Diese 7 Faktoren beeinflussen deine Unabhängigkeit – Eigenstrom mit PV-Anlage. | Polarstern Magazin

Wer seinen eigenen, sauberen Strom produziert, macht sich unabhängiger von den Strompreisen. Die spannende Frage ist: Wie groß kann deine Unabhängigkeit sein? Und was ist wirtschaftlich sinnvoll? Genau darauf hast du mehr Einfluss, als du vielleicht denkst.

Inhaltsverzeichnis:

Hier Eigenstrom-Angebot von Polarstern ansehen

 

Wie kannst du deine Autarkie steigern?

Früher lohnte es sich, Strom selbst zu erzeugen, um ihn einzuspeisen. Dafür gab es dann dicke Fördergelder. In 2004 etwa hat man für eine Kilowattstunde Strom noch 54,4 Cent EEG-Einspeisevergütung bekommen. Im Juni 2019 nur noch 10,79 Cent. So viel ist das also nicht mehr zu holen. Aber das ist insofern egal, weil du deinen selbst gemachten Strom einfach selbst nutzt. Du machst dich unabhängig vom Stromnetz und steigenden Strompreisen. Je mehr du von dem PV-Strom selbst nutzt, desto wirtschaftlicher wird deine Anlage.

>>> Ab wann sich PV-Anlage und Speicher rechnen. 

 

 Schraubst du einfach nur eine Solaranlage aufs Dach, dann hat deine Unabhängigkeit vom Stromnetz „natürliche Grenzen“. Tagsüber, wenn du im Büro bist, musst du den überschüssigen Strom ins Netz einspeisen. Abends wenn du heimkommst dagegen Netzstrom hinzukaufen. Um also möglichst unabhängig von der öffentlichen Stromversorgung zu sein, empfiehlt sich die Kombination aus einer PV-Anlage und einem Stromspeicher. Eine 100-prozentige Unabhängigkeit vom Stromnetz ist heute zwar noch kaum möglich. Aber für den Normalhaushalt lassen sich 70 bis 80 % durchaus erreichen.  

>>> Wie verbesserte Technik deine Autarkie unterstützt.

 

Autarkie und Eigenverbrauch – so hängt alles zusammen.

Um möglichst autark vom öffentlichen Stromnetz zu sein, ist es wichtig, dass du möglichst viel selbst erzeugten Strom auch selbst nutzt. Logisch! Die Eigenverbrauchsquote ist wichtig, wenn du die Wirtschaftlichkeit deiner Anlage bewertest. Um autark zu sein, spielt aber auch die Größe deiner PV-Anlage und gegebenenfalls deines Stromspeichers eine Rolle. Dazu ein Beispiel: Stell dir vor, du hast eine sehr kleine Solaranlage. Deren Strom wirst du wahrscheinlich zum Großteil selbst verbrauchen. Trotzdem musst du noch jede Menge dazukaufen. Du hättest also eine hohen Eigenverbrauchsanteil – und dennoch einen geringen Autarkiegrad.

Das heißt: Um zum Beispiel auch abends oder bei Bewölkung möglichst viel eigenen Solarstrom zu nutzen und unabhängig vom Stromnetz zu sein, brauchst die eine große Anlage und einen Speicher. Allerdings wirst du dann bei sonnigem Wetter deutlich mehr produzieren, als du brauchst. Weil du deshalb mehr einspeisen musst, sinkt dein Eigenverbrauch also wieder. Doch aufgrund der Investitionskosten ist das bei einer Solaranlage halb so wild. Sprich: Zu groß kann eine PV-Anlage eigentlich kaum sein. Meist ist ohnehin das Dach der begrenzende Faktor. Bei einem überdimensionierten Speicher sieht das dagegen anders aus. Ist er zu groß und wird nicht effizient genutzt (also selten komplett be- und entladen) verringert sich die Wirtschaftlichkeit deiner Investition. 

 

Dein PV-System – ganzheitlich betrachtet.

Im Grunde steckt hinter dem Begriff eine neue Betrachtungsweise. Früher hatte man vor allem die PV-Anlage und ihren Ertrag im Auge. Heute geht es um wesentlich mehr: die PV-Anlage, den Stromspeicher, deinen Strombedarf und seine Verteilung im Tagesverlauf, smart vernetzte Tools, das Gebäude, seine Bewohner, ihr Verhalten – und wie das alles zusammenspielt. Infolgedessen spricht man nicht mehr von einer PV-Anlage, sondern von einem „PV-System“. Jedes Element dieses Systems ist zugleich eine Stellschraube, mit der du deine Unabhängigkeit wirksam beeinflussen kannst. Hier stellen wir dir die sechs wichtigsten vor.

