Haushalte mit einer Nachtspeicherheizung oder Wärmepumpe haben oft einen überdurchschnittlich hohen Stromverbrauch. Mit dem richtigen Heizstromtarif lassen sich Kosten reduzieren und die persönlichen CO2-Emissionen gleich dazu. Wir verraten, welcher Tarif zu deiner Heizsituation passt.

von Michael

Nutzern von Heizstrom stellt sich die Frage, welche Nachricht sie zuerst hören möchten: die gute oder die nicht so gute. Okay, Letztere zuerst: Haushalte, die mit einer Nachtspeicherheizung oder einer Wärmepumpe heizen, haben einen überdurchschnittlich hohen Stromverbrauch. Durchschnittlich liegt er bei einem Haushalt mit einer Wärmepumpe laut  Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft BDEW bei ca. 6.400 kWh im Jahr. Bei einem Haushalt mit einer Nachtspeicherheizung sogar bei 8.200 kWh. Zum Vergleich: Eigentlich braucht ein vierköpfige Familie im Schnitt etwa 3.500 Kilowattstunden Strom.

 

Nutzer von Heizstrom sind nicht von fossilen Energieträgern abhängig.

Und jetzt die erste gute Nachricht hinterher: Stromheizer sind nicht von fossilen Brennstoffen wie fossilem Erdgas oder Heizöl abhängig. Sie können im Gegensatz zu Haushalten, die von einer zentralen Öl- oder Gasheizung mit Wärme versorgt werden, jederzeit auf erneuerbare Energie umsteigen und ihre CO2-Emissionen fürs Heizen komplett vermeiden. Mit Heizstrom aus 100 % erneuerbaren Energien unterstützen diese Haushalte dann gleichzeitig die Energiewende im Strom- und Wärmemarkt. Das ist allein deshalb eine gute Sache, weil der Anteil von erneuerbaren Energien im Wärmemarkt nach wie vor mager ist. Er liegt aktuell bei nur rund 13 Prozent. Eine typische Familie, die das Haus mit einer Wärmepumpe beheizt, verhindert mit dem Bezug von Ökostrom schon ca. 3 Tonnen im Jahr. Ein Haushalt mit einer Nachtspeicherheizung sogar an die 4 Tonnen CO2. 

 

Heizstromtarife für deine Nachtspeicherheizung oder Wärmepumpe.

Die zweite gute Nachricht: Wer mit Strom heizt, findet einen Heiztarif, der den eigenen Bedürfnissen gerecht wird und trotzdem die Stromkosten senkt. Heizstrom ist natürlich kein Strom, der heiß aus der Steckdose kommt. Heizstrom ist ein Sammelbegriff für Stromtarife, die speziell auf das Heizen mit Strom zugeschnitten sind. Zum Beispiel für Nachtspeicherheizungen oder Wärmepumpen. Die Tarife sind eine Möglichkeit, die Stromkosten trotz hohen Verbrauchs in Zaum zu halten. Wir verraten, welche Möglichkeiten es gibt und welcher Tarif am besten zu deiner Situation passt. 

1. HT/NT: Heizstrom für Zweitarifzähler.

Wird der Strom für Heizsysteme und Haushaltsstrom mit einem einem HT/NT-Zähler gemessen, lohnt sich meistens ein HT/NT-Tarif.  Ein HT/NT-Zähler hat zwei Zählwerke, der separat Strom im Niedertarif und Strom im Hochtarif messen kann. Der Unterschied: Der Niedertarif ist etwas günstiger. In der Regel zieht eine Nachtspeicherheizung Strom zu Nebenzeiten – im Niedertarif. Zu Hauptzeiten gilt dann der Hochtarif. Wann die Hauptzeit beginnt und die Nebenzeit endet, ist nicht fix, das entscheidet der Netzbetreiber. Oft liegt die Nebenzeit zwischen 22 und 6 Uhr, weshalb der Niedertarif im Slang auch Nachtstrom genannt wird. Der Niedertarif ist meistens etwas günstiger. Im Schnitt liegt bei Polarstern der NT-Arbeitspreisetwa 7 % unter dem HT-Arbeitspreis. Wenn du etwa 60 % deines Strombedarfs zu Nebenzeiten ziehst, lohnt sich das.

Deine Situation? Deine Lösung:

>>> HT/NT-Tarif.

„HT/NT – I'm Dynamite!“

2. Heizstromtarif für einen separaten Zweitarifzähler.

Wird der Strom für deine Nachtspeicherheizung über einen separaten Stromzähler gemessen, stellt sich ebenfalls die Frage, ob es ein HT/NT-Zähler mit zwei separaten Zählwerken ist. In diesem Fall kannst du den Heizstrom für deine Nachtspeicherheizung oder Wärmepumpe getrennt vom Haushaltsstrom messen – und gleichzeitig im Niedertarif beziehen. 

Deine Situation? Deine Lösung:

>>> HT/NT-Tarif.

 

3. Heizstromtarif für einen separaten "unterbrechbaren" Zähler.

Ist der separate Zähler unterbrechbar, kannst du günstige Spezialtarife wie Nachtspeicherstrom oder Wärmepumpenstrom bestellen. Es geht so: Der separate Zähler für deine Wärmepumpe oder Nachtspeicherheizung ist mit einem Rundsteuerempfänger ausgerüstet. Dadurch kann der Netzbetreiber zu festgelegten Uhrzeiten die Stromversorgung zu deiner Wärmepumpe oder Nachtspeicherheizung unterbrechen. Er sorgt so für eine bessere Auslastung der Stromnetze. Entscheidender: Der Netzbetreiber bedankt sich mit einem vergünstigten Strompreis, den wir mit unseren Spezialtarifen für deine Wärmepumpe oder Nachtspeicherheizung an dich weitergeben. 

Deine Situation? Deine Lösung:

Wärmepumpenstrom für Wärmepumpen. 

Nachtspeicherstrom für Nachtspeicherstrom. 

„Unterbrechbar“ heißt übrigens nicht, dass der übrige Haushaltsstrom unterbrochen wird. Denn dieser wird ja auf dem anderen Zähler gemessen.

 

4. Ein Stromzähler mit nur einem Zählwerk.

Es gibt auch den Fall, dass der Strom für dein Heizsystem und der Strom für den restlichen Haushalt nur über einen Zähler mit einem Zählwerk gemessen wird. Ist dein Haushalt also nur mit einem Eintarifzähler ausgestattet, lässt sich der Strom für die Nachtspeicherheizung nicht separat abrechnen. 

Deine Situation? Deine Lösung:

Mit dem Bezug von Wirklich Ökostrom aus 100 % erneuerbaren Energien setzt du deinen CO2-Fußabdruck für Energie auf 0. Wie im oben genannten Beispiel erwähnt, hat ein typischer Haushalt mit einer Nachtspeicherheizung durch den Bezug von Wirklich Ökostrom bereits 4 Tonnen CO2 im Jahr gespart. 

>>> Preis für Wirklich Ökostrom berechnen.

 

Lerne dein eigenes CO2-Einsparpotenzial kennen.

Wer sein eigenes CO2-Einsparpotenzial kennenlernen möchte, muss einfach nur seinen Jahresverbrauch, wie er auf der letzten Stromrechnung steht, in unseren Tarifrechner eintippen. Neben dem monatlichen Abschlag wird auch die CO2-Ersparnis angezeigt. Und wenn du noch Fragen zu den Tarifen hast, meld dich kurz. Wir freuen uns, bis gleich!

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