Müllproblem im Sommer - das kannst du tun | Polarstern
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Müll von einem lauen Sommerabend an der Isar: Kippen, Kronkorken, Einweggrills

Zwischen Bierflaschen und Müllbergen - Grillvergnügen im Sommer

Sommer, Sonne – und leider viel Abfall: mit der warmen Jahreszeit beginnt die Grill- und Draußen-Chill -Saison. Leider bleiben Flaschen, Tüten und Verpackungen oft einfach liegen. Das belastet die Umwelt und die Müllabfuhr, stinkt und sieht schlimm aus.

Und es ist Sommer. Grillen am Rhein, an der Spree, der Elbe oder unsrer geliebten Münchner Isar gehört unbedingt dazu. Raus an den Stadtstrand, Freunde treffen, das Leben genießen. Doch so ein sonniges Wochenende hat seine Schattenseiten: an Münchens beliebtestem Isar-Abschnitt, dem Flaucher, sieht es Montagmorgens nach einem herrlichen Wochenende wie nach der Apocalypse aus. Ein Sommerwochenende bedeutet für den Flaucher drei Tonnen Grill-Müll. Diese gigantische Müllhalde wiegt also soviel, wie drei leere Fiat 500er. Der gesamte Isarmüll kostete im Jahr 2015 die Stadt insgesamt 250.000 Euro.

Abfall einfach liegen lassen: aus Rücksichtslosigkeit, Bequemlichkeit, Desinteresse

Warum das so ist? Weil Menschen zu bequem sind, leere Coffee To Go Becher und Getränkedosen oder Plastikverpackungen vom Grillfleisch wieder mitzunehmen – nun, da diese ihren Zweck ja erfüllt haben. Natürlich macht es keinen Spaß, mit Sauce verschmierte Pappteller, stinkende Zigarettenreste und davonfliegende leere Chipstüten zusammenzupacken. Aber man muss doch Verantwortung übernehmen und sich des eigenen Mülls bewusst sein! Woher kommt dieses „Geht mich nichts an“- Gefühl? Eigentlich ist doch bekannt, dass Plasiktüten und Dosen nicht mal eben verrotten, sondern als wild entsorgter Müll die Umwelt sehr lange belasten:

Infografik: So lange braucht Müll zum Verrotten
Müll am Fluss: gerade im Sommer türmt sich an schönen Tage der Müll am Ufer. An einem Grillwochenende an der Isar kommen bis zu fünf Tonnen Abfall zusammen. Viele der Stoffe brauchen sehr lange, um abgebaut zu werden. Wirklich.
Nicht schmutzige, sondern 100% saubere Energie: Wirklich Ökostrom

Kampagne gegen das Vermüllen

Damit die Isar nicht total den Bach runtergeht, lief deshalb 2016 die Kampagne „Wahre Liebe ist“ an, die mit insgesamt 53 beklebten Litfaßsäulen und 733 Plakaten dazu anregen sollte, leere Flaschen und Abfälle mitzunehmen oder zu entsorgen. Und damit Isar-Besucher Grillzonen, Mülleimer und Toiletten im Blick haben, gibt’s dazu noch die Isar-Map. Durch das Projekt ist die Müllmenge gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgegangen. Und dementsprechend auch die Bürgerbeschwerden. Ein Schritt in die richtige Richtung.

Was kann ich gegen Grillmüll tun?

Bewusst Müll von Vornherein vermeiden und den anfallenden Müll richtig entsorgen! Unsere Tipps:

  • Große (!) Mülltüten mitnehmen – Tüte mit Steinen beschweren, damit sie nicht wegfliegt und anfallenden Müll sofort in die Tüte. Mitgebrachte extra Mülltüten kannst du an andere Leute weitergeben.
  • Küchenrolle, Besteck und Geschirr mitbringen – und zwar nicht Einweg-Plastikgabeln und Papptassen, sondern Mehrweg von Zuhause. Der Pfandbecher vom letzten Konzert eignet sich super und ein echtes Messer schneidet Fleisch einfach besser. Plastikgabeln hingegen brechen leicht ab und Pappteller weichen widerlich auf. Dreckiges Geschirr kannst du später mit dem Krepp grob säubern und in einer Tüte wieder mitnehmen.
  • Pfandflaschen verwenden (z.B. Bier – 8 Cent, Bierflasche mit Bügel – 15 Cent, Wasserflasche aus Plastik – 15 Cent, Bierkiste – 3,10 Euro) – oft fragen Pfandsammler, ob sie Flaschen und Dosen mitnehmen dürfen. Flaschen so lagern, dass keine Scherben entstehen!
  • Einen echten Grill nutzen - Einweggrills sind zwar billig, klein und leicht, man kann sie bei der Tanke nebenan kaufen und nach Gebrauch entsorgen. Sie sind aber auch ein echtes Umwelt NoGo (siehe unten). Bring auch Kohlen mit - Sträucher sind Tabu und brennen außerdem schlecht.
  • Zigarettenstummel sammeln – sie verschmutzen sonst nicht nur optisch Boden und Gewässer. Ein (verschließbares) Gefäß kannst du auch aus der Plastikumhüllung der Schachtel basteln.
  • Mülleimer benutzen – oft sind die riesigen Müllgitter sogar beleuchtet, so dass du sie nachts findest. Pfandflaschen daneben stellen!

