Smart Wohnen: Das Quartier Future Living® Berlin | Polarstern Magazin

In Berlin entsteht derzeit ein neues Quartier, Future Living® Berlin. Das Grundstück für das Leuchtturmprojekt wurde schon vor Jahren von der GSW Gesellschaft für Siedlungs- und Wohnungsbau Baden-Württemberg mbH (GSW) reserviert. Zusammen mit der Unternehmensgruppe Krebs GmbH & Co. KG aus Berlin entstand die Idee, dass dort keine konventionellen Gebäude entstehen, sondern das „Wohnen der Zukunft“ demonstriert werden sollte.

Ab Ende 2019 ist es nun soweit und die Bewohner der 70 Wohneinheiten und 21 Boarding House-Studios erleben nachhaltiges und vernetztes Wohnen hautnah: Sie steuern ihre Geräte über ein Tablet und haben ihren Stromverbrauch und vieles mehr stets mit wenigen Klicks im Blick. Birgid Eberhardt, Bereichsleiterin Smart Home bei der GSW, hat uns genauer beschrieben, wie die Bewohner die smarte Technologie im Alltag erfahren und so – ganz einfach – effizient Energie nutzen. Polarstern ist Energiepartner von Future Living® Berlin und hat zusammen mit Partnern das vernetzte, erneuerbare Energiekonzept realisiert.

 

Automatische Steuerung von Stromerzeugung und -bedarf.

Erst einmal die Frage: Woher stammt die Energie? In einem intelligent vernetzten und nachhaltigen Gebäude wird möglichst viel Energie selbst vor Ort aus erneuerbaren Energien gewonnen. So auch bei Future Living® Berlin. Eine PV-Anlage erzeugt hier Energie, die zur Stromversorgung der Mieter genutzt wird. Außerdem werden 25 Wärmepumpen sowie Batterie- und Wärmespeicher mit dem Solarstrom versorgt, die so ihrerseits Wärmeenergie bereitstellen.

Der vor Ort erzeugte Strom fließt zudem nicht nur in die Wohngebäude – auch die Ladestationen für Elektroautos werden versorgt. Insgesamt ist das Quartier mit dieser vernetzten Energieversorgung zu 38 % autark, sprich unabhängig vom öffentlichen Stromnetz. Diese effiziente Abstimmung von Stromerzeugung und der Einsatz in den verschiedenen Bereichen erfolgt automatisch.

 

Smarte Technik richtig nutzen.

Vieles wird ganz effizient gesteuert, ohne Zutun der Bewohner. Doch bei ihrem eigenen Stromverbrauch haben sie einen großen Einfluss darauf, wie viel Strom sie aus lokaler Erzeugung nutzen: Über ein Tablet, den Wohnungsmanager, können sie im Quartier Future Living® Berlin sehen, wann wie viel Energie zur Nutzung erzeugt wird und wie viel Strom sie selbst aktuell brauchen. Die Bewohner haben so ihren Strom-, Wasser- und Heizenergieverbrauch immer im Blick und können ihren Energiebedarf der Stromerzeugung anpassen.

Aber sie werden auch aktiv über die auf dem Tablet installierte App informiert, wenn gerade mehr Energie zur Verfügung steht als im Gebäude benötigt wird. Sie erhalten dann beispielsweise den Hinweis, dass jetzt ein guter Zeitpunkt wäre, die Spülmaschine anzustellen. So können das Verhalten der Menschen kurzfristig an die Energieversorgung angepasst und Ressourcen optimal genutzt werden.

 

Smarte Services auf dem Campus.

Der gesamte Campus von Future Living® Berlin ist smart ausgerüstet und barrierefrei gestaltet. Die Bewohner kommen schlüsselfrei in ihre Wohnung. Auch fünf E-Fahrzeuge stehen den Bewohnern exklusiv als Community Carsharing zur Verfügung. In den kleineren Wohnungen gibt es keine Waschmaschinen, die wertvollen Wohnraum wegnehmen würden. Stattdessen stehen für alle Bewohner smarte Geräte in einem Waschraum zur Verfügung. Diese sind bequem von der eigenen Wohnung aus buchbar und informieren den Nutzer auf seinem Tablet darüber, wann seine Wäsche fertig ist. Auch eine Paketannahmestation wird es auf dem Campus geben, die Bewohner informiert, wenn ein Paket für sie angekommen ist.

Welche Anwendungen man in der eigenen Wohnung nutzt, ist natürlich jedem selbst überlassen. Die Wohnungen bieten allen Bewohnern die gleiche Hardware. Das bedeutet aber nicht, dass sich auch alle Bewohner gleich verhalten. Vielmehr kann jeder selbst viele Funktionen so einstellen, wie es für ihn am besten ist. Er kann zum Beispiel seine Lichter über den herkömmlichen Schalter, das Tablet oder die Sprachsteuerung kontrollieren. Einige Sicherheitsfunktionen sind zudem vorprogrammiert, etwa das automatische Zurückfahren der Markisen bei Hagel und Wind.

 

Smart Living für alle Generationen.

Der Campus von Future Living® Berlin ist generationsübergreifend geplant und soll auch ältere Menschen ermutigen, smarte Techniken zu nutzen. Natürlich sollte man als Bewohner eine gewisse Aufgeschlossenheit für moderne Technik mitbringen – ein detailliertes Vorwissen ist aber nicht erforderlich. Für ältere Bewohner gibt es nicht nur barrierefreie und rollstuhlgerechte Wohnungen: Auch Menschen, die pflegebedürftig werden, sollen nicht ausziehen müssen. Aus diesem Grund gibt es bei der GSW auch Gespräche mit Partnern über haushaltsnahe- und Pflegedienstleistungen, die über den Wohnungsmanager verfügbar gemacht werden sollen. Und das Wohnen im smarten Haushalt kostet nicht die Welt: Die Miete orientiert sich an den ortsüblichen Preisen und liegt gerade bei den kleineren Wohnungen sogar darunter.

 

Wann wohnen wir alle intelligent vernetzt?

„Wir wagen uns mit Future Living® Berlin sehr weit aus dem Fenster“, sagt Frau Eberhardt von der GSW. Das Problem der smarten Ausstattung sei nicht das Bauen selbst, sondern der Mangel an Erfahrungswerten – sowohl beim Verhalten der Mieter, als auch beim Facility-Management. Erst einige Jahre nach Mietereinzug wird sich zeigen, welche Angebote wirklich genutzt werden und wie sich die Bewohner auf die smarte Technik eingelassen haben. Frau Eberhardt sieht das als Chance: „Die Lernkurve liegt vor uns. Im positiven Sinne.“

Weitere Einblicke in spannende Mieterstromprojekte von Polarstern, von ganzen Quartieren bis hin zum klassischen Mehrfamilienhaus, gibt es auf unserer Mieterstrom-Seite

Weiterempfehlen vervielfacht deine Wirkung!

Und wir bedanken uns mit 20 Euro. Schnapp dir jemanden, der auch zu wirklich besserer Energie wechseln möchte – und ihr bekommt beide 20 Euro auf eure nächste Stromrechnung gutgeschrieben. Gemeinsam verändern wir mehr!

Polarstern weiterempfehlen

Ökostrom ist viel günstiger als du denkst!

Wirklich besserer Strom ist keine Rolex. Und sogar meist günstiger als die Grundversorgung.