Und für den Reststrom Wirklich Eigenstrom dazuholen

 

Faktor 1: Deine PV-Anlage.

Entscheidend: gute Planung.

Gut geplant ist halb gewonnen. Denn die professionelle Planung deiner Solaranlage hat einen wesentlichen Einfluss auf ihren späteren Ertrag. Hier ganz kurz die wichtigsten Kriterien im Überblick:

• Dachausrichtung: Perfekt ist natürlich eine Ausrichtung nach Süden. Aber auch mit Ost-West-Dächern lassen sich längst vernünftige Ergebnisse erzielen.

• Dachneigung: Optimal sind Neigungen um die 30 Grad. Weniger als 25 oder mehr als 60 Grad können den Ertrag um ca. 10 % verringern. Bei Ost-West-Ausrichtungen sind allerdings flachere Neigungswinkel günstiger.

• Verschattung: Ganzjährige Verschattung etwa durch Bäume oder Gebäude können den Ertrag stark beeinträchtigen. Aber auch schmale Schatten (z.B. durch Strommasten) oder Schatten, die zeitlich begrenzt durch den Sonnenverlauf auftreten, können sich negativ auswirken. Von Dachgauben oder Erkern sollte – so die Faustformel – deine Anlage eine Modulbreite Abstand halten.

 

Wie klein oder groß soll deine Anlage sein?

Je kleiner eine PV-Anlage, desto mehr Strom verbrauchst du selbst. Aber umso mehr Strom musst du auch aus dem Netz dazukaufen. In Sachen PV-Anlagengröße gilt daher tatsächlich: „Mehr hilft mehr.“ Denn je mehr verfügbare Dachfläche du für deine Solaranlage nutzt, desto niedriger werden die Kosten pro Kilowatt Peak (kWp)*. Die Gründe: Die Montage erfolgt oft zu hohen Fixkosten, auch die Kosten für Wechselrichter etc. sind größenunabhängig. Und: Angesichts der aktuellen Einspeisevergütung lohnt sich auch überschüssiger Strom für private Haushalte fast immer. Bei Anlagen bis 10 kWp musst du für deinen selbst erzeugten Strom übrigens keine EEG-Umlage zahlen. Bei größeren Anlagen sollte man im Einzelnen genau nachrechnen, ob es sich lohnt, über die 10-kWp-Grenze zu gehen.

 

Auf bewährte Technik setzen.

Unsere Empfehlung: Entscheide dich bei der Wahl der Module und des Wechselrichters für Technik, die zur Lage deines Hauses passt. Dann rechnet sich ein Eigenstromsystem aus PV-Anlage und Stromspeicher nach etwa 10 bis 12 Jahren. Bei den Modulen hat sich richtig viel getan. Sie werden immer effizienter. Selbst bei bewölktem Himmel und Verschattung produzieren moderne Module so viel Strom, dass in Kombination mit einem Solarspeicher noch an Herbsttagen Autarkiegrade von bis zu 70 % erreicht werden können. 

>>> Mehr über die Entwicklung von PV-Modulen.

 

Tipp für Hausbauer.

Hast du vor zu bauen oder zu renovieren? Dann lohnt es sich, auch deine PV-Anlage gleich mit einzuplanen. Denn wenn dein Haus ohnehin schon eingerüstet ist, sparst du dir die Kosten für eine erneute Einrüstung in ein paar Jahren.

 

Ausgereifte Technik, fallende Kosten.

Die Kosten für PV-Anlagen sind allein in den letzten drei Jahren um die Hälfte gefallen, die Technologie ist ausgereift und bewährt. Der günstigste Zeitpunkt, um deine persönliche Energiewende zu starten, ist also tatsächlich: Jetzt!

>>> Zum Inhaltsverzeichnis

 

Faktor 2: Dein Solarstromspeicher.

Eigenstrom, auch wenn die Sonne nicht scheint.

Ein weiterer, ganz wesentlicher Schritt auf deinem Weg in die Unabhängigkeit: die Kombination aus Solaranlage und Solarstromspeicher. Denn nur so kannst du deinen selbst erzeugten Sonnenstrom auch nutzen, wenn die Sonne nicht scheint. Auf diese Weise ist es möglich, deine Eigenstromversorgung zu verdoppeln oder gar zu verdreifachen.

Typischer Verlauf der Stromerzeugung während eines Tages – und wie du ihn mit einem Speicher ausgleichen kannst.

Eine Frage der Kombination.

Wichtig ist es hier, die Speicherkapazität auf die Leistung der PV-Anlage und den tatsächlichen Stromverbrauch abzustimmen. Die Faustformel dafür lautet:

 

1000/1/1.

