Social Business: Die nächste Generation | Polarstern
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Social Business: Die nächste Generation

Vor Kurzem waren Samira und Raphael für einen Tag Schüler im Chefsessel bei Polarstern - ei Kurzpraktikum, sozusagen. Bei der Aktion treffen Schüler für einen Tag Entscheidungen in einem Unternehmen, schreiben einen Bericht darüber und können am Ende eine Reise nach Berlin gewinnen. Samira und Raphael entwarfen bei uns einen Slogan und konzipierten eine Werbe-Kampagne. Wir fanden es großartig, hier die Social Business-Gründer von Morgen kennenzulernen. Raphael hat bereits sein eigenes Business, die Lastenradler haben uns gerade erst beim Polarstern Clean Up unterstützt. Und Samira? Die hat mit ihrem Bericht gleich mal einen Preis abgeräumt. Völlig zu recht. Hier ist ihr prämierter Text über ihren Tag bei Polarstern. 

Was es bedeutet, ein Unternehmer zu sein, und warum mir Polarstern den Glauben an die Energiewende zurückgeben konnte.

Von Samira

Die Welt verbessern… das einfältige Mantra unserer Zeit. Es scheint ja auch so unmöglich, angesichts der Trägheit und Bequemlichkeit des Menschen.  Grüner Strom? Man hat davon gehört, aber Genaues weiß man nicht, und überhaupt gibt es doch gar nicht genug Lithium, um alle Autos mit Solarkraft zu betreiben. Die Politik will sich lieber auch nicht festlegen und sowieso, wer weiß schon, ob das dann wirklich grüner Strom ist, für den man bestimmt das Doppelte bezahlen muss? So ungefähr sieht es wohl in den Köpfen der meisten aus. Und obwohl ich genau weiß, dass uns nur die Energiewende noch das Gesäß retten kann, unterliege auch ich den Gesetzen der Trägheit einer Gesellschaft, die mit ihrem Wohlstand nicht umgehen kann.  Düstere Aussichten, das Unmögliche möglich machen, die Natur des Menschen verändern… dachte ich mir so und wurde trüb und hoffnungslos.

Da kam Polarstern

Die Polarstern GmbH ist ein Anbieter von Ökostrom aus München, der es sich zum Ziel gesetzt hat, möglichst viele Menschen mit Wirklich Ökogas und Wirklich Ökostrom zu versorgen. Als ich die Beschreibung im Rahmen der Ausschreibung für „Schüler im Chefsessel“ gelesen habe, zögerte ich nicht lange und beschloss, mich zu bewerben. Ein Blick auf die Website des Unternehmens bestätigte meinen Entschluss. Dort war von fairen Preisen, Transparenz und unkompliziertem Umstieg die Rede. Auch machte mir das Unternehmen einen sehr persönlichen Eindruck, mit einem eigenen Blog und Berichten über das Engagement des Unternehmens in Kambodscha

Natürlich kann ein solcher Eindruck trügerisch sein, doch mein Interesse war geweckt und ich wollte Polarstern aus der Perspektive eines Mitarbeiters, oder noch besser, eines Chefs kennenlernen.

Mein Aktionstag…

…begann um gemütliche zehn Uhr, was meine Sympathie für das Unternehmen bereits im Voraus deutlich steigerte. Als ich die Räumlichkeiten der Polarstern GmbH betrat, war ich angenehm überrascht. Ein in hellen Farben gehaltener Raum mit hohen Fenstern bildete bereits das Büro aller 15 Mitarbeiter. Dies und das für alle obligatorische „Du“ zeigten mir, dass mich mein erster Eindruck nicht getäuscht hatte. Auch die wichtigste Voraussetzung für einen erfolgreichen Tag war gegeben: guter, klassischer Filterkaffee. Ich war nicht die einzige, die einen Platz für den Aktionstag bekommen hatte, auch Raphael von der Pasinger FOS wurde dieses Vergnügen zuteil. Wir wurden einander vorgestellt und erhielten von ein paar Mitarbeitern bereits einen kleinen Einblick in die Unternehmenskultur.  Bald übernahm Florian, einer der drei Chefs und Mitbegründer von Polarstern. Er erklärte uns zunächst anhand einer Power Point Präsentation, im Verlauf jedoch immer mehr durch seine mitreißende, enthusiastische Art, wie das Unternehmen funktioniert. 

Wie Polarstern funktioniert

Was bedeutet Wirklich Ökogas? Woher kommt der Wirklich Ökostrom? Trotz anfänglicher Zweifel, mit denen das Unternehmen auch bei den meisten potenziellen Kunden zu kämpfen hat, war ich letztlich überzeugt vom Konzept. Florian verwendete die Analogie vom Stromnetz Europas als See, der momentan von vielen schmutzigen Quellen gespeist werde. Wenn ein Kunde seinen Strom und sein Gas über das Unternehmen bezieht, wird für den Geldbetrag 100% ökologische Energie in das Stromnetz eingespeist und gleichzeitig wird ein Teil des Gewinns dazu verwendet, neue, „saubere“ Energiequellen zu schaffen. Auch unterstützt die Polarstern GmbH Familien in Kambodscha dabei, sich eigene Biogasanlagen zu bauen und dadurch auf teure Energieträger wie Petroleum oder Feuerholz verzichten zu können. 

