Glück ist eine Kastanie, ehrlich! | Polarstern
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Glück ist eine Kastanie, ehrlich!

Was hat ein Nutellabrot mit Glück zu tun? Wie glücklich ist die Welt? Macht ein Weihnachtsgeschenk wirklich glücklich? Und was hat Energie damit zu tun? Bei Polarstern geht es in diesen Wochen rund ums Thema Glück. In diesem Blog um die kleinen Dinge, die uns zwar jeden Tag umgeben, aber nicht mehr richtig auffallen – und wie viel Glück sie uns doch schenken, wenn wir sie lassen. 

Was brauch ich für mein Glück?

„Glücklich sein ist die Kunst zu minimieren was man braucht, um glücklich zu sein.“ – ist ein Zitat irgendwo in den Tiefen des Internets. Also: wer wenig braucht, empfindet schneller Glück. Klingt einleuchtend, oder? Ich finde zwar große Ziele zu haben macht auch glücklich, aber es tut schon sehr gut ab und zu seine Ansprüche anpassen, das Leben zu entschleunigen, sich zu fragen: Brauche ich das jetzt wirklich? Was ist mir wichtig, was ist richtig? 

Ich habe vor ein paar Jahren an einem Buch mitgearbeitet, in dem wir Geschichten aus aller Welt gesammelt hatten, die einen Tag auf der Erde erzählen. Was wir merkten: Die Größten waren die kleinsten Geschichten. Meine hieß „Die erste Kastanie“ und ging so: 

Meine Glücks-Geschichte

Der Tag begann damit, dass ich ihn verschlief. Es war schon Nachmittag, als ich zwei Scheiben Tiefkühlbrot in den Toaster schob. Das bedeutete wohl Frühstück. Ich muss zugeben, ich war etwas durch den Wind. Gerade von einer langen Reise zurückgekommen hatte ich weder Job, noch Geld, noch Antrieb meine Zukunft in die Hand zu nehmen. Ich war herbstdepressiv, wie jedes Jahr. Der Auslöser dafür war immer wieder: die erste gefallene Kastanie. Ich hasste sie dafür. 

Eigentlich bin ich ja kein Mensch, der oft sorgenvoll an die Zukunft denkt, aber diese verdammte Kastanie füllte mich mit Selbstzweifeln und nachdenklicher Melancholie. 

Wenn ich nachdenken muss, oder überhaupt nicht denken will, gehe ich joggen. Das schien mir in dem Moment das einzig Konstruktive zu sein, das ich mit dem Tag anfangen konnte. Und tatsächlich: Kaum auf der Straße, klatschte mir eine Kastanie vor die Füße, bricht auf und kullert auf den feuchten Asphalt. 

Das bedeutete für mich: Die leichte Sommerzeit war vorbei, hinfort die warmen Nächte, vorbei die Sonnenuntergänge am Meer, Sand unter den Fingernägeln. Die Zeit, in der man seinen Träumen irgendwie am nächsten ist, und dann aber doch wieder jedes Mal stattdessen Bier trinkend in der Sonne liegt. Nächte hindurch. Vorbei. In Zukunft ist es kalt. Und nass. Zumindest für mich, in meiner Stadt – in München. 

Ich joggte so vor mich hin, muffig wie Merkels Mundwinkel, und auch der Abend legte ein merkwürdig gedimmtes Licht über die Straßen. Die Tage waren schon so kurz. Schon eine Weile unterwegs kam ich an einer Parkbank vorbei. Es war kalt, ein Obdachloser schimpfte mit seinen zwei Hunden, aber der Mann strahlte trotzdem über das ganze Gesicht. Ich lief weiter die Straße hinunter, vor einem Obstladen saßen sich zwei Männer gegenüber, auf Holzkisten, jeder hatte ein Tuch in der Hand, sie polierten Äpfel und Birnen aus einer weiteren Kiste, mitten auf dem Bürgersteig der Dachauerstraße, der hässlichsten Straße der Stadt. Aber sie lachten und waren glücklich. Ich hörte auf zu rennen. Ein paar Meter weiter stand eine Tür zur Straße hin offen. Ein Paar saß auf der untersten Treppenstufe und küsste sich. Ich musste etwas widerwillig lächeln. Mir wurde wärmer. Im Fenster nebenan sah ich einen hell erleuchteten, leeren Raum. Ein paar Hände pinselten rote Farbstriche an die Wand. Für irgendjemanden war dieser Tag ein Neuanfang, der Start in die Zukunft. Ich blieb stehen. In diesem Moment empfand ich großes Glück, das zauberte mir ein breites Lächeln auf die Lippen. Vielleicht ging es gar nicht darum, was in Zukunft wird. Sondern, dass man glücklich ist, während es passiert. 

Inzwischen habe ich mich übrigens mit Kastanien angefreundet. Glücklicherweise kann man sie auch essen. 

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