Pro 1.000 kWp Stromverbrauch • min. 1 kWp Anlagenleistung • max. 1 kWh Speicherkapazität.

Bei der Wahl der für dich passenden Kombination helfen dir Energieberatungsstellen und natürlich dein Installateur.

 

Lohnende Investition.

Auch die Kosten für Solarstromspeicher werden immer günstiger. Seit 2013 sind sie um ca. 50 % gefallen. Damit sind sie deutlich wirtschaftlicher als noch vor wenigen Jahren. Investierst du zum Beispiel rund 16.000 Euro für eine PV-Anlage inklusive Speicher, dann kann sich das bereits innerhalb von 10 Jahren für dich lohnen. Wichtig auch hier: Setze auf bewährte Anlagenqualität!

 

Lithium-Ionen oder Blei?

Blei-Akkus sind zwar günstiger als Lithium-Ionen-Batterien. Dennoch haben sich Letztere auf dem Speichermarkt durchgesetzt. Denn Lithium-Ionen-Akkus punkten gegenüber Blei ganz klar in Sachen Lebensdauer, Wirkungsgrad und Entladeverhalten (Bleibatterien lassen sich nur zu ca. 65 % entladen, Lithium-Ionen-Akkus dagegen zu 90 %).

>>> Zum Inhaltsverzeichnis

 

Faktor 3: Deine Hilfsmittel.

Leistungsoptimierer: kleine Boxen – große Wirkung?

Wird die Leistung eines Moduls durch Verschattung oder Verschmutzung beeinträchtigt, dann wirkt sich das auch auf andere Module aus. Denn sie orientieren sich immer am „schwächsten Glied“. Und hier kommen die „Leistungsoptimierer“ ins Spiel. Das sind kleine Boxen, die an den Modulen angebracht werden können – und dafür sorgen, dass zum Beispiel bei Verschattung nur die Leistung des betroffenen Moduls sinkt. Ein Test des Fachmagazins Photon ergab: Bei Schatten durch Masten oder bei horizontaler Verschattung sind hier Energiegewinne von mehr als 10 % möglich (Beispiel: 2,5-kWp-Analge mit 14 Modulen). Aber: Das Nachrüsten von Leistungsoptimierern ist teuer. Mit einer guten Planung, die zum Beispiel auch Neubepflanzungen oder benachbartes Bauland berücksichtigt, ist im Zweifel deutlich mehr gewonnen.

>>> Zum Inhaltsverzeichnis

 

Faktor 4: Dein Verhalten.

Strom verbrauchen, wenn viel davon vorhanden ist.

Dein eigenes PV-System ist eine Riesenchance, dir über deinen Stromverbrauch im Haushalt bewusster zu werden – und deinen Autarkiegrad durch ein paar kleine Verhaltensänderungen zusätzlich zu steigern. Zum Beispiel Waschmaschinen, Trockner oder Spülmaschinen: Lass diese doch einfach laufen, wenn die Sonneneinstrahlung – und damit deine PV-Strom-Produktion – am größten ist. Deine Geräte kannst du von Hand oder mit Hilfe von Zeitschaltuhren steuern. Ein absolutes Maximum holst du jedoch mit Hilfe eines Smart Meters und Smart-Home-Anwendungen heraus (siehe Faktor 5: Dein smartes Zuhause). Hier kannst Du Dich informieren, wie ein Smart Meter funktioniert.

 

Vorsicht vor der „Rebound“-Falle!

Seit der Erfindung der Dampfmaschine lässt es sich beobachten: Sobald wir über eine energieeffizientere Technologie verfügen, neigen wir dazu, verschwenderischer mit der vorhandenen Energie umzugehen. Die Technische Hochschule Aachen untersucht aktuell, ob PV-Anlagenbesitzer eher zum Stromprassen neigen, weil der Strom vom Dach als gratis wahrgenommen wird. Vergeuden macht aber auch bei sauberem Eigenstrom schon rein wirtschaftlich keinen Sinn. Denn du zahlst zwar nicht unmittelbar drauf – aber im Zweifel dauert es länger, bis sich deine Anlage amortisiert hat. 

>>> Zum Inhaltsverzeichnis

 

 

Faktor 5: Dein smartes Zuhause.

Schlaue Helfer.

Wirklich smart wird dein Eigenstromsystem, wenn du es mit einem intelligenten Stromzähler – einem sogenannten Smart Meter – ausstattest. So hast du deine Stromerzeugung und deinen Stromverbrauch ständig im Blick – und kannst sie mit Hilfe eines smarten Gateways optimal aneinander anpassen. Hängen etwa Wasch- oder Spülmaschinen an smarten Steckdosen – oder verfügen sie selbst über Smart-Home-Funktionen – dann kannst du sie automatisch je nach Sonneneinstrahlung laufen lassen. Andersrum warnt das System bei Stromknappheit. Der Strom aus dem Netz ist etwa 60 % teurer als der eigene. So gesehen lohnt es sich auch bewusst mit dem selbst gemachten Strom umzugehen. 

