Was du zum Kohleausstieg wissen musst | Polarstern
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Kohleindustrie emittiert enorm viel CO2

Was du zum Kohleausstieg wissen musst

Der Ausstieg aus der Kohlekraft ist der nächste Schritt der Energiewende. Er ist wichtig, um Deutschlands Klimaziele zu erreichen. Trotzdem gibt es noch keinen konkreten Plan zur Umsetzung. Warum ist das so schwer?

Inhalt

 

Die Klimaschutzziele und warum wir sie nur mit einem Kohleausstieg erreichen

Beim Pariser Klimaabkommen 2015 haben sich 195 Länder darauf verständigt, die Erderwärmung auf maximal 2°C zu beschränken. Diese liegt gegenwärtig schon um die 1 °C über dem vorindustriellen Niveau. Um die Ziele dennoch zu erreichen, muss jede Nation erhebliche Maßnahmen umsetzen. Der Haken daran ist, dass das Pariser Protokoll nicht rechtlich bindend ist und auf die freiwillige Umsetzung der Staaten setzt. Erreichen die Staaten die Ziele nicht, haben sie keine Konsequenzen zu fürchten. Deshalb zieht US-Präsident Donald Trump in Erwägung, die USA aus dem Abkommen zurück zuziehen.

In Deutschland ist schon seit längerem die Rede vom Ausstieg aus der Stromerzeugung durch Braun- oder Steinkohle. Um verbindliche Aussagen, bis wann Kohlekraftwerke abgeschaltet und durch welche Erzeugungsanlagen sie ersetzt werden sollen, hat sich die Bundesregierung bisher allerdings gedrückt. 

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Klarer Fall, die Treibhausemissionen müssen trotzdem dringend gesenkt werden! Die Bundesregierung strebt bis 2020 eine Senkung des CO2-Ausstoßes um ganze 40% gegenüber dem Jahr 1990. Leider weiß man schon jetzt, dass dieses Ziel nicht mehr erreicht werden kann. Da Kohle zudem einen relativ niedrigen elektrischen Wirkungsgrad von lediglich 35 - 40 % hat und zudem als gesundheitsschädlich gilt, will und muss sich Deutschland von der Kohlekraft trennen.

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Wie wichtig ist Kohlekraft in Deutschland?

Stein- und Braunkohle hatten zusammen genommen im Jahr 2016 einen Anteil über 40 % am deutschen Strommix. Klar, dass so ein großer Sektor nicht über Nacht durch regenerative Energien ersetzt werden kann, denn die Grundlast der Stromversorgung kann noch nicht sichergestellt werden. Dass Kohleverstromung so ein lukratives Geschäft ist, liegt unter anderem an den günstigen CO2-Zertifikaten im Emissionshandel. Schlappe 6,50 € zahlen Kraftwerksbetreiber aktuell pro Tonne ausgestoßenem CO2. Experten sagen, um die Klimaziele zu erreichen, müssen die Kosten pro Tonne CO2 zwischen 35 und 70 € betragen. Nachdem die Kohleverstromung sehr viele Emissionen verursacht, würden den Kohlekraftwerksbetreibern somit hohe Kosten entstehen und Kohlestrom würde weniger wirtschaftlich. Das schafft Anreize für Erzeuger und Verbraucher, nach Alternativen zu suchen. Die Erlöse aus dem nationalen Zertifikatshandel könnten außerdem in den Rückbau der Kohlekraftwerke und den Ausbau moderner, nachhaltiger Kraftwerke fließen.

 

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Welche Konsequenzen hat der Kohleausstieg?

Als erstes werden bei gleichbleibendem Strombedarf die Kraftwerksemissionen sinken. Aber nur dann, wenn der Strombedarf aus regenerativen Quellen gedeckt wird. Kohlestrom stattdessen aus dem Ausland zu importieren, senkt die Emissionen keineswegs. Das Abschalten der Kohlekraftwerke bedeutet aber auch, dass viele Arbeitsplätze in der deutschen Braun- und Steinkohleindustrie sowie im Bergbau wegfallen werden. Auch deswegen ist der Kohleausstieg ein heikles Thema, das die Politik ungern thematisiert. Vor allem nicht vor den Wahlen … und irgendwo in Deutschland ist ja fast immer eine Wahl.

