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Reisen im Wandel... im Klimawandel!

Reisen ist schön. Und produziert irre viel CO2: Auto, Flugzeug - aber natürlich selbst die Bahn- oder Busfahrt. Deshalb besuchen wir natürlich Weihnachten trotzdem die Familie. Gibt's einen Weg aus dem Dilemma?

Nehmen wir mal an, ich wäre der Klimawandel. Mir wäre schön warm, ich wäre allerorts relativ unbeliebt. Reisezeit - Weihnachtsferien, Sommer, Ostern, egal! - fänd' ich geil: da wird's mir gleich noch wärmer, mit den ganzen schönen Abgasen!

CO2-Hammer Verkehr

Das Problem dabei ist, dass Reisen wahrscheinlich eins der besten Dinge ist, die uns im Leben passieren können. Nicht nur lässt es die Welt und die Menschen näher zusammenrücken, Reisen ist pure Bildung, für viele pures Glück, mich eingeschlossen. Ich wüsste nicht, was ich auf dieser Erde verloren hätte, ohne sie mir ansehen zu können: Dieses Gefühl auf der Straße in einem fremden Land, am Bahnhof oder am Flughafen. Ankommen. Heimkommen. Sich in Gassen verirren. Unterwegs sein. Kerouac. Lost in Translation. Es ist unbezahlbar – und trotzdem zahlt der Planet. Manchmal ist das auch in Ordnung, wir Menschen müssen uns bewegen, wir brauchen unsere Familie, Vorstellungsgespräche, Autos und Züge, Flugzeuge und Schiffe. Ryanair ist abgesehen von seiner Klimabilanz wahrscheinlich das Beste, was der Idee Europa passieren konnte. 

Reisen im Klimawandel

Flüge wirken als Klimawandelbeschleuniger

Es ist aber auch Fakt, dass wir durch das Wachstum im Flugverkehr unsere internationalen, hart verhandelten CO2-Einsparungen komplett egalisieren könnten. Allein durch unzählige Flüge steige die Temperatur über Zentraleuropa – prognostiziert auch die Deutsche Behörde für Luft und Raumfahrt. Nicht nur wegen des vielen verbrannten Treibstoffes und der entstehenden Erwärmungsbeschleuniger (Stickstoff, Cirruswolken), sondern auch weil Treibhausgase dort oben weitaus höhere Effekte haben als bei uns am Boden. 

Klimawandelbeschleuniger, auf die wir guten Gewissens verzichten können

Reisen also ja. Aber Reisen bedeutet auch mit dem Auto zur Tankstelle, Snacks kaufen – oder täglich zur Arbeit. Also auf was könnten wir denn guten Gewissens verzichten? Hier ein paar Beispiele:

Party-Wochenenden in Berlin, Shopping-Trips nach New York, Kurzstreckenflüge (auch weil Starts besonders viel verbrennen), Face-to-Face-Konferenzen am Ende der Welt, Meilensammeln a là George Clooney in Up in the Air, billige Kohle aus Australien mit dem Schiff nach Europa fahren, um sie hier zu verbrennen; diese Liste geht gegen Unendlich.

Reisen Klimawandel

Entschleunigt reisen

Ja, wir können nicht so weitermachen. Flüge werden mit steigenden Rohstoffpreisen immer teurer und noch dazu sind sie, so weh mir das tut zu sagen, viel zu billig, um nachhaltig zu sein! Aber es steckt auch eine ganz andere Welt hinter dem Wandel: Stichwort Downshifting – ein einfacher, geerdeter Lebenstrend, einfach mal das Leben entschleunigen. Die Entschleunigung ist ein Phänomen, das seit den 90ern in den Industrieländern aufkam – und das in vielen anderen nie vergessen wurde. 

Beispiel: Wie viel erlebt die koreanische Reisegruppe wirklich in 10 Tagen Europatour? Oder eine Woche Tauchen in Ägypten: Sie beginnt am Check-In-Schalter, dann hat man sieben Tage lang bunte Fische um sich, steigt ins Flugzeug und am nächsten Morgen sitzt man wieder am Schreibtisch. 

Wer über den Atlantik segelt oder die Transsibirische Eisenbahn nimmt, hat ein ganz anderes Erlebnis. Wenn man monatelang auf dem Fahrrad durch Lateinamerika  reist, verändern sich um einen herum die Landschaft, die Menschen, das Wetter und das Klima. Kein Jetlag, kein Internet, dafür richtig viel Zeit für Entschleunigung, einen selbst und die Erfahrung. Wir essen ja auch nicht nur, um satt zu sein, sondern des Geschmacks wegen (Zu Slowfood an anderer Stelle mehr). 

Reisen Urlaub

Reisen in Zeiten des Klimawandels: Solarflieger und ein fliegender Holländer

Auch wie wir unsere Ressourcen auf Reisen nutzen, verändert sich: Das Schweizer Projekt Solar Impulse will bald den ersten bemannten und solarbetriebenen Um-die-Welt-Flug umsetzen. Interkontinental flogen sie schon: von der Schweiz nach Marokko in knapp 19 Stunden. Ihr Flugzeug wiegt etwa 1,6 Tonnen – so viel wie ein Auto, aber mit dem Verbrauch eines Kleinmotorrads. Und dann gab es da noch diesen Youtube-Hit, ein ebenso faszinierender wie umstrittener Ikarus-Selbst-Versuch des Holländers Floris Kaayk…Träumen darf man ja noch. 

Heiße Weihnacht allerseits

Tja und dieses Jahr feierten wir das heißeste Weihnachten seit jeher. Ich möchte an dieser Stelle nicht behaupten, dass das unbedingt mit dem Klimawandel zusammenhängt, aber etwas mulmig ward mir da schon bei der Nachricht: Aufgrund vieler Unfälle forderte der Wetterdienst vielerorts die Bewohner auf, das Haus nach Möglichkeit nicht zu verlassen. Oder könnte das vielleicht ein geheimes Friedensangebot sein, an mein Klimawandel-Alter-Ego?

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