Umweltbelastung Einweggrill

Das wohl beliebteste Utensil fürs Grillen in der Natur ist der Einweggrill. Einige Gründe sprechen aber gegen ihn. Das Problem der Einweggrills ist so groß, dass sie in manchen Grillzonen sogar verboten sind.

Praktisch aber nicht nachhaltig: der Einweggrill

Andernorts wird mit Pfad experimentiert: ein Supermarkt in Thalkirchen am Flaucher hat das zeitweise getestet und von 775 verkauften Einweggrills immerhin 228 benutzte Grills zurück erhalten. Umweltschädlich bleibt die Benutzung aber trotzdem:

  • Die Produktion ist umweltschädlich: Die Schale der Einweggrills besteht aus Aluminium, ein Rohstoff der bei der Herstellung sehr Energieaufwändig ist und schädliche Abfallprodukte hinterlässt.
  • Es entsteht mehr Müll: Einweggrills werden nach nur wenigen Stunden gebrauch weggeschmissen. Wenn in den Abend reingefeiert wird, werden sie gerne mal vergessen oder sogar mit Absicht liegen gelassen, was der Stadtreinigung die ein oder andere Sonderschicht beschert. Eine enorme Umweltbelastung, verglichen mit Mehrweggrills – und die lässt keiner einfach auf der Wiese stehen.
  • Das Gegrillte schmeckt schlechter und ist gesundheitsschädlich: Der Abstand zwischen Kohle und Grillrost ist sehr gering, deshalb brennt das Grillgut schnell an. Außerdem tropft das Fett oft in die Kohle, was krebserregende Stoffe freisetzt und störenden Rauch verursacht.

Eine tolle Alternative haben sich zwei Hamburger überlegt. Mit Unterstützung der Stadt betreiben sie Hamburgs erste öffentliche Grillstation. Für 2€ pro 20 Minuten darf auf einem der drei Elektrogrills an der Michelwiese mit Ökostrom gebrutzelt werden. Kommunikativ, umweltschonend, eine Reduktion von Müll: Gefällt uns! Und noch eine Alternative hätten wir im Angebot: Bau dir einfach mit unserer Anleitung einen Solargrill selber - die Utensilien hast du Zuhause, das ganze funktioniert mit sauberer Energie aus der Kraft der Sonne und macht mit Kindern oder Freunden als gemeinsame DIY Aktion doppelt soviel Spaß.

Müllpfand gegen Verschmutzung

Auf den Sommerfestivals Fusion, Chiemsee Reggae Summer, Southside und Hurricane, kurz: auf den allsommerlichen Musikfestivals ist ein Müllpfand schon fester Bestandteil des Festivaltickets. Zwischen 5 und 10 € muss jeder Festival Besucher extra zahlen, die er erst mit Abgabe eines vollen Müllsacks am Ende des Festivals wiederbekommt. Finden wir sinnvoll – wenn auch typisch deutsch.

Kleinvieh macht auch Mist: Viele Kronkorken ergeben einen riesigen Berg Müll

Übrigens bilden auch die vielen kleinen Zigarettenstummel in ihrer Summe ein echtes Müllproblem. Einfach auf den Boden werfen ist halt einfacher als mitnehmen und entsorgen. Kein schöner Anblick. Und viele Schadstoffe bleiben in den Filtern und gelangen in die Umwelt. In Gewässern oder durch Regen können aus einer Kippe knapp zwei Milligramm Nikotin entweichen! Außerdem fressen Enten die Stummel manchmal versehentlich und Fische sterben in vergiftetem Wasser.

Müll vermeiden durch kluges Planen und wiederverwerten

Unser Fazit: Müll vermeiden oder reduzieren, wo es geht. Das Müllthema ist immer aktuell. Challenge accepted! Wir haben ohne Müllpfand und Grillstation bei unserem Mittagessen angefangen. Da die Büroküche selbst kochen (noch) nicht hergibt, bringen wir jetzt unsere eigenen Essensbehälter zum Imbiss mit. Pro Tag beläuft sich die Müll Reduktion auf ein paar Plastiktüten, Styroporboxen, Alufolienstücke und Plastikgabeln weniger. Immerhin ein Anfang.

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