Aber: Die Stromerzeugung der abgeschalteten Atom- und nun auch Kohlekraftwerke muss ja durch neue Anlagen zur Stromerzeugung ersetzt werden. Das erfordert enorme Investitionen und schafft gleichzeitig wieder neue Arbeitsplätze im Sektor der erneuerbaren Energien. Es findet also ein Strukturwandel statt – langfristig gesehen eine wirklich gute Sache!

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Wer macht mit beim Kohleausstieg?

Am Pariser Klimagipfel nahmen 195 Länder teil. Allerdings muss man das Abkommen erst mal nur als eine Absichtserklärung bezeichnen, dass die Länder selbstverantwortlich Maßnahmen zum Klimaschutz ergreifen und diese verbindlich bis 2025 umsetzt. Donald Trump jedoch befürwortet einen Austritt aus dem Vertrag, weil er die USA dadurch als benachteiligt sieht. Ein formaler Ausstieg ist allerdings frühestens 2019 möglich. Dafür hat China, der derzeit größte Emittent von Treibhausgasen, angekündigt in Zukunft mehr Verantwortung für die Energiewende zu übernehmen. Den Worten müssen nun noch Taten folgen.

Bei der UN-Klimakonferenz 2016 in Marrakesch haben sich dann sogar 45 Nationen dazu bekannt, komplett auf Kohle, Öl und Erdgas zu verzichten und ganzheitlich auf erneuerbare Energien umzusteigen. Schonmal ein guter Ansatz!

Im Finanzsektor haben sich außerdem die ersten internationalen Versicherungskonzerne sowie ein großer norwegischer Pensionsfond für einen Ausstieg aus ihren Kohle-Geschäften ausgesprochen. In diesem Bereich wird sich in Zukunft hoffentlich noch mehr tun, denn was viele nicht wissen: Zahlreiche Banken investieren horrende Summen in die Kohleindustrie. Werden diese durch Finanzanlagen in nachhaltige Energie ersetzt, wäre der Energiewende enorm geholfen.

Auch innerhalb der EU soll die staatliche Unterstützung für Kohle bis 2018 auslaufen.

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Was muss noch getan werden beim Kohleausstieg?

Neben dem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien, muss in Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und moderner Gaskraftwerke investiert werden. Diese sind nämlich als Brückentechnologien notwendig, denn die Kohleenergie in der kurzen Zeit ausschließlich durch erneuerbare Energien zu ersetzen ist schwer. Dafür wäre es auch wichtig, dass Aktionäre, Fonds und Banken, aufhören in die Kohlegeschäfte zu investieren und statt dessen nachhaltige Projekte finanzieren.

 

Wer muss außerdem Emissionen senken?

Der Bund muss sich nicht nur bei den Verhandlungen mit den Energieerzeugern, sondern auch gegenüber der Automobilindustrie klarer positionieren: Die Emissionen im Auto- und Luftverkehr müssen drastisch sinken – das ist wichtig für Mensch und Natur.

Kohleverstromung ist also ein schmutziges Geschäft. Flusswasser des Inns für die Stromgewinnung zu nutzen ist hingegen völlig sauber! Das unterstützt Polarstern und versorgt Stromkunden mit dem besten Ökostrom: umweltfreundlich hergestellt aus grüner Energie, aus der natürlichen Kraft eines Gebirgsflusses! Mit Wirklich Ökostrom oder Wirklich Ökogas bist du zu 100% klimaneutral (kein zusätzlicher CO2 Ausstoß geht auf dein Klima-Konto) und du unterstützt außerdem die Energiewende weltweit durch unsere Projekte in Kambodscha – denn Klimaschutz funktioniert erst dann, wenn alle mitmachen!

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Kohlekraft ist ein wichtiges Thema auf der ganzen Welt. In Zeiten von Donald Trump hat der U.S. Comedian John Oliver eine Episode von Last Week Tonight zu diesem Thema gemacht, um die Bevölkerung auf humorvolle Weise über die Missstände der Kohle-Industrie aufzuklären. Kann man sich ruhig mal ansehen ;)

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