Gesunde Ernährung bei Kindern | Polarstern
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Gemeinsam nachhaltig essen - von Anfang an

Essen hat viel mit Gewohnheit zu tun. Am liebsten essen wir doch (bis ans Lebensende) das, was damals Muttern schon gekocht hat. Auch wenn es viel zu fleischhaltig ist. Oder zu fettig. Oder, nach dem eigenen Wegzug aus der Heimat, nicht mehr regional. Denn die Maßstäbe, die wir an unsere Lebensmittel haben, haben sich innerhalb der letzten 50 Jahre grundlegend geändert – unser Geschmack aber nicht (unbedingt). Und jetzt? Diese Frage stellt sich sehr konkret, spätestens wenn die eigene Ernährung Auswirkungen hat auf weitere Menschen um einen herum: auf die eigenen Kinder. Denn wer als Vater oder Mutter für die Ernährung des Nachwuchses zuständig ist, prägt damit auch die kulinarischen Vorlieben der Sprößlinge für den Rest ihres Lebens. Eine große Verantwortung, mit der es bewusst umzugehen gilt. Und gleichzeitig - Kinder lernen nun mal am besten vom Vorbild - ist es auch für die Eltern eine Chance, eigene Essgewohnheiten zu überdenken. Kriegen wir das hin?

nachhaltige Ernährung

Ein Kind verändert das Leben – und die Ernährung!

Dazu gibt’s aus der Wissenschaft eine interessante These: „Einschneidende Lebensereignisse können Ansatzpunkte für eine Ernährungsumstellung bieten, da sie in der Regel mit einer weit reichenden Umstellung der Lebensweise einhergehen.“ Ein solches Ereignis ist die Geburt eines Kindes, definitiv. Dann müssen eingespielte Alltagsroutinen sowieso neu geordnet werden. Ungesunde oder wenig zeitgemäße Routinen können über Bord geworfen werden, so auch in der Ernährung. Denn erwiesenermaßen steigt als junge Mutter oder junger Vater die Bereitschaft, gesunde, nachhaltige, gering verarbeitete Lebensmittel zu essen. Eigenschaften wie Frische, Gentechnikfreiheit, Saisonalität, ökologischer Anbau und Regionalität werden wichtiger. Nachhaltigkeit in der Ernährung ist das Stichwort. Nicht umsonst stellen werdende und junge Eltern die Stammkundschaft von Bioläden, Reformhäusern, Fachgeschäften, Einkaufsgenossenschaften, Wochenmärkten und Hofläden. Auch die Anzahl selbstgekochter Mahlzeiten steigt signifikant – Essen aus Schachteln, Pappkartons und Styroporboxen verschwindet. Vom Tisch und aus dem Abfalleimer.

gesund Essen

Die gesamte Produktionskette macht den Unterschied für eine nachhaltige Ernährung

Schließlich beginnt gute Ernährung weit vor dem Essen und endet auch nicht gleich danach. Von der Vorproduktion und Erzeugung, über Verarbeitung, Vermarktung, Einkauf und Lagerung, Verarbeitung und Verzehr bis zur Entsorgung reicht die Kette von Merkmalen, die nachhaltiges Essen auszeichnen. Eine Styroporverpackung mit Alufoliendeckel schneidet da, auch wenn sie selbst geernteten Salat enthält, ganz schlecht ab. Wir müssen uns (und damit unseren Kindern) immer wieder klar machen: Wir können nichts wegschmeißen. Es gibt kein „weg“ auf dieser Erde. Schließlich ist unser Abfallproblem nach wie vor ungelöst – daher die goldene Regel: Energie einsparen und Müll auch beim Essen vermeiden, wo es nur geht. Die Auswirkungen der konventionellen Nahrungsmittelindustrie sind schließlich bekannt: Erosion, Verdichtung, Versalzung, Versteppung und Verwüstung von Böden. Überfischung der Meere. Massentierhaltung. Schadstoffbelastung von Luft, Wasser (Flüsse, Seen, Meere, Grundwasser), Böden und Nahrung mit chemischen und radioaktiven Substanzen. Um nur einige zu nennen. Muss das sein? „Ich möchte die Geschichte einer Speise kennen. Ich möchte wissen, woher die Nahrung kommt. Ich stelle mir gerne die Hände derer vor, die das, was ich esse, angebaut, verarbeitet und gekocht haben", schreibt Carlo Petrini, Gründer und internationaler Präsident von Slow Food. So geht es uns doch auch. Das will ich! Und dieses Bedürfnis ist es, dass es unseren Kindern mitzugeben gilt. Nachhaltige Ernährung meint eine Nahrungsmittelherstellung, die nicht auf Kosten der Zukunft und nicht auf Kosten anderer Menschen stattfindet.

gesunde nachhaltige Ernährung

Zusammenhänge bei der Ernährung erklären = Erziehung zur Nachhaltigkeit

Während wir nun also das Elternsein als Chance sehen, unsere eigene Ernährung umzugestalten und mit gutem Beispiel voran zu gehen, ist nachhaltige Ernährung gleichzeitig der Grundstein für die Gesundheit unserer Kinder. Doch nur tun hilft nicht – wissen muss schon auch sein. Sonst geht das Kind aus dem Haus und dann doch schnurstracks zum Fast-Food-Schachtel-Wirt. Was ich meine, ist: Es geht nicht darum, seine Kinder dazu anhalten, bloß den Teller leer zu essen, weil „die Kinder in Afrika sogar ihr liebstes Spielzeugauto gegen Deine Königsberger Klopse eintauschen würden“. Diese Aussage führt nur dazu, dass sich Mäxchen – zu Recht – fragen wird, wie er den Klops auf schnellstem Weg nach Afrika transportieren könnte. Und nicht dazu, dass er sich wirklich Gedanken darüber machen wird, wie der Klops auf dem Teller mit den Hungersnöten in Afrika zusammenhängt. Nun: Die meiste Arbeitszeit und die besten Anbauflächen werden für Exportprodukte wie Kaffee, Tabak oder Südfrüchte genutzt, auf einem Drittel der weltweit vorhandenen Ackerflächen werden Futtermittel für die Viehzucht angebaut, 70 Prozent der eigentlich nutzbaren landwirtschaftlichen Fläche ist Weideland. Da ist es kein Wunder, dass für Lebensmittel wie Getreide, Kartoffeln und Hülsenfrüchte vor Ort wenig Platz bleibt. Verstehst Du, Max? Was dann die Botschaft der verschmähten Klopse betrifft: Mäxchen, wenn Du Fleisch isst, iss es mit Genuss. Fleisch ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine ganz besondere Zutat, ein Luxus. Und so wird Mäxchen anfangen, sich nach und nach auch bei Lebensmittel wie Avocados, Erdbeeren und Sojabohnen Fragen zur nachhaltigen Ernährung stellen. Wenn er das tut, ist schon viel gewonnen.

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