Mode recyceln und tauschen | Polarstern
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Schöne neue Modewelt? Recyceln und tauschen von Mode

Faire Kleidung & grüne Mode: du fragst dich auch, wie du dich nachhaltiger kleiden kannst? Kleidung recyceln oder faire Kleidung kaufen: die Polarstern Tipps

Ein faszinierender Gedanke: Eigentlich existiert bereits alle Kleidung, die ich brauche. Und gar nicht abstrakt, sondern die ganze Kleidung, die allein in der weiblichen Hälfte meines Freundeskreises im Umlauf ist, würde vollkommen ausreichen uns alle zu kleiden. Einkaufen würde über sehr lange Zeiträume überflüssig. Sogar etwaige Gewichtszu- oder abnahmen wären möglich. Denn: Habt Ihr die vielen Artikel über die Untiefen der Modeindustrie in letzter Zeit gelesen? Wollt Ihr den Skandalen auch irgendwie begegnen? Dann hab’ ich einen ganz altmodischen Vorschlag für Euch: Kauft nichts Neues mehr zum Anziehen. Tragt Eure Sachen auf. Recycling klingt nicht so cool? Ist es aber!

Meine Kleidertauschparty

Kurz vor meinem Umzug nach München war mein Schrank voller Sachen, die mir nicht mehr passten oder gefielen. Wegschmeißen? Kam nicht in Frage. Das älteste Kleidungsstück war ja noch nicht mal fünf Jahre alt. Also habe ich meine Freundinnen zu einer Kleidertauschparty zusammengetrommelt und jede hat ihre „alten“ Kleidungsstücke, Schuhe und Schmucksachen mitgebracht. Bei der Tauschplattform Kleiderkreisel gilt das Prinzip Recycling im Freundeskreis, anstatt neue Kleidung zu kaufen. Upcycling wurde Teil der Veranstaltung – einige meiner Freundinnen waren nämlich gar nicht so sehr auf die Kleidung an sich aus, viel mehr auf die schönen Stoffe. Aus denen sie sich selbst, daheim, dann Röcke, Taschen, T-Shirts schneidern wollten. Die Kleidertauschparty war ein voller Erfolg – und alle gingen weihnachtsmannmäßig bepackt mit Glück im Bauch nach Hause. Weil natürlich nicht alle Kleidung eine neue Besitzerin fanden, ging der Rest an Oxfam. Und ich zog frisch fein ausgestattet und um einige Kleidersäcke leichter nach München.

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Kleidertauschparty

Undurchsichtige Kleidungsindustrie

Mit einem guten Gefühl habe ich neue Lieblingsstücke bekommen. Dennoch - mein Gewissen beruhigt sich nicht. Wie auch, wenn zur Zeit täglich über Missstände, Brände und soziale Katastrophen aus den Kleiderfabriken in Bangladesch, Vietnam oder China berichtet wird. Und ich bin doch ein Teil des Problems, oder? Denn ohne zu wissen, was ich damit in anderen Ländern anrichte, kaufe ich viel zu viel ein. So gibt in Deutschland, genau wie ich, eine durchschnittliche Frau ca. 620 Euro pro Jahr für Kleidung aus. Eine Näherin in Bangladesch verdient nur 420 Euro. Ach, die schöne Modewelt ist schnell und bunt und schrill. Ihre Trends sind kurzlebig. Klar, dass wir dann Kleidung meist nicht lange tragen können. Jährlich werden mehr als 600.000 Tonnen Kleidung einfach weggeworfen – allein 15 Kilo pro Münchner und Jahr –, von denen mehr als 40% eigentlich noch zu tragen wären. Mir ist schon klar: Wir kaufen viel zu viel und viel zu billig. Denn die wirklichen Kosten sind gut hinter lauten, schicken Werbetafeln mit durchtrainierten Traumkörpern versteckt. Doch ich habe keine Ahnung, wie sich die Preise wirklich zusammensetzen. Und wie ich dem ganzen System entgegenwirken kann. Ich bin orientierungslos,welche Kleidung man noch mit gutem Gewissen kaufen kann. Manche Kleidung hat drei Erdumrundungen hinter sich und ist immer noch günstiger, als die hier in Deutschland produzierte. Welche Auswirkungen hat das für unsere Zukunft? Und für den Klimawandel? Woher soll ich wissen, ob mein H&M-T-Shirt schlimmer ist als ein Marken-T-Shirt? Oder besser? Und ist das hippe Upcycling-Projekt, das ich beim Kauf meiner Tasche unterstütze, nicht nur einer der branchenüblichen Trends? Eine systemkonforme Erscheinung, die dann doch nichts grundlegend ändert? Die durchschnittlichen Ausgaben und die durchschnittliche Größe des Kleiderbergs im Abfall sprechen dafür, dass es vielen Menschen geht wie mir.

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Recycling: Neue Kleidung für mich

Die Begeisterung für Bio-Baumwolle, Fairtrade-Mode und Mode aus wiederverwendeten Stoffen ist berechtigt. Hier kommt Licht in das Finster einer Industrie, deren Mühlen schon viel zu lange auf Kosten von Menschen und Umwelt mahlen. Doch auch hier kommt es zu Rebound Effekten, wie der Ökonom sagen würde. Zu was? Ganz einfach: Wenn die Begeisterung für neue Altfasern, umweltfreundlichere Herstellungsmethoden oder fairere Produktionsbedingungen dazu führt, dass wir mehr kaufen, immer mehr, nur mehr... Dann ändert sich gar nichts am System. Dann wird der Wäscheberg nicht kleiner. Wir denken nicht wirklich um. Ja, ich fand’s mit vier älteren Brüdern auch nicht lustig, dass ich immer deren alten Klamotten auftragen sollte. Klar, macht Shoppen Spaß. Aber Spaß hatte ich auf meiner Kleidertauschparty auch! Wenn neue Kleidung nur bedeuten würde „für mich neu“, wären wir doch schon einen großen Schritt weiter, oder? Das hab’ ich bei meiner ersten (und sicherlich nicht letzten) Kleidertauschparty gespürt. Lange vor allem Upcycling, Bio-Baumwollstrick und Öko-Entwurf gilt: Auftragen, vererben, verschenken, recyclen. Solange Läden noch „Kauf dich glücklich“ heißen... haben wir noch ganz viel Umdenken vor uns. Weihnachten wäre ein guter Zeitpunkt, damit anzufangen. Denn Konsum hat wenig mit Liebe zu tun. Zum Fest der Liebe.

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