>>> Zum Inhaltsverzeichnis

 

Faktor 6: Deine zusätzlichen Systeme.

Noch wirtschaftlicher mit Wärmepumpe und Ladestation.

Dein PV-System lässt sich auch auf andere energietechnische Anlagen in deinem Haus abstimmen. Mit Hilfe von Wärmepumpen etwa kannst du deine Heizung bzw. dein Warmwasser mit eigenem Solarstrom betreiben. Und wenn du eine Ladestation für ein Elektroauto mit deinem Sonnenstrom betreibst, dann gestaltest du deine Mobilität wirklich emissionsfrei und umweltfreundlich. Beide Kombinationen verbessern deinen Eigenverbrauch und damit die Wirtschaftlichkeit deines PV-Systems zusätzlich. Schließlich nutzt du noch mehr deines Stroms selbst, statt ihn ins Netz einzuspeisen. In Sachen Autarkie verschiebt sich die Sache allerdings ein wenig: Betreibst du mit deinem PV-Strom eine Wärmepumpe oder eine Ladestelle, dann steigt dein Strombedarf – und du bist potenziell weniger autark. Dennoch lohnt es sich natürlich, diese Systeme mit günstigem Eigenstrom zu betreiben. Und für den restlichen Strombedarf gibt es Wirklich Eigenstrom von Polarstern. Damit kannst du den erforderlichen Reststrom mit 100 % Ökostrom zu sehr fairen Konditionen abdecken.Es wird einfach verbrauchsabhängig abgerechnet. Ohne Grundgebühr. Ohne Mindestvertragslaufzeit.

>>> Mehr über Wirklich Eigenstrom erfahren. 

 

>>> Zum Inhaltsverzeichnis

 

Faktor 7: Wartung und Pflege.

Keine große Sache.

Laub, Schnee oder Verschmutzung können die Leistungsfähigkeit der Module – und damit den Ertrag deiner PV-Anlage – beeinträchtigen. Im Normalfall reicht es jedoch völlig aus, die Reinigung dem Regen zu überlassen. Auch Laub und Schnee wirken sich weniger negativ aus, als man vielleicht denkt. Denn beides bleibt nicht lange auf den Modulen liegen. Anders ist es in Gegenden mit stark verschmutzter Luft, etwa durch nahe gelegene Industrie, Kamine oder Landwirtschaft: Hier kannst du deinen Eigenverbrauch durch regelmäßiges Reinigen deiner Anlage deutlich verbessern.

>>> Zum Inhaltsverzeichnis

 

Fazit: Unabhängigkeit braucht Flexibilität.

Wir sehen also: Der Grad deiner Unabhängigkeit vom Stromnetz ist ein komplexes Zusammenspiel vieler Einzelfaktoren. An all diesen Stellschrauben kannst du individuell drehen, um deine Autarkie zusätzlich zu beeinflussen. Entscheidend ist dabei, dass dir für dein PV-System individuelle Pakete zur Verfügung stehen, die ganz spezifisch auf dich, deine Situation, deinen Verbrauch und deine Anforderungen zugeschnitten sind. Polarstern unterstützt dich hier durch einen klaren Vorteil: Du kannst Wirklich Eigenstrom immer dazubestellen. Dein Installateur kann die individuell optimale Lösung für dich zusammenstellen, ganz herstellerunabhängig. Die zentrale Voraussetzung für deine Unabhängigkeit ist also deine Flexibilität. Genieße sie und mach was draus. Wir helfen dir dabei!

Entdecke Wirklich Eigenstrom!

*kWp steht für „Kilowatt Peak“. Diese „Nennleistung“ bezeichnet die maximale Leistung einer PV-Anlage (oder eines PV-Moduls) unter bestimmten Standardtestbedingungen.

Weiterempfehlen vervielfacht deine Wirkung!

Und wir bedanken uns mit 20 Euro. Schnapp dir jemanden, der auch zu wirklich besserer Energie wechseln möchte – und ihr bekommt beide 20 Euro auf eure nächste Stromrechnung gutgeschrieben. Gemeinsam verändern wir mehr!

Polarstern weiterempfehlen

Ökostrom ist viel günstiger als du denkst!

Wirklich besserer Strom ist keine Rolex. Und sogar meist günstiger als die Grundversorgung.