Faire Kleidung | Polarstern
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Faire und nachhaltige Kleidung

Schöne Optik, tolles Tragegefühl, Biobaumwolle, Faire Arbeitsbedingungen, keine Giftstoffe - welche Label bieten solche Mode? Oder doch lieber Kleidung wieder verwerten und am Flohmarkt shoppen?

Vielleicht bin ich da komisch – aber bisher habe ich mich nicht sehr viel mit Bio-Baumwolle und Öko-Mode beschäftigt. Klar, wenn es zweimal dasselbe T-Shirt gab, eines bio, eines nicht – ich hab mir das biologische gekauft. Auch wenn die Öko-Mode ein bisschen teurer war. Grundsätzlich aber war mein Umgang mit grüner Mode eher nachlässig. So genau kenne ich mich da nicht aus. Wie werten? Worauf achten? Ich hab keine Ahnung. Doch dann haben wir letzte Woche selbst faire T-Shirts verlost. Und unser Polarstern-Shirt besteht schließlich auch aus 50% Bio-Baumwolle und 50% Pollyester aus recycelten Plastikflaschen. Höchste Zeit also, dass sich an meiner Unwissenheit was ändert! Eins, zwei, nachgedacht. Und meine Recherche sagt: So einfach – bio = gut – ist das gar nicht. Was Mode betrifft, umfasst Nachhaltigkeit vor allem drei Aspekte: Ökologischen Anbau, menschliche Produktionsbedigungen und Upcycling, soviel’s nur geht.

Öko-Mode DEUTSCHER FAIRNESS BUND.de

Bio-Baumwolle

Den ersten Punkt auf der Nachhaltigkeitsskala verdient sich Öko-Mode, wird sie aus Bio-Baumwolle hergestellt. Als bio gilt Baumwolle, sobald sie nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus produziert wird. Das bedeutet: Der Einsatz von chemischen Pestiziden und Düngemitteln ist verboten und die Bauern verwenden stattdessen Mist und Kompost. Die Baumwolle wird abwechselnd mit anderen Pflanzenarten angebaut, was die Böden erhält. Und die Baumwolle wird von Hand geerntet, weswegen der Einsatz chemischer Entlaubungsmittel zur Arbeitserleichterung von Erntemaschinen nicht notwendig ist. Unter all diesen Bedingungen bewahrt dann ein Bio-Baumwoll-Shirt etwa sieben Quadratmeter Anbaufläche vor Pestiziden und Kunstdünger. Zusätzlich ist es verboten, für Bio-Baumwolle gentechnisch verändertes Saatgut einzusetzen.

Öko-Mode

Faire Produktionsbedingungen

Bio allein reicht aber noch nicht. Wie die Maxime „von Hand geerntet“ schon erahnen lässt, sind viele Menschen an der Produktion von Stoffen aus Bio-Baumwolle vom Feld bis in den Laden beteiligt – und diese Produktion muss unter fairen Bedingungen ablaufen. Wir brauchen bessere Bedingungen in der weltweiten Textilindustrie! Ohne Kinder-, ohne Zwangsarbeit, unter menschenwürdigen Konditionen, zu einem Lohn über Weltmarktniveau. Fairtrade, eben. Da kann auch die lokale Produktion "made in bavaria" à la American Apparel nur eine Lösung sein. Ein wichtiger Teilschritt zur Bewusstseinbildung. An Konzepten im großen Stil wird weltweit eifrig gefeilt.

Öko-Mode

Ist der Öko-Mode Anspruch zu hoch?

Ich will also bio-faire Stoffe. Ich will wertvolle Lebenskleidung. Ist das zu viel verlangt? Denn da taucht ein neues Problem auf: Die große Nachfrage nach Textilfasern kann generell nicht allein mit Baumwolle befriedigt werden: „Auch beim Bio-Anbau mit gutem Wassermanagement ist der Flächenbedarf zu groß, um diese Fasermengen nur aus Baumwolle zu erzeugen“, schreibt Lars Wittenbrink. Entsprechend kann die Antwort auf den Stoffhunger der Welt nicht sein, einfach den Bio-Aspekt zu vernachlässigen. Dazu neigt nämlich die Industrie, beispielsweise Puma, H&M, C&A, Otto aber auch IKEA. Sie erfüllen ihre Öko-Quote durch „nachhaltige Baumwolle“. Eine Baumwolle, die zwar fair, aber nicht bio produziert wird und somit immer noch unnatürlich hohe Erträge auf kleinen Flächen liefert. Diesem Trend zur Mogelpackung wollen Öko-Mode-Labels wie das GOTS entgegen wirken. Leider sind diese noch nicht einheitlich und es ist ganz schön schwer, einen Überblick zu behalten. Ich finde allerdings, eine wirkliche Möglichkeit auf den extremen Baumwollbedarf zu antworten, liegt auch noch woanders: Wir brauchen neue Stoffe, am besten durch Recycling von alten Fasern oder zum Beispiel, wie bei unserem Polarstern-Shirts, aus alten Plastikflaschen. Zusätzlich müssen wir den Lebenslauf der Kleidungsstücke in unseren Kleiderschränken entschleunigen – und upcyclen. Stylisch upcyclen, soviel wie’s nur geht.

Öko-Mode Polarstern

Öko-Mode? Im Zweifel gerne nachfragen

Die Modewelt ist bunt und weit und aufregend. Wer zukunftsorientiert handeln will, dem kann ich nur raten: Genau hingucken! Nachfragen! Gerade kleine Öko-Mode-Labels sind gerne bereit, Dir über ihre Stoffe und Standards Auskunft zu geben. Schließlich sind die ihr Weg in eine bessere Zukunft! Und dabei wollen die Labelgründer – über ihren persönlichen Spaß am Werk hinaus – möglichst viele Menschen mitnehmen. Dich! Und mich! Und jeden, der nicht nackt durch die Gegend läuft. Oder tust Du das?

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