Das beeindruckte mich, wie ich zugeben muss. Etwas Gutes zu tun, sollte also so leicht und aufgrund einer sehr geringen Gewinnspanne für das Unternehmen auch noch billig sein? Dafür bekommt man nicht einmal den süßen Nektar der Anerkennung für die hingebungsvollen Opfer, die man für andere arme Seelen in Kalkutta.. nein, Kambodscha wars… erbringt. Andererseits wollen wir unsere Komfortzone nicht vergessen, also warum nicht!

Ein Slogan für ein E-Auto

Nachdem uns Florian die Funktionsweise des Unternehmens erklärt hatte, durften wir uns schon selbst ans Werk machen. Einer der Kunden des Energieversorgers plant, seine Mitarbeiter mit Elektroautos zu versorgen und möchte, dass Polarstern auf diesen Autos für sich Werbung macht. Die Aufgabe war also, ein Werbekonzept für das Auto zu entwerfen. Wir erhielten die Wand des Besprechungsraums als kreative Nutzfläche und warfen die grauen Zellen in Gang. Es ging darum, möglichst kurz und knackig auf den Punkt zu bringen, wofür Polarstern steht. Ein Spruch oder Bild, das im Gedächtnis bleibt. Diese Aufgabe hat mir viel Spaß gemacht, da man selten die Gelegenheit erhält, das Produkt des eigenen Denkvermögens womöglich einmal auf einem Auto durch die Stadt fahren zu sehen. Auch war es gar nicht so einfach. Kurz und knackig. Wir hatten bald einige gute Ideen für Slogans, doch die Frage, wie man sie am Effektivsten auf einem Auto platziert, blieb. Für mich persönlich war das die erste praktische Erfahrung im Bereich Marketing.

 

Social Buiness

Der erste Pitch

Nach zwei Stunden durften wir Florian und zwei Kollegen unsere Ergebnisse vorstellen. Alle drei waren regelrecht begeistert, was mich natürlich gefreut hat. Ob tatsächlich eine unserer Ideen bald in die Realität umgesetzt wird, wird sich bald zeigen.

Obwohl wir beim Brainstorming sinngemäß unser Gehirn beansprucht hatten, war es doch der Magen, der sich bald unter Wehklage Gehör zu schaffen suchte. Erfreulicher Weise erwarteten uns bereits die allwöchentlichen Polarstern-Penne (tja, das nennt man wohl Produktlinie).

Jesus, UFOs und Buttermilch – Die Konzeption einer Werbe-Aktion

Nach dem Mittagessen erhielten wir eine ähnliche, deshalb jedoch nicht weniger anspruchsvolle Aufgabe: eine Guerilla-Aktion planen, mit der sich Polarstern besonders über das Netz Gehör verschaffen kann. Günstig und gehaltvoll lautete diesmal die Devise. Mein Vorschlag, die Websites großer Energiekonzerne zu hacken, fand einigen Zuspruch, sprengte jedoch den Rahmen der Legalität. Ich möchte für den Fall der Fälle nicht zu viel vorweg nehmen, aber dies sei gesagt: ‚Jesus‘, ‚Ufo‘ und ‚Buttermilch‘ waren unter den Kandidaten für das Halbfinale. Interessant war, worauf man bei PR-Aktionen so achten muss. Natürlich darf die Seriosität des Unternehmens nicht in Mitleidenschaft gezogen werden, ebenso wenig wie das Vertrauen der Klienten. Und was in der trauten Runde eine lustige Idee zu sein scheint, kann sich in der bitteren Realität schnell als diskriminierend entpuppen. Auch bei dieser Aufgabe schienen Raphael und ich zufriedenstellend gearbeitet zu haben. Zumindest konnten wir wohl etwas inspirativen Wind in die Sache bringen. Florian und seine Kollegen gaben uns eine Menge konstruktives Feedback und es war schön zu sehen,  dass unsere Ideen Anklang fanden.  

Wirklich ein Statement

Der Aktionstag neigte sich dem Ende. Die Sonne schwand allmählich, polarsternweiß wurde zu polarsterngrau (man ist ja flexibel).  Wir erhielten noch einmal die Gelegenheit, Fragen zu stellen und uns auszutauschen. Abschließend gab es T-Shirts. Obwohl ich mit der klassischen Form eines T-Shirts nichts anfangen kann, ist das von Polarstern nun eines meiner Lieblinge, denn es trägt ein unmissverständliches Statement: Wirklich.

Ich will etwas unternehmen!

Auch wenn der unternehmerische Teil meines Aktionstages eher klein gehalten war, habe ich trotzdem einen sehr genauen Eindruck davon erhalten, was es bedeutet, Unternehmer zu sein. Mit viel Enthusiasmus an die Sache gehen, flexibel und offen bleiben und vor allem muss man an die eignen Ideen glauben. Warum ich Unternehmerin werden will? Ich will etwas unternehmen! 

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