ist deshalb für klassische Wohn- und Bürogebäude zu empfehlen.

 

Darum läuft die Speicherförderung der KfW aus.

Das Bundeswirtschaftsministerium betont, dass seit Beginn des Speicherförderprogramms bis September 2018 rund 32.000 Anträge bewilligt und ungefähr 80 Millionen Euro an Tilgungszuschüssen und 500 Millionen Euro Kreditvolumen gezahlt wurden. Betont wird, dass das Ziel der Markteinführung erreicht wurde und der Markt mit sinkendem Anteil KfW-geförderter Speicher wächst. Dass die bisherige KfW-Förderung ausläuft, liege laut Experten auch daran, dass die Förderbedingungen und die technischen Anforderungen der KfW nicht mehr im richtigen Verhältnis zum finanziellen Vorteil standen. Vor allem der Aufwand zur Antragstellung sei laut Hausbesitzer und Banken zu groß gewesen sein.

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* Auch wird für jede PV-Anlage nur ein Batteriespeichersystem gefördert, wobei es sich nicht um Eigenbauanlagen, Prototypen oder gebrauchte Anlagen handeln darf. 

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